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Samstag, 19. Oktober 2013

Der schwedische Sänger und Musiker Lars Winnerbäck

Lars Winnerbäck wurde am 19. Oktober 1975 mit dem Familiennamen Nilsson in Stockholm geboren und gehört zu jenen Sängern und Musikern Schwedens, die sich vor allem der schwedischen Sprache bedienen. Wenn man den Sänger mit seiner ruhigen, schüchternen und zurückgezogenen Art sieht, so kann man sich kaum vorstellen, dass er seine musikalische Karriere mit der Punkband Snoddas begann, der von ihm gegründeten Band Hovet zu einem Erfolg verhalf und dass er für seine Musik mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Sehr früh fühlte sich Lars Winnerbäck von der Musik angezogen, auch wenn er wenig von  den Liedern Carl Michael Bellmans hielt und sich ab der Mittelstufe dem Punk zuwand. In der Oberstufe war ihm klar, dass er Musiker werden wollte und er zeigte dies indem er sich für keines der Fächer interessierte, damit er gar nicht erst in Versuchung kam ein Studium zu beginnen. Die Ironie dabei war, dass er nach der Hochschulreife nach Kungälv ging um sich an der Nordiska Folkhögskolan einzuschreiben, der einzigen schwedischen Schule für Volkslieder.  Das Studium dort führte zu seinem Demoband 3486 ord från Lars Winnerbäck mit dem Lied Visan om frukosten.

Bereits Ende der 90er Jahre hatte sich Lars Winnerbäck von jedem musikalischen Vorbild gelöst und seinen eigenen Stil gefunden. Er wusste welche Musiker er für seine Aufnahmen und Tourneen wählen musste und er hatte ein Gefühl für Talente, die vielleicht nicht durch ihn bekannt wurden, denen er jedoch einen sehr großen Aufschwung in ihrer Karriere brachte. Mit die typischsten Beispiele sind Lieder wie Tvivel mit Lisa Ekdahl oder Om du lämmnade mig nu mit Miss Li. Winnerbäck gehört zu den wenigen Künstlern, die 2009 gleichzeitig bei Peace & Love auf drei verschiedenenen Bühnen auftrat und auf vier verschiedenen Bühnen des Hultsfredsfestivalen. Im September des Jahres kam Winnerbäcks bisher letztes Album Hosianna auf den Markt.


19. Oktober 1072: Der deutsche Bischof Egino stirbt in Lund 
19. Oktober 1979: Homosexualität keine Krankheit mehr in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 29. Juli 2013

Die schwedische Sängerin Lisa Ekdahl

Die schwedische Sängerin Lisa Ekdahl kam am 29. Juli 1971 in Stockholm zur Welt, wuchs jedoch in Mariefred auf. Die Neigung zur Musik zeigte sich bereits im Gymnasium in Södertälje, da Ekdahl hier die Musiklinie wählte. Als sie 18 Jahre alt war zog die Sängerin in das nahe Stockholm und ein Jahr später begann sie im Peter Nordahls Jazztrio zu singen und wirkte auf einem Album des politischen Liedermachers Toni Holgersson mit, der unter anderem auch mit Mikael Wiehe und Björn Afzelius arbeitete.

Ihren ersten Schallplattenvertrag erhielt Lisa Ekdahl im Jahre 1994, ein Album bei dem insbesondere ihr Titel vem vet herausragte. Bereits dieses erste Album wurde ein Bestseller und wurde mit drei Grammis belohnt. Schon bei dieser ersten Platte hatte Ekdahl ihren eigenen, sehr persönlichen Stil gefunden, der eine Mischung aus Pop und Jazz ist und dabei die Tradition des schwedischen Volksliedes mit einfließen lässt. Neben schwedischen Liedern schreibt die Sängerin auch zahlreiche englische Titel, die ihr gewissermaßen eine doppelte Karriere ermöglichen.

Lisa Ekdahl gehört zu jenen schwedischen Sängerinnen, die zwar auch im eigenen Land sehr bekannt sind, aber vor allem international eine Bedeutung errungen haben. Für ihr Album Lisa Ekdahl sings Salvadore Poe erhielt Ekdahl selbst in Frankreich eine Goldene Schallplatte überreicht, ein sehr persönliches Album auf dem sie Lieder ihres früheren Ehemannes präsentiert. Lisa Ekdahl überrascht aber auch mit einer anderen Besonderheit, denn sie schuf ihre eigene Aussprache, die zu Beginn als theatralisch bezeichnet wurde, später als originell, aber auch auf ein Hörproblem in ihrer Kindheit zurückführen kann. Allein wegen diesem originellen Einschlag beschäftigten sich selbst Doktoranden mit der Aussprache Lisa Ekdahls.


29. Juli 1806: Uddevalla im Bohuslän brennt nieder
29. Juli 1900: Eyvind Johnson, ein Arbeiter-Literat mit Nobelpreis 

Copyright: Herbert Kårlin