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Donnerstag, 15. März 2018

Der königliche Leibarzt Abraham Bäck

Abraham Bäck kam Mitte Oktober 1713 als Sohn eines Kaufmanns in Söderhamn zur Welt. Da sein Vater jedoch bereits 1720 starb, wurde er von der Großmutter mütterlicherseits erzogen, bis seine Mutter einige Jahre später einen wohlhabenden Mann heiratete. Dies erlaubte Bäck ab 1740 an der Universität Uppsala Medizin zu studieren. Nachdem Bäck dann zehn Jahre später Doktor in Medizin geworden war, unternahm er eine fünfjährige Studienreise, die ihn, unter anderem, auch an die Universität Leiden, nach Paris und nach Leipzig führte. Bereits in diesen Jahren wurde Bäck auch in die Akademie der Wissenschaften gewählt.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden versuchte Abraham Bäck Professor an der Universität Lund zu werden, wurde jedoch abgelehnt. Der Mediziner öffnete daher eine eigene Praxis in Stockholm und wurde 1749 zum königlichen Leibarzt ernannt. Diese Funktion hatte der Mediziner unter den Königen Fredrik I., Adolf Fredrik und Gustav III., sowie dessen Gemahlin Sofia Magdalena. Dass Bäck so lange im königlichen Dienst war, dürfte damit zusammenhängen, dass er zum einen sehr treffende Diagnosen stellte, zum anderen auch eine Behandlung eher zu früh als zu spät begann. Diese Informationen, inklusive der Krankheitsgeschichten kann man den Aufzeichnungen Bäcks entnehmen, der bestrebt war jede Kleinigkeit einer Beobachtung festzuhalten.

Die größte medizinische Leistung von Abraham Bäck, der am 15. März 1795 in Stockholm starb, war indes mit seinem Amt an der Wissenschaftsakademie verbunden, denn hier hatte er die Möglichkeit die gesamte medizinische Entwicklung zu beeinflussen und seine Erfahrungen im Ausland anzuwenden. Bäck setzte sich vor allem dafür ein ein Krankenhaus zu schaffen mit dem er mehrere Ziele auf einmal vereinen konnte. Zum einen konnten dort Chirurgen und Ärzte zusammenarbeiten, was bis dahin undenkbar war, zum anderen vereinfachte ein Krankenhaus auch die Ausbildung von Ärzten auf Grund der Erfahrungen, die die Studenten dort sammeln konnten. Mit Hilfe seines Freundes Carl von Linné legte Bäck zusätzlich einen Garten mit Medizinalpflanzen an, so dass sich Medikamente in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses befanden.


15. März 1568: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
15. März 1568: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
15. März 1724: Anders af Botin und die Geschichtsschreibung Schwedens
15. März 1794: Die Schriftstellerin Anna Fredrika Ehrenborg
15. März 1821: Abraham Niclas Edelcrantz, der Skalde des Königs Gustav III.
15. März 1850: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
15. März 1907: Zarah Leander, eine Karriere in Deutschland
15. März 1931: Unterwegs auf dem Göta Kanal
15. März 1935: Johan Ramstedt, eine Notlösung als Ministerpräsident 
15. März 1938: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden
15. März 1981: Die schwedische Sängerin Veronica Maggio 
15. März 1999: Der erste Nachrichtenkanal Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 5. Mai 2017

Der schwedische Künstler Olof Arenius

Olof Arenius kam am 16. Dezember 1700 als Sohn eines Priesters in Bro im Uppland zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife ein Theologiestudium an der Universität Uppsala, ging jedoch bereits nach kurzer Zeit an der Universität zur Kunst über und wurde ein Schüler des Hofmalers David von Krafft. Bereits gegen 1725 öffnete der Künstler dann ein eigenes Atelier, entschied sich jedoch 1729 in die Niederlande und nach England zu gehen um seine Kenntnisse zu perfektionieren. Erst 1736 kehrte Arenius anschließend wieder zurück nach Schweden und wurde noch im gleichen Jahr zum Hofmaler des Königs Fredrik I. ernannt.

Mit der Ernennung zum Hofmaler und seinen Kenntnissen in der Pastellmalerei gelang es Olof Arenius in kürzester Zeit zu einem der bedeutendsten Porträtmaler Schwedens zu werden, was auch dazu führte, dass Arenius ab etwa 1740 Lehrer an der Ritarakademi (Zeichenakademie) in Stockholm wurde und neben seinem Auftrag als Porträtmaler auch mit zahlreichen Restaurationen beauftragt wurde. Seit seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete Olof Arenius, der am 5. Mai 1766 starb, ausschließlich in Stockholm.

Der Erfolg des Künstlers Olof Arenius als Porträtmaler lag vor allem daran, dass er sich von den barocken Darstellungen seiner Zeitgenossen abgewandt hatte und in der Lage war den tatsächlichen Charakter einer Person in seinen Gemälden festzuhalten, was vor allem von den Adeligen jener Zeit sehr geschätzt war. Zum anderen hatte um diese Zeit Gustav Lundberg die Pastellmalerei modern gemacht und Arenius gehörte, dank seiner Auslandsaufenthalte, zu den wenigen Malern Schwedens, die diese Technik beherrschten. Ab den 50er Jahren kam hinzu, dass Arenius in der Gunst von Königin Lovisa Ulrika stand und daher zahlreiche Gemälde des Schlosses Drottningholm restaurieren durfte, was ihm zu beträchtlichen Einnahmen verhalf.


5. Mai 1745: Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler
5. Mai 1787: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
5. Mai 1816: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
5. Mai 1846: Der schwedische Erfinder Lars Magnus Ericsson
5. Mai 1862: Carl August Adlersparre, vom Dichter zum politischen Schriftsteller
5. Mai 1912: Die Olympischen Spiele in Stockholm
5. Mai 1939: Schweden und die Rechte der Frau
5. Mai 1945: Lars-Inge Svartenbrandt, genannt Svarten
5. Mai 1984: Herreys, Schwedens erste Boyband, gewinnt den ESC
5. Mai 2013: Eine historische Eisenbahnlinie auf Gotland

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 21. November 2016

Der Politiker und Generalmajor Thure Gustaf Rudbeck

Thure Gustaf Rudbeck kam am 21. November 1714 als Sohn eines Militärs in Västerberga im Uppland zur Welt, wurde jedoch, da sein Vater bereits zwei Jahre nach der Geburt des Jungen starb, von seinem Großvater, dem Sprach- und Naturwissenschaftler Olof Rudbeck, erzogen. Nach einigen Jahren an der Universität Uppsala gab Rudbeck jedoch sein Studium ohne jeden Abschluss auf um 1731 eine militärische Laufbahn zu beginnen. Acht Jahre später machte Rudbeck seine Offiziersprüfung und schon 1742 zeigte er seine militärischen Fähigkeiten bei der Verteidigung Ålands während des Finnischen Krieges und wurde daher wenig später zum Leutnant ernannt.

Nach seinem Erfolg in Åland ging Thure Gustaf Rudbeck nach Stockholm, genau zu jener Zeit als die Dalkalarna die schwedische Hauptstadt besetzten. Hier gelang es ihm während der drei Tage dauernden Besetzung die Brücke nach Riddarholm, wo sich die Königsfamilie befand, gegen die Eindringlinge zu verteidigen. Zum Dank dafür erhielt er von König Fredrik I. (Friedrich I.) nicht nur eine größere Geldsumme, sondern wurde auch bald darauf zum Major im Regiment Uppland ernannt, und Rudbeck wurde ein Günstling des Königshofes, was ihm einen gewissen Einfluss brachte.

Noch bedeutender für Thure Gustaf Rudbeck waren allerdings die finanziellen Vorteile seines Einflusses und seines Ranges, denn 1757 gelang es ihm dadurch das Schloss Edsberg zu erwerben, das anschließend rund 200 Jahre lang Familienbesitz bleiben sollte. Rudbeck ließ nach dem Kauf die vorhandenen Holzgebäude abreißen um diese durch einen soliden Steinbau zu ersetzen. Auch wenn das Schloss, das heute Sollentuna gehört, bereits 1955 verkauft werden musste, konnten die Erben Rudbecks noch bis 1979 im westlichen Flügel des Schlosses wohnen. Ab den 90er Jahren wurde Schloss Edsberg renoviert und seit 2006 sind einige Teile auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute sind die Nachfahren des Militärs Thure Gustaf Rudbeck, der am 8. Januar 1786 auf Schloss Edberg starb, finanziell wieder in einer ähnlichen Situation wie der Feldherr vor seinem Aufstieg.


21. November 1875: Der schwedische Künstler Gottfrid Larsson
21. November 1921: Die schwedische Sängerin Kristina Nilsson erobert sie Welt
21. November 1928: Esaias Tegnér der Jüngere und die Rechtschreibreform
21. November 2003: The Pirate Bay, ein Feind der Plattenindustrie
21. November 2005: Ein Tag ohne Musik in Schweden
21. November 2014: Das Kulturhaus Väven in Umeå 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Sonntag, 3. April 2016

Die schwedische Hushållningssällskapet

Bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts erwachte in Schweden das politische Interesse die schwedische Landwirtschaft zu verbessern, aber auch allgemein das Leben auf dem Land auf ein höheres Niveau zu bringen. Aus diesem Grund wurden mehrere Organisationen ins Leben gerufen, und 1742 befahl König Fredrik I. die Einrichtung entsprechender Ämter in den Regionen. Allerdings waren die Ergebnisse gering und ein Amt nach dem anderen beendete  seine Aktivität. 1769 wurde dann von Gustav III. die Patriotiska Sällskapet gegründet, die das gleiche Ziel hatte und landesweit zu arbeiten begann, aber ebenfalls nach bereits drei Jahren ihre Aktivität wieder aufgab.

Die Wende kam am 3. April 1791, als auf Gotland, ebenfalls auf die Anregung des Königs Gustav III., die Hushållningssällskapet (Gesellschaft für Haushaltung) gegründet wurde. Da die Arbeit auf Gotland sehr erfolgreich war, wurden in den Folgejahren zahlreiche regionale Gesellschaften gegründet, die den ländlichen Gebieten den Fortschritt bringen wollten und erkannt hatten dass eine Stadt ohne das aktive Land nicht existieren kann. Zu Beginn des 19. Jahrhundert war die Hushållssällskapet in nahezu allen Regionen Schwedens vorhanden. Im Jahre 1950 schloss sich dann auch das Kopparsbergs län als letzte Region Schwedens der Organisation an.

Die Hushållssälskapen haben sich bis heute gehalten und nehmen nun eine Zwischenstellung zwischen dem privaten und dem öffentlichen Bereich ein. Die mittlerweile 18 regionalen Gesellschaften arbeiten weiterhin für die Entwicklung und den Ausbau der ländlichen Gegenden und bieten in diesem Rahmen insbesondere Ausbildungen zu allen Fragen zwischen Energieeinsparung, Erlebnistourismus und der Haltung von Haustieren. Der Einfluss der Organisation Hushållssälskap ist indes relativ gering, da wichtige Entscheidungen auf rein politischem Niveau getroffen werden und die Organisation daher in vielen Bereichen nur eine ratgebende Funktion hat.


3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
3. April 1756: Der schwedische Hofdichter Carl Gustaf af Leopold
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
3. April 1823: Erik Johan Stagnelius, der Aussenseiter unter den Dichtern
3. April 1868: Der schwedische Komponist Franz Berwald
3. April 1918: Olof Palme stirbt durch die Kugel eines unbekannten Schützen
3. April 1927: Maria Sandel, die erste Arbeiterschriftstellerin Schwedens
3. April 1945: Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen
3. April 1952: Albin Hagström und das schwedische Akkordeon 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 1. September 2015

Der Malmö recess, das Ende des Befreiungskrieges

Auch wenn der sogenannte Malmö recess (Vertrag von Malmö) vom 1. September 1524 nie ratifiziert wurde und Schweden dieses Abkommen damals sogar als Verlust betrachtete, so änderte das geplante Abkommen die schwedische Geschichte auf nachhaltige Weise, denn das Treffen zwischen dem neu ernannten schwedischen König Gustav Vasa und dem neu gekrönten dänisch-norwegischen König Fredrik I. beendete den Freiheitskrieg Gustav Vasas, der durch das Abkommen international als König Schwedens anerkannt wurde und der recess setzte den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Nachbarreichen ein Ende.

Gustav Vasa war zu den Verhandlungen zum Malmö recess persönlich, wenn auch im Beisein einiger wichtiger Geiseln, nach Dänemark gekommen, obwohl vereinbart war, dass Vertreter der Hanse aus Lübeck über den Zwist zwischen Schweden und Dänemark entscheiden sollten. Noch in Malmö musste der schwedische König dann offiziell auf seinen Anspruch auf Skåne (Schonen) verzichten und sich aus Schweden und Gotland zurückziehen, aber noch war die Zukunft des Bohuslän und auch die Zukunft Gotlands in den Händen der Hanse, die allerdings kaum neutral betrachtet werden konnte, da Dänemark schließlich die Schiffsrouten längs der schwedischen Süd- und Ostküste beherrschte, die für den Handel der Hanse unumgänglich waren.

Auch wenn Lübeck nie zu einem Schiedsspruch kam und Gustav Vasa nach dem Vertrag nach wie vor nicht über das gesamte heutige Schweden regieren durfte, so hatte der schwedische König mit dem Vertrag von Malmö (Malmö recess) zwei wichtige Punkte besiegelt, denn Fredrik I, verzichtete auf Stockholm und einen Krieg mit Schweden und es war Gustav Vasa ebenfalls gelungen die Union von Kalmar (Kalmarunionen) zu beendet, was seine Stellung in Schweden maßgeblich verbesserte. Die große Vereinigung Schwedens sollte Gustav Vasa allerdings nicht mehr erleben, denn erst der Frieden von Roskilde und der Malmö recess des Jahres 1662 vereinten auch Skåne und Blekinge endgültig mit Schweden.


1. September 1145: Die Kathedrale in Lund wird eingeweiht
1. September 1526: Katarina Jagellonica, Königin von Schweden
1. September 1625: Ein Großbrand in Stockholm ändert die Stadtplanung
1. September 1736: Schweden und Sveriges rikes lag, Grundlagen der Gesetze
1. September 1882: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm
1. September 1913: Anders Bjurholm und die schwedischen Bierflaschen
1. September 1958: Keith Cederholm und der Aufreißermord in Malmö
1. September 1971: Gunnel Linde und der Kinderhilfsverein BRIS
1. September 1977: Umweltskandal in Skåne

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 25. März 2014

Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau

Als Fredrik I. am 25. März 1751 im Alter von 74 Jahren starb, hatte er 31 Jahre lang, zumindest offiziell, Schweden regiert und war, nach August Strindberg, der schlechteste König, den Schweden je hatte, da er weder die Sprache des Landes sprach noch sich um die Angelegeneheiten des Landes kümmerte, sondern nur an sich selbst dachte, eine Meinung, die von sehr vielen Geschichtswirssenchaftlern getragen wird, denn der deutschstämmige König liess sich von mehreren Seiten manipulieren und hatte an Liebhaberinnen mehr interesse als der schwedischen Staatsführung.

Dass der am 18. April 1676 im Hessen geborene Fredrik I., auch als Friedrich I. bekannt, überhaupt schwedischer König wurde, lag an einem deutlichen Kalkül, denn als er 1705 Witwer wurde, hielt er nahezu unmittelbar um die Hand von Ulrika Eleonora an, die die offizielle Thronfolgerin von Karl XII. war. Im November 1718 kam Ulrika Elenora auf den Thron, liess sich jedoch davon überzeugen knapp zwei Jahre später zu Gunsten Ihres Ehemannes abzutreten, der bis dahin einen sehr positiven Eindruck auf die Schweden gemacht hatte. Durch diesen Schritt hätte das Fürstenhaus Brabant die gesamte Königslinie gestellt, was lediglich daran scheiterte, dass der König keine offiziellen Erben mit Ulrika Eleonora bekam.

Während das schwedische Volk anfangs die Fähigkeiten und die Energie von Fredrik I. bewunderte, wuchsen die Zweifel bereits ein Jahr nach der Krönung, denn der Frieden von Neustadt (Freden i Nystad) war alles andere als günstig für Schweden und als der König dann auch noch grosse Gebiete an Deutschland und Russland abtrat, stand er sehr niedrig in der Gunst des Volkes. Gewissermassen führte das Machtstrebens Fredrik I. dazu, dass er mehr und mehr entmachtet wurde und der Parlamentarismus der Stände die Oberhand gewann. Der König glich die Entmachtung mit zahlreichen Maitressen aus, unter denen vor allem zwei Frauen eine grössere Rolle spielten, nämlich Hedvig Taube und später Catarina Ebba Horn.


25. März: Der Waffeltag in Schweden 
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original 
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden 
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
25. März 2012: Der schwedische Spion Bertil Ströberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. November 2011

Ulrika Eleonora wird nach dem Tod von Karl XII. Königin von Schweden

Am 24. November 1741 starb Ulrika Eleonora, die von 1718 bis 1720 Königin von Schweden war, an Pocken. Ulrika Eleonora folgte 1718 ihrem Bruder, Karl XII., auf den Thron, nachdem dieser bei einem Gefecht getötet worden war. Als Ulrika Eleonora den Thron bestieg, war sie seit drei Jahren mit Friedrich von Hessen-Kassel verheiratet, der nach ihrem mehr oder weniger erzwungenen Abdanken im Jahre 1720 zum König Schwedens wurde.

Bereits zu Beginn 1713 wollte der damalige König Karl XII. seine Schwester Ulrika Eleonora, die am 23. Januar 1688 geboren wurde, zur Regentin und Nachfolgerin machen, die ihn während seiner Abwesenheit grundsätzlich vertreten sollte. Arvid Horn, der bis dahin die heimliche Macht Schwedens hatte, arbeitete mit aller Kraft gegen diese Ernennung von Ulrika Eleonora und machte ihr, als er ihre Thronfolge 1918 nicht verhindern konnte, jede Art von Problemen, die ihr eine ausgewogene Regierung unmöglich machte und zu unzähligen internen Machtkämpfen führte.

Als ihr Bruder getötet wurde, ließ sich Ulrika Eleonora unmittelbar als Königin ausrufen indem sie sich auf ihr Erbrecht berief. Als sie dann im folgenden Jahr gekrönt wurde, war die Spalte zwischen ihr und dem Reichstag bereits so bedeutend, dass sie ihre politischen Änderungen, die sie anstrebte, nicht durchsetzen konnte und anerkennen musste, dass es kein Erbrecht im damaligen Königshaus gab. Auch ihr Wunsch mit ihrem Gemahl, nach englischem Muster, gemeinsam regieren zu können wurde kategorisch abgelehnt. In dieser Ausweglosigkeit und mit dem Risiko, dass einer ihrer Feinde zum König gewählt werden konnte, setzte sie am 29. Februar 1720 ihren Mann, Friedrich von Hessen-Kassel (Fredrik I.) als ihren Nachfolger ein und behielt nur noch das Recht den Thron beim Tode ihres Mannes wieder zu übernehmen. Auch wenn Ulrika Eleonora kaum eine Spur in der Entwicklung Schwedens hinterlassen hat, so hob sie 181 Personen in den Adelsstand, mehr als jeder andere Regent Schwedens.

24. November 1944: Die Fähre S/S Hansa wird in der Ostsee versenkt
24. November 1985: Das Lustige Haus in Gröna Lund brennt ab

Copyright: Herbert Kårlin