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Mittwoch, 8. Februar 2017

Der Künstler und Mineraloge Gregori Aminoff

Gregori Aminoff kam am 8. Februar 1883 als Sohn eines Generalmajors in Stockholm zur Welt und studierte an der Universität Uppsala insbesondere Mineralogie, ein Fach, für das er sich bereits als Jugendlicher interessiert hatte. Seine Kenntnisse waren bald so umfassend dass er vom Polarforscher Adolf Erik Nordenskiöld freien Zugang zur Mineraliensammlung des Naturhistorischen Reichsmuseums erhielt. Nach seiner Kandidatur in Philosophie entschied sich Amonoff dann jedoch plötzlich Künstler zu werden, lernte malen und schloss sich der Künstlergruppe De Unga an.

In der Kunst zeigte sich Gregori Aminoff ebenso erfolgreich wie der Mineralogie, wobei er eine Zeit lang selbst von Henri Matisse unterrichtet wurde und in Paris, London und Italien unterwegs war. Ab 1909 stellte Aminoff seine Werke nicht nur bei De Unga aus, sondern auch im Herbstsalon in Paris, den Ausstellungen der Kunstakademie und in jenen des Künstlerverbands. Im Jahr 1912 hatte Aminoff dann seine erste eigene Ausstellung in Stockholm bei der er eine sehr große Palette seines Schaffens präsentierte. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete Aminoff plötzlich seine Karriere als Künstler und setzte seine unterbrochenen Studien in Mineralogie und Kristallographie fort.

Vier Jahr später erwarb Gregori Aminoff den Doktorgrad und führte gleichzeitig die Röntgenkristallographie in Schweden ein. 1923 wurde der Wissenschaftler Professor in Mineralogie am Naturhistorischen Reichsmuseum. Das zentrale Forschungsgebiet Aminoffs wurde nun die Symmetrie beweglicher Kristalle, was wiederum dazu führte dass Aminoff auch die Elektronendiffraktion in Schweden einführte. Im Laufe der Jahre hatte der Wissenschaftler auch zahlreiche in Schweden vorkommende Mineralien beschrieben und dabei einige neue entdeckt. Eines dieser Mineralien erhielt zu seinen Ehren auch den Namen Aminoffit.


8. Februar 1782: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala
8. Februar 1878: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
8. Februar 1903: Der schwedische Nationalsozialist Sven Olov Lindholm
8. Februar 1911: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
8. Februar 1914: Die Sozialdemokraten antworten auf die Provokation des Königs
8. Februar 1952: Das Folkets hus (Haus des Volkes) in Göteborg
8. Februar 1966: Carl-Henning William Crafoord bringt den Hiphop nach Schweden
8. Februar 1969: Pippi Langstrumpf wird in Schweden zum Fernseherfolg

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 2. Juni 2015

Der Forscher und Ethnograph Eric von Rosen

Eric von Rosen kam am 2. Juni 1879 als Sohn des Grafen Carl Gustaf von Rosen und der amerikanischen Millionärin Carlton Moor in Stockholm zur Welt, was ihm gewissermaßen alle Wege öffnete. Von Rosen studierte am Reichsmuseum der schwedischen Hauptstadt  Ethnologie bevor er 1901 an der Expedition Erland Nordenskiölds nach Argentinien und Bolivien teilnahm, diese allerdings auch zum größten Teil finanzierte. Die Sammlungen, die von den dortigen Indianerstämmen kommen, schenkte von Rosen nach seiner Rückkehr dem Reichsmuseum.

Da sich Eric von Rosen keinerlei finanziellen Gedanken machen musste, finanzierte er später weitere Forschungsreisen an denen er selbst teilnahm, schenkte Finnland 1918 ein Thulin-Flugzeug, das die Grundlage für die militärische Luftwaffe wurde und er errichtete auf seinem Gut Rockelsta den ersten staatlich geschützten, jedoch privaten, Naturpark Schwedens. Im Jahre 1929 schenkte von Rosen dem schwedischen Postmuseum auch eine sehr wertvolle Sammlung schwedischer Briefmarken. All dies machte von Rosen zu einer extrem anerkannten Person, dem die höchsten Ehren des Landes zuteil wurden und den Geltungsdrang Rosens befriedigten.

Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs änderte sich in manchen Punkten die Meinung der schwedischen und deutschen Bevölkerung über Eric von Rosen, der am 25. April 1948 in Stockholm starb, da dieser ein enger Freund von Hermann Göring war und dieser nicht nur häufig beim schwedischen Grafen verkehrte, sondern von Rosen seinen Freund auch oft in Deutschland besuchte. Als aktiver Nazi war von Rosen auch der Mitbegründer des Nationalsocialistiska Blocket in Schweden und verherrlichte die deutsche Propaganda. Wie eng die Verbindung zwischen Göring und von Rosen war, konnte bis heute nicht  eindeutig geklärt werden, auch wenn er im Verdacht stand Göring dabei geholfen zu haben jüdisches Diebesgut nach Schweden zu schaffen, was jedoch bei einer Untersuchung im Jahre 1997 nicht bewiesen werden konnte.


2. Juni 1761: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden
2. Juni 1871: Torben Andreas Grut, Schlösser und öffentliche Bauten
2. Juni 1928: Stig Claesson, der unbekannte Schriftsteller Schwedens
2. Juni 1938: Urlaub und Urlaubsanspruch in Schweden
2. Juni 1938: Désirée Silfverschiöld, Prinzessin Désirée von Schweden
2. Juni 1987: Der Sänger Darin Zanyar, bekannt als Darin

Copyright: Herbert Kårlin

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