Posts mit dem Label Katarina Jagellonica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Katarina Jagellonica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. Januar 2014

Eine späte Beerdigung für Witwenkönigin Gunilla

Königin Gunilla wurde am 25. Juni 1568 geboren und ging auch unter Gunilla Bielke, Gunilla Johansdotter und Gunilla af Åkerö in die Geschichte ein und verdankt ihrem Aufstieg zur Königin im Grunde der Tatsache, dass sie bei Königin Katarina Jagellonica bereits in sehr jungen Jahren Hoffräulein war, denn als Königin Katarina am 16. September 1583 starb und König Johan III. nach einer neuen Königin suchte, fielen seine Augen auf die damals sechzehnjährige Gunilla Johansdotter.

Der Königshof versuchte alles um Johan III. von seiner Wahl abzuhalten und selbst Gunilla Johansdotter sagte bei der Werbung des Königs ein klares Nein. Auf Druck der eigenen Familie musste sie dann jedoch zurückstecken und auch der König ließ sich von niemandem an seiner Wahl hindern. Erst nach der Hochzeit am 21. Februar 1585 und der Krönung am folgenden Tag wurde der Widerstand gegen Königin Gunilla, die in den Augen der Geschwister des Königs, Herzog Karl und vielen anderen, durch ihre gesellschaftliche Herkunft weit unter dem Status lag, der von einer Königin gefordert wurde, für kurze Zeit etwas geringer.

Sehr bald zeigte sich jedoch die Hochzeit als Fehler, denn da Johan III. dem katholischen Glauben folgte und Königin Gunilla den protestantischen stützte, gab es zwischen den beiden Familien extreme Spannungen und da die Königin ihren Einfluss auch noch auf wohltätige Werke, aber auch zur Unterstützung ihrer Familie ausnutzte, war ihre Stellung am Hof bald unbedeutend geworden. Als daher Johan III. am 17. November 1592 starb, versuchte Herzog Karl ihre von ihrem Gemahl vorgesehenen Einkünfte in jeder Weise streitig zu machen. Die Auseinandersetzungen zwischen Herzog Karl und Königin Gunilla setzten bis zu ihrem Tod am 25. Juni 1597 fort, als sie nach sechs Wochen Fieber auf ihrem Schloss Bråborg starb. Und sie führten letztendlich auch dazu, dass Königin Gunilla erst sechs Monate nach ihrem Tod, nämlich am 21. Januar 1598, in der Domkirche in Uppsala beerdigt wurde.


21. Januar 1829: Oscar II. will die Macht des Königs retten 
21. Januar 1893: Gunnar Mascoll Silfverstolpe, der intime Alltagsdichter Schwedens
21. Januar 1972: Rickard Falkvinge, der Gründer der schwedischen Piratenpartei
21. Januar 2002: Der Tod von Fadime Sahindal bewegt Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 30. Dezember 2013

Das Schloss Drottningholm brennt ab

Das Schloss Drottningholm auf Lövön im Mälaren hat seinen Vorgänger bereits im Jahre 1579, als Johan III. an dieser Stelle ein Steinhaus für Königin Katarina Jagellonica planen ließ, auf einem Grund, der Gustav Vasa unter dem Namen Torvesund als königlicher Garten diente. Johann III. nannte dann das für die heutige Zeit relativ bescheidene Gebäude, zu Ehren seiner Ehefrau, Drottningholm.

Drottningholm stand jedoch unter einem schlechten Vorzeichen, denn zum einen brach um diese Zeit die Pest in Stockholm aus, so dass der Bau verzögert wurde, zum anderen bot die katholische Katarina Jagellonica den letzten Katholiken des Landes Zuflucht auf Lövön, was allerdings politisch zu gewissen Spannungen führte. Das Gebäude wurde jedenfalls erst nach dem Tode der Königin fertiggestellt und Johan III. hatte sehr wenig Interesse daran und hielt sich nur sehr selten dort auf. Ab 1592 überließ der König Drottningholm ganz seinem Schicksal.

In der Folgezeit wurden, mit einer Ausnahme, mehrere Königinnen die Besitzerinnen des Schlosses Drottningholm. Als Königin Hedvig Eleonora am 30. Dezember 1661 das Gebäude kaufte, war es von Magnus Gabriel De la Gardie neu renoviert und hatte bereits bedeutende Ausmaße angenommen, denn allein der Turm des Schlosses verfügte über 20 Zimmer. Aber auch Hedvig Eleonora brachte das Schloss nicht viel Glück, denn noch am Tag des Kaufes brannte es bis auf die Grundmauern ab. Die Königin beauftrage unmittelbar nach dem Brand den Architekten Nicodemus Tessin den Älteren ein neues Schloss an der gleichen Stelle zu bauen, das heute existierende Schloss Drottningholm, das seit 1777 Eigentum des schwedischen Staates ist, auch wenn der Südflügel die offizielle Wohnung des aktuellen Königspaares ist.


30. Dezember 1886: Georg Arn, der Architekt, der Örebro seinen Stempel gab 
30. Dezember 1940: Schiffe aus Göteborg müssen eskortiert werden

Copyright: Herbert Kårlin