Posts mit dem Label Helén Nilsson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Helén Nilsson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 20. März 2013

Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

Am 20. März 1989 macht sich Helén Nilsson auf den Weg zu einem Einkaufszentrum in Hörby um dort eine Freundin zu treffen. Als das Mädchen dort nicht auftaucht und am Abend auch nicht nach Hause zurückkehrt, wird allen sehr schnell klar, dass etwas geschehen sein muss. Erst sechs Tage später wird Helén tot aufgefunden und die folgende Obduktion zeigt, dass sie auf brutalste Weise misshandelt und vergewaltigt worden war. Wegen der Schwere des Falles wird unmittelbar alles in die Wege geleitet um den Täter zu finden, was sich jedoch ohne Zeugen als sehr schwierig erweist.

Obwohl die Obduktion beweist, dass Helén Nilsson mehrere Tage lebend in den Händen des Gewalttäters war, kommt die Polizei bei der Suche nach dem Täter nicht weiter und alle, die als verdächtig eingestuft werden oder gar festgenommen werden, erweisen sich als unschuldig. Obwohl die DNA-Technik nicht sehr fortgeschritten war und der Polizei 1989 keine großen Dienste leistete, kamen die Beamten auf die Idee das gefundene Sperma und die anderen Spuren einfrieren zu lassen, was sich 2004 als kluge Entscheidung erwies, denn erst am 24. Juni 2004, 15 Jahre nach der Tat Heléns, konnte der Täter dadurch festgestellt werden.

Die Aufklärung des Mordes an Helén Nilsson im Jahre 2004 war dennoch einem Zufall zu verdanken, denn der Polizistin Monica Olhed wurde bei einem privaten Fest zugetragen, dass sich ein Mann in einer bestimmten Firma um die Mordzeit sehr merkwürdig verhalten habe und damals eigenartige Gerüchte um ihn kreisten. Die Polizistin nahm den Tipp ernst und bei einer Abgleichung der DNA stellte sich heraus, dass Ulf Olsson, der Täter, in diesem Jahr nicht nur die zehnjährige Helén getötet hatte, sonder mit Sicherheit auch die 26-jährige Jannica Ekblad. Auf Grund einer DNA-Beweisführung wurde Olsson erst zu lebenslänglicher Haft verurteilt, die bei der Berufung jedoch in eine Einweisung in die Psychiatrie geändert wurde, wo sich der Täter dann das Leben nahm.


20. März 1413: Landskrona, die Hauptstadt Skånes
20. März 1413: Landskrona wird Stadt und zum Handelszentrum 
20. März 1957: Der schwedische Gitarrist und Sänger Joakim Thåström 

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Donnerstag, 10. Januar 2013

Ein Selbstmord nach dem Helénmord in Schweden

Am 10. Januar 2010 nahm sich Ulf Olsson in seinem Zimmer der rechtspsychiatrischen Klinik in Sundsvall das Leben und hinterließ auf seinem Blog einen öffentlichen Abschiedsbrief in dem er ein letztes Mal beteuerte, dass er unschuldig sei und nichts mit dem sadistischen Sexualmord an der 10-jährigen Helén Nilsson aus Hörby zu tun habe, einem Mord, der bereits im März 1989 stattgefunden hatte.

Helén Nilsson verschwand am 20. März 1989 spurlos als sie gegen Abend eine Freundin treffen wollte. Der grausam zugerichtete Körper des Mädchens wurde sechs Tage später in einen Plastiksack verpackt in einem Hain gefunden. Obwohl die Polizei DNA-Spuren sichern konnte und immer wieder wieder auf einen Verdächtigen stieß und sich auch das Fernsehen um eine Aufklärung des Falls bemühte, konnte man bis 2004 keinen der Verdächtigen an den grausamen Sexualmord binden.

Im Juni 2004 fand die Polizei dann einen Verdächtiges, dessen DNA am Körper des Opfer festgestellt worden war und das Amtsgericht sah die technische Beweisführung als überzeugend an, auch wenn bei diesem Fall noch einige Fragezeichen offen waren und die Polizei ursprünglich zwei Täter suchte. Ulf Olsson wurde daher im April 2005 zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt. Die Richter bei der Berufungsverhandlung kamen zwar zum gleichen Ergebnis, waren jedoch der Meinung, dass Olsson unzurechnungsfähig sei, da er bedeutende psychische Störungen aufwies. Statt im Gefängnis zu bleiben, wurde Ulf Olsson daher nun in der Psychiatrie untergebracht, wo er sich dann 2010 das Leben nahm.


10. Januar 1778: Carl von Linné, der Botaniker Schwedens
10. Januar 1790: Anders Abraham Grafström, ein religiöser Skalde aus Nordschweden

10. Januar 1800: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen 

Copyright: Herbert Kårlin