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Samstag, 20. April 2019

Der Architekt Johan Fredrik Åbom

Johan Fredrik Åbom wurde am 30. Juli 1817 in Stockholm geboren und begann nach einer Maurerlehre und dem Besuch des Technologischen Instituts ein Studium an der Kunstakademie um dort Architektur zu studieren. Nach Abschluss des Studiums gründete Åbom einerseits ein eigenes Architekturbüro, arbeitete jedoch gleichzeitig an Staatsaufträgen, von 1843 bis 1853, unter anderem, für die Gefängnisverwaltung, war also für den Bau sämtlicher Gefängnisse jener Zeit verantwortlich, wobei der Architekt 1852 auch ein staatliches Stipendium für eine Studienreise nach Deutschland erhielt.

Da Johan Fredrik Åbom in ganz Schweden arbeitete und bereit war jede Art von Bau zu verwirklichen, entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts, wobei der Architekt nicht nur Wohnhäuser, Kirchen, Theater, Krankenhäuser und Fabriken baute, sondern auch einige Grabdenkmäler und er der erste Architekt Schwedens war, der für Rörstrand Kachelöfen zeichnete. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Åbom auch zu den Gründern der Stockholmer Bauvereinigung gehörte und den Architekturstil Ende des 19. Jahrhunderts stark prägte und zum königlichen Architekten ernannt wurde.

Einen besonderen Einfluss hatte für Johan Fredrik Åbom seine Arbeit für die Mechanische Werkstatt Bolinder in Stockholm, für die er zwischen 1850 und 1860 arbeitete. Da eine mechanische Werkstatt zu jener Zeit nicht nur für die Industrie arbeitete, sondern auch tägliche Haushaltsgegenstände in Gusseisen schuf, entstanden zahlreiche dieser Gerätschaften auf dem Reißbrett des Architekten. Diese Arbeit wiederum brachte Johan Fredrik Åbom, der am 20. A
pril 1900 starb, auf die Idee auch an gusseisernen Grabmonumenten zu arbeiten. Das Stadtmuseum in Stockholm hat in seinen Archiven sieben dieser Skizzen, die Åbom sogar als Aquarellzeichnungen vorlegte.

20. April 1535: Ein Sonnenphänomen und eine politische Auseinandersetzung
20. April 1794: Johan Henric Kellgren, erster Vorsitzender der Svenska Akademien
20. April 1806: Sara Elisabeth Moraea und Carl von Linné
20. April 1903: Dagmar Edqvist und die selbständige Frau des 20. Jahrhunderts
20. April 1907: Tradition der Majblomman (Maiblume) in Schweden
20. April 1940: Das Bio Roy, einst Bio Royal, in Göteborg
20. April 1947: Björn Skifs, mehr als nur ein schwedischer Sänger
20. April 1956: Beatrice Ask, Justizministerin Schwedens
20. April 1978: Neues Thronfolgegesetz in Schweden
20. April 1993: Der Künstler Ragnar Person

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 25. April 2015

Der Architekt und Erfinder Carl Johan Cronstedt

Carl Johan Cronstedt kam am 25. April 1709 als Sohn eines Hofjunkers in Stockholm zur Welt, was ihm den Zugang zu einer ausgezeichneten Bildung verschaffte. Nach einem ausgedehnten Privatunterricht studierte Cronstedt Architektur mit der Spezialisierung vom Bau von Schlössern und lernte gleichzeitig Mechanik bei Christopher Polhem. Im Dezember 1731 machte der Architekt dann seine erste Studienreise nach Paris und erhielt dort von Duc d'Antin die Genehmigung sämtliche Schlösser und Gartenanlagen zu betreten und zu studieren, was dem jungen Cronstedt auch einen Zugang zum französischen Hof ermöglichte. In Frankreich ging Cronstedt mit den bedeutendsten Architekten und Künstlern der Zeit um und lernte dabei auch die Bildhauerei und die Herstellung von Gipsornamenten, was ihm später eine große Hilfe leistete.

Zurück in Stockholm betätigte sich Carl Johan Cronstedt vor allem als Schlossarchitekt, die ersten Jahre allerdings unter seinem Lehrer Carl Hårleman, dem er erst 1753 als Oberintendant im Schlossbau folgte. Bis zu dieser Zeit arbeitete Cronstedt vor allem nach Ideen und Zeichnungen von Hårleman, zeigte sich jedoch als hervorragender Organisator und Verantwortlicher für sämtliche Bauarbeiter. Welche Arbeiten bis 1753 von Hårleman und welche von Cronstedt stammten, ist sehr schwer zu sagen, da Cronstedt auch nach der Übernahme des Amtes als Oberintendant im Stil seiner Vorgängers weiterarbeitete und seine Aufgaben vor allem in der Restauration und bei Umbauten zu suchen sind.

Auch wenn Carl Johan Cronstedt nie einen eigenen architektonischen Stil entwickelte und seine Bauten immer der französischen Klassik nahe kamen, ergänzt durch den französischen Rokoko-Stil, den Hårleman bereits nach Schweden gebracht hatte, so zeigte sich Cronstedt vor allem als begabter Erfinder, der mehrere landwirtschaftliche Maschinen bedeutend verbesserte. Wirklich bekannt wurde Cronstedt dann jedoch mit der Erfindung eines energiesparenden schwedischen Kachelofens für dessen Entwicklung er 1767 einen Forschungsauftrag erhielt. Cronstedt legte damit die Grundlage für alle späteren Kachelöfen des Landes. Die Energieersparnis war nötig geworden, da Holz, auf Grund der wachsenden Eisenindustrie, eine Mangelware wurde und selbst Adelige nicht mehr genügend Holz erwerben konnten um ihre Wohnungen warm zu halten.


25. April 1744: Anders Celsius und die Celsius-Skala
25. April 1750: Der schwedische Astronom Olof Hjorter
25. April 1887: Der schwedische Künstler Gösta Sandel
25. April 1926: Ellen Key und die kulturelle Frauenbewegung Schwedens
25. April 1926: Ellen Key und die befreite Arbeiterfrau
25. April 1945: Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA
25. April 1981: Anja Pärson, alpine Skiläuferin

Copyright: Herbert Kårlin