Posts mit dem Label Propaganda werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Propaganda werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. Juni 2015

Der Forscher und Ethnograph Eric von Rosen

Eric von Rosen kam am 2. Juni 1879 als Sohn des Grafen Carl Gustaf von Rosen und der amerikanischen Millionärin Carlton Moor in Stockholm zur Welt, was ihm gewissermaßen alle Wege öffnete. Von Rosen studierte am Reichsmuseum der schwedischen Hauptstadt  Ethnologie bevor er 1901 an der Expedition Erland Nordenskiölds nach Argentinien und Bolivien teilnahm, diese allerdings auch zum größten Teil finanzierte. Die Sammlungen, die von den dortigen Indianerstämmen kommen, schenkte von Rosen nach seiner Rückkehr dem Reichsmuseum.

Da sich Eric von Rosen keinerlei finanziellen Gedanken machen musste, finanzierte er später weitere Forschungsreisen an denen er selbst teilnahm, schenkte Finnland 1918 ein Thulin-Flugzeug, das die Grundlage für die militärische Luftwaffe wurde und er errichtete auf seinem Gut Rockelsta den ersten staatlich geschützten, jedoch privaten, Naturpark Schwedens. Im Jahre 1929 schenkte von Rosen dem schwedischen Postmuseum auch eine sehr wertvolle Sammlung schwedischer Briefmarken. All dies machte von Rosen zu einer extrem anerkannten Person, dem die höchsten Ehren des Landes zuteil wurden und den Geltungsdrang Rosens befriedigten.

Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs änderte sich in manchen Punkten die Meinung der schwedischen und deutschen Bevölkerung über Eric von Rosen, der am 25. April 1948 in Stockholm starb, da dieser ein enger Freund von Hermann Göring war und dieser nicht nur häufig beim schwedischen Grafen verkehrte, sondern von Rosen seinen Freund auch oft in Deutschland besuchte. Als aktiver Nazi war von Rosen auch der Mitbegründer des Nationalsocialistiska Blocket in Schweden und verherrlichte die deutsche Propaganda. Wie eng die Verbindung zwischen Göring und von Rosen war, konnte bis heute nicht  eindeutig geklärt werden, auch wenn er im Verdacht stand Göring dabei geholfen zu haben jüdisches Diebesgut nach Schweden zu schaffen, was jedoch bei einer Untersuchung im Jahre 1997 nicht bewiesen werden konnte.


2. Juni 1761: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden
2. Juni 1871: Torben Andreas Grut, Schlösser und öffentliche Bauten
2. Juni 1928: Stig Claesson, der unbekannte Schriftsteller Schwedens
2. Juni 1938: Urlaub und Urlaubsanspruch in Schweden
2. Juni 1938: Désirée Silfverschiöld, Prinzessin Désirée von Schweden
2. Juni 1987: Der Sänger Darin Zanyar, bekannt als Darin

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 17. Februar 2015

Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot

Der nationalsozialistische schwedische Politiker Birger Furugård, der in Schweden die Ideen Adolf Hitlers verbreitete und bereits in den 20er Jahren eine enge Verbindung zu den damaligen nationaldemokratischen Politikern Deutschlands pflegte, wollte seinen Anhängern vor den Reichstagswahlen des Jahres 1932 eine besondere Attraktion bieten und in Stockholm Joseph Goebbels als auch Adolf Hitler als Redner präsentieren, die beide enge Verbindungen zu Schweden hatten und seiner Partei in Schweden zum endgültigen Durchbruch verhelfen sollten.

Aber auch wenn viele Schweden diesen Reden entgegensahen und die Mehrheit der Schweden Hitler wegen seines nationalistischen Denkens bewunderten, so lehnte Eric Hallgren, der damalige Polizeimeister Stockholms, am 17. Februar 1931 beide Redner ab, denn Furugård hatte formalistische Fehler bei er Antragsstellung begangen, denn der Schwede hatte einen pauschalen Antrag ohne die notwendigen persönlichen Daten zu Hitler und Goebbels gestellt. Niemand weiß, ob Hallgren dies als Amtsmann entschied oder als Vorwand nahm und zur Gruppe jener Schweden gehörte, die die Gefahr erkannt hatten, die Hitler um diese Zeit bereits bildete und daher die schwedische Bewegung Furugårds so klein wie möglich halten wollte, aber die Absage schwächte auf jeden Fall die Partei Furugårds.

Natürlich änderte dieses Redeverbot nicht die freundschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse zwischen Schweden und Deutschland, denn Goebbels hatte, als Propagandaminister, begonnen mehrere Büros in Schweden einzurichten und Hitler bereitete den massiven Import von schwedischem Eisenerz vor und hatte die Pläne in Schweden auch eine U-Boot-Flotte bauen zu lassen, was ihm in Deutschland durch den Vertrag von Versailles verboten war und ab 1935 tatsächlich in Schweden geschah, neben der Torpedoforschung, die bereits vorher eingeleitet worden war. Dieses freundschaftliche Verhältnis lässt sich auch durch Bildmaterial nachweisen, denn Gustav V. und Prinz Gustaf Adolf besuchten bei ihrer Reise nach Nice, beziehungsweise der Teilnahme an einem sportlichen Ereignis, noch im Jahre 1939 Hermann Göring.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun 
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender 
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes 
17. Februar 1893: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens 
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin