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Samstag, 22. Februar 2014

Bror Emil Hildebrand, der Gründer des Historischen Museums

Bror Emil Hildebrand wurde am 22. Februar 1806 in Madesjö im Småland geboren und hatte sich im Grunde dazu entschlossen die Laufbahn eines Priesters zu ergreifen, denn 1820 schrieb er sich im Alter von 14 Jahren in der theologischen Fakultät der Universität Lund ein. Sehr schnell erkannte Hildebrand jedoch, dass Religionswissenschaft nicht seinen wahren Interessen entsprach und er ging zur Geschichtswissenschaft über, machte 1826 den Magister in Philosophie und nur drei Jahre später wurde er Dozent für Numismatik. Im Jahre 1831 nahm der Wissenschaftler dann eine Stelle beim Münzkabinett in Stockholm an und wenig später wurde er, unter Hans Järta, Kanzleiangestellter im Reichsarchiv.

Die Geschichtsinteressen von Bror Emil Hildebrand waren sehr weitgreifend, denn er begnügte sich nicht mit der rein wissenschaftlichen Laufbahn, der Archivierung von Material und seinen Publikationen, sondern er dehnte seine Aufgabe auch auf die praktische Archäologie aus und nahm an mehreren Ausgrabungen im Västergötland teil. Hildebrand war auch der erste Archäologe Schwedens, der sich an die Königshügel in Uppsala machte und dabei die Ausgrabungen des Hügel Odens leitete, der heute als Östhögen (Osthügel) bezeichnet wird. Erst die Ausgrabung des dritten Hügels übergab Hildebrand dann einem seiner Schüler, zumal nicht zu erwarten war, dass man dort einen wirklich bedeutenden Fund machen würde.

Neben seiner Tätigkeit auf dem Feld und der Lehre, machte sich Bror Emil Hildebrand vor allem verdient durch seinen Einsatz für die geschichtlichen Sammlungen Schwedens, denn 1846 konnte er Gelder einsammeln, die es ihm ermöglichten größere Räume für die historischen Sammlungen zu erhalten und acht Jahre später gelang es ihm sogar für das gesamte Museum einen Platz im Nationalmuseum zu erhalten. Da diese Sammlungen bereits unter Hildebrand immer umfangreicher wurden, war der Platz für die Abteilung „Historisches Museum“ dort jedoch bald zu eng und 1936 wurde der Traum des am 30. August 1884 verstorbenen Historikers erfüllt und die Sammlungen erhielten ein eigenes Gebäude, das Statens Historiska Museum in Stockholm.


22. Februar 1812: Die Künstlerin und Schriftstellerin Emily Nonnen
22. Februar 1832: Christina Charlotta Cederström, eine unveröffentlichte Dichterin 
22. Februar 1979: Umweltskandal in Skåne 
22. Februar 2011: Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 2. Februar 2014

Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand

Auch wenn sich Hans Olof Hildebrand vor allem für die schwedische Geschichte und die Entwicklung Schwedens interessierte, ging er bei seinem Tod am 2. Februar 1913 als einer der bedeutendsten Archäologen in die Geschichte ein, denn Hildebrand, der am 5. April 1842 in Stockholm geboren worden war, hatte die Archäologie mit einer bedeutenden neuen Methode bereichert, der sogenannten Typologie, oft auch als Typographie bezeichnet, also der Klassifikation von Objekten nach ihrer Form und ihrem Material, eine Einteilung, die die Archäologie vollständig revolutionierte.

Das Interesse für Archäologie, Numismatik und schwedische Geschichte wuchs bei Hans Hildebrand bereits während seines Studium an der Universität Uppsala ab 1860, denn bereits in dieser Zeit begann er während der Ferien im staatlichen historischen Museum zu arbeiten und nach seiner Promotion mit Auszeichnung im Jahre 1865 wurde Hildebrand in der königlichen Akademie für Geschichte angestellt um bereits ein Jahr später verantwortlicher Sekretär für die Herausgabe von Abhandlungen zur schwedischen Geschichte zu werden.

Das Gesamtwirken von Hans Hildebrand, der 1895 in die Svenska Akademin aufgenomen wurde, ist bis heute sehr schwer einzustufen, da der Wissenschaftler einer der produktivsten wissenschaftlichen Schriftsteller seiner Zeit war, der sich nahezu mit der gesamten Breite der Wissenschaft auseinandersetzte. Seine Abhandlungen und Werke gehen von der Archäologie und Geschichte bis zur Ethnographie, Sprachwissenschaft und Kunstgeschichte. Auch in diesem Rahmen war Hildebrand seiner Zeit weit voraus, denn bereits 1873 begann er, gemeinsam mit seinem Vater, Zeichnungen aus dem staatlichen Museum als Buch zu bearbeiten um damit die Sammlungen einer breiten Schicht zugänglich zu machen.


2. Februar 1250: König Erik Eriksson, der Lispelnde und Hinkende 
2. Februar 1854: August Bondeson, der Schriftsteller des Volkes 
2. Februar 1911: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
2. Februar 1948: Ture Sventon, der merkwürdigste Privatdetektiv Schwedens
2. Februar 1983: Carolina Klüft und der Siebenkampf
2. Februar 1987: Karin Söder, erste weibliche Vorsitzende einer schwedischen Partie

Copyright: Herbert Kårlin