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Montag, 30. Januar 2017

Der schwedische Ministerpräsident Olof Palme

Olof Palme kam am 30. Januar 1927 als Sohn eines Versicherungsdirektors in der Stockholmer Nobelgegend Östermalm zur Welt uind erhielt daher auch von den jüngsten Jahren an eine ausgezeichnete Ausbildung. Man sagt, dass bereits der vierjährige Palme mit seinem Kindermädchen Französisch sprach, mit seiner Mutter Deutsch und seinen Geschwistern Schwedisch. Mit sieben Jahren begann Palme seine Schulbildung mit der zweiten Klasse des Beskowska Schule und als er zehn Jahre alt war, begann er mit dem Gymnasium. Nach der Hochschulreife im Jahre 1944 begann Palme für das Svenska Dagbladet zu schreiben und machte einen vierjährigen Militärdienst bevor er in den USA seine Studien begann. Als Olof Palme 1951 nach Schweden zurückkehrte, schrieb er sich an der Universität Stockholm ein um dort Jura zu studieren, parallele hierzu setzte er jedoch auch seine militärische Karriere fort und 1956 wurde er Leutnant der Kavallerie.

Obwohl Olof Palme in der bürgerlichen Schicht Schwedens aufgewachsen war, wurde er ab den 50er Jahren bei den Sozialdemokraten politisch aktiv. Nach eigenen Aussagen hatten ihn drei Ereignisse von der Politik der bürgerlichen Parteien entfernt. Zum einen die Steuerdebatten im Jahre 1947, zum anderen sein Aufenthalt in den USA, als der Politiker mit den Klassenunterschieden konfrontiert wurde, und zum dritten eine Asienreise im Jahre 1953, als Palme die Folgen des Kolonialismus mit eigenen Augen gesehen hatte. Olof Palme vertrat daher die Sozialdemokraten an 1958 im Parlament und hatte unter Ministerpräsident Tage Erlander auch mehrere bedeutende politischen Aufgaben. Dieser politische Wandel und die elitäre Herkunft Palmes ist nahezu einmalig in der schwedischen Politik und verhalf dem Politiker sicher auch teilweise zu seinem besonderen Ruf, nicht zuletzt deshalb, weil er als Nicht-Arbeiter der Politik Schwedens teilweise auch eine andere Richtung geben konnte.

Am 1. Oktober 1969 wurde Olof Palme zum Parteivorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt und am nur zwei Wochen später wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt. Bereits während seiner ersten Phase als Ministerpräsident zeigte sich Palme mit einer deutlichen sozialistischen Linie, denn er kritisierte die USA auf Grund des Vietnamkrieges, er erreichte ein Mitbestimmungsrecht der Arbeiter und er schwächte den Einfluss der Monarchie, da er dem König jeden Einfluss bei Regierungsbildungen nahm. Aber auch während seiner zweiten Phase als Ministerpräsident konnte Palme die schwedische Politik sehr deutlich prägen, auch wenn er sich nun mehr in der Verteidigung seiner Ideologie sehen musste, denn die bürgerlichen Parteien zeigten seine Verhandlungsbereitschaft mit der Sowjetunion als Schwäche und seine Kritik an Israel auf Grund des Palästina-Konflikts  wurden nicht als Friedensgedanke betrachtet, sondern als Angriff auf Israel. Die Israelkritik Palmes wird heute von der schwedischen Außenministerin Margot Wallström weitergeführt, wenn auch weitaus aggressiver als durch Palme. Olof Palme wurde am 28. Februar 1986 in Stockholm ermordet.


30. Januar 1658: Über das Eis und den Großen Belt zum Frieden von Roskilde
30. Januar 1716: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
30. Januar 1813: Adam Smedberg und die Erweckungsbewegung in Närke
30. Januar 1896: Die schwedische Internatsschule Lundsberg
30. Januar 1941: Erik Lindorm, ein Anarchist wird zum Schriftsteller
30. Januar 1945: Die größte menschliche Katastrophe auf der Ostsee
30. Januar 1982: Tora Dahl, die Bewältigung einer unehelichen Geburt
30. Januar 2009: Ingo (Ingemar Johansson) wird Weltmeister im Schwergewicht

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 29. Januar 2017

Der grüne Politiker Birger Schlaug

Birger Schlaug kam am 29. Januar 1949 in Stockholm zur Welt und gibt aus seiner Vergangenheit sehr wenig preis, obwohl er über Presseartikel in den unterschiedlichsten Zeitungen und Zeitschriften seit Mitte der 80er Jahre einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaftsdebatte Schwedens leistet, als Buchautor aktiv ist und, vor allem während der letzten 20 Jahre, durch Vorträge Meinungsbildung betreibt und vor allem die Werke Elin Wägners diskutiert und in die Gegenwartsdebatte einzuflechten weiß.

Auch wenn Birger Schlaug heute kein politisches Amt mehr ausübt, so war er von 1985 bis 1988 und von 1992 bis 2000 der Vorsitzende der Grünen Schwedens und arbeitete in diesem Rahmen vor allem mit Klimafragen und zeigte sich als deutlicher Gegner der Kernkraft, zwei Themen, über die er auch zahlreiche Artikel und auch Bücher veröffentlichte. Schlaug gehört damit zu jenen Personen, die den tatsächlichen Grundstock der Grünen (Miljöpartiet) schufen und die wichtigsten Fragen der Partei in die öffentliche Diskussion brachten.

Heute versuchen die Grünen Schwedens Birger Schlaug, der auch Mitbesitzer der Firma ProVoka ist, die in der Meinungsbildung und Kommunikationsausbildung aktiv ist, möglichst zu verschweigen, denn der ehemalige Politiker gehört mit zu den bedeutendsten Kritikern der aktuellen Entwicklung der Grünen und sieht vor allem in den Handlungen der Führungsschicht der Partei einen Verrat der Grundideen einer grünen Alternative, Meinungen, die er auch häufig in Fernsehgesprächen ausdrückt, was natürlich auch dazu führt dass Teile der Grünen und auch die Bevölkerung das Vertrauen in die grüne Politik der Partei verlieren.


29. Januar 1688: Emanuel Swedenborg, der große Mystiker Schwedens 
29. Januar 1850: Der Yrvädertisdagen in Schweden
29. Januar 1884: Der schwedische Ministerpräsident Rickard Sandler 
29. Januar 1904: Stockholm erhält das erste dauerhafte Kino 
29. Januar 1919: Der schwedische Künstler Richard Bergh
29. Januar 1920: Der schwedische Architekt Peter Celsing
29. Januar 1938: Das Skattefjällsmålet und das Recht der Samen
29. Januar 1990: Schwedische Banken schließen ihre Schalter 
29. Januar 1993: Die schwedische Schauspielerin Eva Britt Remaeus 
29. Januar 2008: Der schwedische Künstler Bengt Lindström

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 16. November 2016

Der schwedische Ministerpräsident Edvard Carleson

Edvard Carleson wurde am 16. November 1820 als Sohn eines Oberleutnants in Valstad im Östergötland geboren und war, vor der Staatsreform im Jahre 1876, der vorletzte Politiker Schwedens der den Titel Justitiestatsminister trug und damit gleichzeitig Ministerpräsident, Justizminister und Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs war. Bereits sein Nachfolger, Louis De Geer der Ältere war nur kurze Zeit noch Justitiestatsminister um dann 1876 vom König als Ministerpräsident eingesetzt zu werden. Edvard Carleson war daher während seiner kurzen Amtszeit, nach dem König natürlich, die wichtigste Person Schwedens.

Edvard Carleson studierte Jura an der Universität Uppala um unmittelbar danach eine Karriere am Svea Oberlandesgericht zu beginnen, wo er auch ab 1860 zum Richter ernannt wurde. Carleson verkehrte in diesen Jahren vor allem in liberalen Kreisen und war ein Fürsprecher der Religionsfreiheit  und der feien Wirtschaft, die die Macht und den Einfluss Schwedens stärken sollten. Der politische Einfluss Carlesons war indes bis 1875 relativ eingeschränkt, auch wenn er als Adeliger und Ritter bereits ab 1850 im Reichstag vertreten war. 1875 wurde Carleson dann von Oscar II. zum Justitiestatsminister ernannt und stand an der Spitze der Macht in Schweden.

Warum Oscar II. ausgerechnet Edvard Carleson dieses Amt anvertraute, lag vermutlich an seiner liberalen Einstellung und der Hoffnung des Königs dass dieser dadurch positiv auf das Volk einwirken könne, denn die Zeit war turbulent, da die Industrialisierung des Landes auch zur Armut führte, die Arbeiterbewegung wuchs und Schweden zudem in eine finanzielle Krise geriet. Sehr schnell zeigte sich jedoch dass Carleson der Aufgabe nicht gewachsen war und ein stärker Politiker nötig war um Schweden aus der Tiefphase zu führen. Bereits am 11. Mai 1875 setzte der König daher Louis De Geer als Nachfolger Carlesons ein. Edvard Carleson kehrte zurück zu seinem Amt als Richter und starb am 1. April 1884 in Stockholm.


16. November 1779: Pehr Kalm, ein Apostel des Botanikers Carl von Linné
16. November 1785: Johan Gottschalk Wallerius und die schwedische Landwirtschaft
16. November 1901: Die Nobelbibliothek der Schwedischen Akademie
16. November 1912: Volksbildung wird in Schweden zur Arbeiterbewegung
16. November 1940: Albert Engström, Humor als Ausdrucksmöglichkeit
16. November 1944: Expressen, die Zeitung gegen den Nationalsozialismus
16. November 1969: Die heutige Jakobskirche in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 22. Februar 2016

Russische Bomben fallen auf Stockholm und Strängnäs

Am Abend des 22. Februar 1944 vernahmen die Bewohner in Stockholm und Strängnäs plötzlich lautes Fluggeräusch war, und wenig später fielen dann die ersten Bomben auf die nicht verdunkelten Städte. Wie sich später zeigte, hatten in dieser Nacht russische Bomber ihre Last nicht nur über Finnland abgeworfen, sondern auch über Schweden, wobei diese Last in Strängnäs sehr nahe der Kasernen abgeworfen wurde und in Stockholm mehrere Gebiete davon betroffen waren. Der Angriff kam ohne jede Vorwarnung und ohne dass Schweden offiziell in den Zweiten Weltkrieg eingetreten war.

Nach offiziellen Angaben war in dieser Nacht ein Luftangriff auf das finnische Åbo (Turku) geplant, wobei 220 russische Flugzeuge nach Finnland geschickt wurden und der massive Angriff Finnland zu einem Friedensvertrag mit der Sowjetunion zwingen sollte. Obwohl an diesem Tag ausgezeichnetes Flugwetter herrschte, hatten einige der Flugzeuge Schwierigkeit mit der Navigation und kehrten kurz nach dem Start wieder nach Leningrad zurück. Nach ebenfalls offiziellen Angaben hatten auch die anderen Bomber Schwierigkeiten ihre Route zu halten, was wiederum dazu führte, dass nicht nur Åbo, sondern mehrere Teile Finnlands, aber auch Åland und ein Teil Schwedens bombardiert wurden.

Bis heute ist nicht klar was die Ursache für die Bombardierung von Stockholm und von Strängnäs war und ob sie absichtlich oder versehentlich geschah. Die russische Seite behauptete in jedem Fall dass die mit kyrillischen Zeichen versehenen Bomben nicht aus Russland stammten, da nie ein russisches Flugzeug über Schweden war. Von schwedischer Seite gibt es bis heute mehrere Theorien, denn der Angriff kann auch eine Warnung gewesen sein um zu verhindern dass man von Stockholm aus deutsche Truppen nach Finnland reisen lässt, es war möglich dass man damit die Freilassung eines russischen Spions, der in Schweden gefangen genommen worden war, erwirkt werden sollte, und auch Navigationsprobleme können nicht ausgeschlossen, obwohl allen russischen Piloten bekannt war, dass in Finnland ein Verdunklungsgesetz bestand, Stockholm und Strängnäs jedoch voll beleuchtet waren.

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Mittwoch, 27. Januar 2016

Dagmar Hagelin verschwindet in Buenos Aires spurlos

Als Dagmar Hagelin, die väterlicherseits Schwedin und mütterlicherseits Argentinierin war, am 27. Januar 1977 während einer Reise nach Argentinien eine Freundin besuchen wollte, verschwand die 17-jährige wie vom Erdboden und teilte damit das Schicksal von rund 30.000 anderen Personen, die in nur wenigen Jahren in Argentinien verschwanden, teilweise, weil sie in Widerstandsbewegungen aktiv waren, teilweise, weil sie sich zum falschen Moment am falschen Platz befanden. Jede Suche nach Hagelin war vergeblich und selbst die schwedische Botschaft wurde von der Sicherheitspolizei Argentiniens nicht über den Verbleib der jungen Frau informiert.

Dagmar Hagelin hatte das Pech dass ihre Freundin, die sie besuchen wollte, als Widerstandskämpferin registriert war und das Militär um diese Zeit nach einer hellhäutigen Frontfigur der Bewegung suchte. Als sie die junge Schwedin sahen, gab es für sie kein Zweifel dass es sich um die Kämpferin handelte und da sie sich zudem in einem Haus befand, das gerade gestürmt wurde, ist nahezu sicher dass man Dagmar Hagelin unmittelbar in eines der Foltergefängnisse brachte in denen alle gestanden oder ohne Geständnis umgebracht wurden. Aber all dies konnte man erst nach Ende der Militärdiktatur aus vorher geheimen Dokumenten entnehmen, wie auch den Namen des Täters: Alfredo Astiz.

Vieles über das Schicksal von Dagmar Hagelin kann man nur zwischen den Zeilen lesen und ihre Geschichte ist, auch nach Veröffentlichung zahlreicher Dokumente, nur eine Zusammenstellung von Zeugenaussagen und Vermutungen. So soll Hagelin beim Stürmen des Hauses am Kopf verletzt werden sein und anschließend in der Krankenstube des argentinischen Torturzentrums ESMA gesehen worden sein. Später verschwand sie aus ESMA und maximal zwei Monate später wurde sie, mit vielen anderen Verdächtigen, vermutlich ermordet. Nach mehreren Menschenrechtsgruppen wurde Dagmar Hagelin mit einem Narkosemittel eingeschläfert und dann lebend aus einem Herculesflugzeug in die Mündung des Rio de la Plata geworfen. Ihr Vater sucht noch heute die Geschichte seiner verschwundenen Tochter. Astiz wurde 2011 für den Mord an fünf Personen, unter anderem an Hagelin, zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

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Samstag, 23. Januar 2016

Der schwedische Gewerkschaftsbund Kommunal

Am 23. Januar 1910 wurde innerhalb des schwedischen Gewerkschaftsbunds LO der Gewerkschaftsbund Kommunal gegründet, der Svenska Kommunalarbetarförbundet, der sich um die Angelegenheiten der Angestellten und Arbeiter bei Gemeinden kümmert. Kommunal vertritt heute rund 500.000 Beschäftige, die nicht nur im öffentlichen Dienst arbeiten, sondern auch in Kirchengemeinden, bei Kooperativen, der Landwirtschaft und einigen Privatunternehmen im Pflege- und Gesundheitsdienst aktiv sind. Dies erklärt auch, dass rund 80 Prozent der Mitglieder weiblich sind.

Die Geschichte des Gewerkschaftsbunds Kommunal geht allerdings bereits auf das Jahr 1884 zurück, als in Malmö eine Gewerkschaft für Hafenarbeiter und Beschäftigte der Stadt gegründet wurde, die der Start für mehrere weitere Gewerkschaften war, die von unterschiedlichen Gruppen des öffentlichen Dienstes und im ganzen Land gegründet wurden. Ab 1903 begann zwischen den verschiedenen Gewerkschaften kommunaler Angestellter und Arbeiter in Stockholm eine Zusammenarbeit, was nur zwei Jahre später auch zu einem ersten Streik im öffentlichen Dienst führte.

Ach wenn sich Kommunal offiziell für die Gleichsetzung am Arbeitsplatz einsetzt und fordert dass alle kommunalen Angestellten, unabhängig des Geschlechts, der Herkunft oder der religiösen Zugehörigkeit, gleich behandelt werden müssen, zeigte sich unter Annelie Nordström, die 2010 zur Vorsitzenden des  Svenska Kommunalarbetarförbundet gewählt wurde, ein Niedergang des Gewerkschaftsbundes, der 2016 den Höhepunkt erreichte als in einem Festlokal, das Kommunal gehört, unerlaubt Alkohol ausgeschenkt und Striptease vorgeführt wurde. Nur wenig später wurde auch bekannt dass Gewerkschaftsführer und Spitzenpolitiker wie Margot Wallström von Kommunal günstig zentrale Wohnungen in Stockholm bekamen ohne Schlange stehen zu müssen. Mitte Januar 2016 gab Nordström  dann bekannt, dass sie im Mai des Jahres zurücktreten wird.

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Donnerstag, 7. Januar 2016

Salz wird in Schweden als Mangelware rationalisiert

Da Schweden während des Zweiten Weltkriegs immer weniger Waren importieren konnte, traten bereits 1940 die ersten Rationierungen in Kraft, wobei es sich bei den ersten Waren mit Beschränkungen um Tee und Kaffee handelte. Nur wenige Wochen später wurde, auf Grund der deutschen Okkupation von Dänemark und Norwegen, auch Zucker rationiert. Allerdings waren diese Schritte noch vorhersehbar, denn bereits im Oktober 1939 hatten die schwedischen Haushalte Rationierungskarten erhalten, so dass sie auch noch Zeit für einige Hamsterkäufe hatten bevor das Problem wirklich eintrat.

Salz war das letzte Produkt, das in Schweden ab dem 7. Januar 1945 nur noch gegen Rationierungskarten ausgegeben wurden, da um diese Zeit selbst dieses Produkt nahezu ganz aus den Regalen der Händler verschwunden war. Eines der wenigen Produkte, die in Schweden während des gesamten Zweiten Weltkriegs unbegrenzt zur Verfügung standen, war Milch, da diese in Schweden in ausreichender Menge produziert wurde, was heute nicht mehr der Fall wäre. Allerdings wurde um diese Zeit kaum noch Butter, Käse oder Sahne aus der Milch gewonnen, so dass verarbeitete Produkte dennoch rationiert waren.

Eine gewisse Sonderrolle nahm die Rationierung von Kleidung in Schweden ein, denn als sich im Herbst 1941 verbreitete dass Kleidung nur noch gegen Rationierungskarten ausgegeben werden sollte, kam es zu enormen Hamsterkäufen die die Geschäfte des ganzen Landes nahezu komplett leerten. Als dann der Verkauf am Jahresende tatsächlich beschränkt wurde, hatte nahezu jeder Haushalt so viel Kleidung in den Schränken, dass man mit der zum Kauf erlaubten Menge sehr gut zurecht kam. In Schweden gab es allerdings nicht nur Rationierungskarten für den Einkauf in Lebensmittelläden, sondern auch für Restaurantbesuche, denn auch hier erhielt man Fett, Eier oder andere Produkte  nur gegen diese Karten.

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Dienstag, 5. Januar 2016

Die schwedischen Internierungslager ab 1943

Bereits ab 1939 entstanden in Schweden Arbeitslager in denen Personen, die eine zu kritische Einstellung zum Nazideutschland hatten, in Lagern untergebracht wurden, einige davon als Arbeitslager die kaum von den ersten deutschen Arbeitslager zu unterscheiden waren. Wer in diesen Einrichtungen landete, hatte selbst nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch Schwierigkeiten in Schweden eine Arbeitsstelle zu finden, da man dann davon ausging, dass alle Personen, die dort arbeiten mussten, zur Wiederstandbewegung gehörten, die Schweden Schaden zufügen wollten.

Als sich das Kriegsglück Hitlers wandte, änderte sich plötzlich die Einrichtung der Arbeitslager und ab dem 5. Januar 1943 verwandelten sich diese in Internierungslager. Neben staatskritischen Schweden wurden im ersten Internierungslager auch 30.000 Flüchtlinge untergebracht, die von der Sicherheitspolizei Schwedens als subversive Kräfte und als verdächtig eingestuft wurden, insbesondere deutsche und russische Flüchtlinge. Die in der Folge entstehenden Internierungslager richteten sich mehr und mehr an bestimme Gruppen von Flüchtlingen, damit ein Gedankenaustausch zwischen verschiedenen Nationen und politischen Gruppen erschwert wurde. Deutsche Kriegsgefangen wurden, zum Beispiel, in Lagerlingen auf Gotland interniert.

Für die Internierung verdächtiger Personen waren in jenen Jahren insbesondere Gustav Möller, damals Sozialminister, und Staatssekretär Tage Erlander zuständig, der ab 1942 auch alle Roma registrieren und internieren ließ. Als der Sozialdemokrat Tage Erlander nach Ende des Zweiten Weltkriegs Ministerpräsident wurde, sorgte er dafür, dass alle Akten zu den schwedischen Lager als streng geheim eingestuft wurden und erst 50 Jahre später wieder geöffnet wurden. Während seiner Zeit als Ministerpräsident leugnete der Politiker jede Existenz der Einrichtungen und legte seine eigene Vergangenheit unter Verschluss. 50 Jahre später stellte sich sogar heraus, dass in einigen der Lager Tortur als normales Druckmittel angewandt wurde.

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Freitag, 27. November 2015

Louis De Geer, ein entscheidungsunwilliger Ministerpräsident

Louis De Geer kam am 27. November 1854 als Sohn des Ministerpräsidenten gleichen Namens in Kristianstad zur Welt und studierte an 1873 Jura an der Universität Uppsala. Nach Abschluss seines Studiums im Jahre 1979 begann De Geer unmittelbar eine politische Laufbahn und wurde 1901 als liberaler Politiker in die Erste Kammer gewählt, nachdem er bereits vorher im Finanzministerium gearbeitet hatte und in mehreren Ausschüssen aktiv war. Allerdings gehörte De Geer als Liberaler zur kleineren Gruppe der Parteien und spielte daher auch nur eine sekundäre Rolle.

Auf Grund seiner Einstellung verließ Louis De Geer 1914 die Liberalen, was jedoch auch dazu führte dass der Politiker nicht mehr in den Reichstag gewählt wurde und daher ab dieser Zeit als unabhängiger Politiker für seine Ziele kämpfte. De Geer gehörte dabei zu jenen Politikern, die sowohl gegen eine weitere Union mit Norwegen waren als auch ein ausgedehntes Wahlrecht forderten, zwei Punkte, die im Grunde dafür sprachen, dass er nach Karl Staaf als wahrscheinlicher Ministerpräsident galt. Allerdings konnten seine politischen Gegner dies verhindern,  so dass De Geer, der am 25. Februar 1935 starb, zwischen 1914 und 1920 nur eine sehr eingeschränkte Machtstellung behalten konnte.

Die Überraschung kam für Louis De Geer dann jedoch mit dem Wahlverlust von Hjalmar Branting und dessen Rücktritt als Ministerpräsident im Jahre 1920, denn nun ernannte Gustaf V. überraschenderweise De Geer zum Ministerpräsidenten, allerdings mit Ministern, die zum Teil den Liberalen angehörten, zum Teil zum moderaten rechten Flügel standen. Allerdings gelang es De Geer durch seine permanente Inaktivität sämtliche Reichstagsmitglieder in kürzester Zeit zu verärgern und sämtliche seiner Minister reichten beim König ein Abschiedsgesuch ein, mit der Aussage, dass Gustaf V. zwischen De Geer und den Ministern wählen müsse. Dieser Schritt führte dazu, dass Louis De Geer sein Amt bereits nach 111 Tagen an der Macht wieder verlassen musste.


27. November 1640: Freiherr Gabriel Gustafsson Oxenstierna
27. November 1701: Anders Celsius und die Celsius-Skala
27. November 1907: Astrid, die Entwicklung eines altnordischen Namens

27. November 1937: Der schwedische Ministerpräsident Felix Hamrin
27. November 1949: Åsa-Nisse, der Kino-Erfolg Schwedens
27. November 1984: Die schwedische Sängerin Sanna Nielsen

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Donnerstag, 10. September 2015

Die Lottabewegung in Schweden

Am 10. September 1924 gründete Tyra Wadner nach finnischem Vorbild den schwedischen Lottaverband (Svenska Lottakåren) im Rahmen der damaligen Landwehrbewegung. Die Idee dabei war Frauen für die Verteidigungsfragen und Sicherheitsfragen Schwedens zu mobilisieren. Wadner, die Frau eines Offiziers, hatte festgestellt, dass die Landwehr Schwedens aus Geldmangel ihre Übungen oft nicht durchführen konnten und begann daher in ganz Schweden Frauen davon zu überzeugen Geld für die Landwehr zu sammeln. Der Zustrom an Frauen war enorm und schon bald konnten der Lottaverband der Landwehr mehr Geld zur Verfügung stellen als die damalige Regierung.

Der zweite Schritt der Lottabewegung war natürlich, dass Frauen auch aktiv in der Landwehr wurden, wenn ursprünglich auch festgelegt worden war, dass der Lottenverband nur in Friedenszeiten eingesetzt werde. Was sich jedoch mit der Kriegsgefahr ab 1936 änderte , denn in diesem Jahr wurde festgelegt, dass der Frauenverband sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten eingesetzt werden solle. Als dann der Zweite Weltkrieg ausbrach, zeigte sich schnell, dass sich viele Frauen aktiv für die Verteidigung Schwedens einsetzen wollten, denn noch während der Kriegsjahre stieg die Anzahl der Mitglieder des Lottakåren auf über 110.000 Frauen an, die um diese zeit nicht mehr von der Landwehr wegzudenken waren.

Die Aufgaben des Lottaverbands änderten sich erneut mit dem Kalten Krieg, der die Welt nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Blöcke spaltete, denn die Ausbildungen der Lotten glich nun mehr und mehr jenen der Verteidigung, was auch dazu führte, dass der Lottakåren ab dieser Zeit ein fester Teil der schwedischen Verteidigung wurde. Mit Ende der östlichen Bedrohung und der internationalen Arbeit der Verteidigung sank das Interesse der schwedischen Frauen am Lottakåren bedeutend und die aktivste Gruppe ging fest zum Militärdienst über. Heute besteht der Lottaverband nur noch aus etwa 5000 Frauen jeden Alters, die über ganz Schweden verteilt sind.


10. September 1380: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
10. September 1797: Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander
10. September 1821: August Jahnke, der Gründer der Allmänna Sångföreningen
10. September 1866: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg
10. September 1892: Anders Anderson, ein Arzt als schwedischer Skalde
10. September 1942: Otto von Friesen und die Runenlehre Schwedens
10. September 1970: Die schwedische Sängerin Anna Book
10. September 1978: Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall

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Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 24. April 2015

Thorbjörn Fälldin, dreimal Ministerpräsident Schwedens

Thorbjörn Fälldin kam am 24. April 1926 als Sohn eines Landwirts in Högsjö im Ångermanland zur Welt und wurde nach seiner Realschulreife im Jahr 1945 selbst Landwirt. Nach seinem Wehrdienst  und dem Offiziersexamen des Jahres 1951 wurde Fälldin in mehreren Vereinen aktiv, wurde in mehreren von ihn zum Vorsitzenden gewählt und machte sich dadurch einen Namen im Ångermanland. Es war daher nahezu logisch, dass Fälldin ab 1958 auch ins Parlament gewählt wurde und 1971 auch zum Vorsitzenden der schwedischen Zentrumspartei (Centerpartiet) gewählt wurde, ein Amt, das der Politiker bis 1985 wahr nahm.

Als Thorbjörn Fälldin 1971 zum Vorsitzenden der Zentrumspartei gewählt wurde, war er gleichzeitig der natürliche Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, da die Partei um diese Zeit die größte bürgerliche Partei war. Diese „natürliche“ Entscheidung sollte sich jedoch bald als problematisch zeigen, denn als Fälldin bei den Parlamentswahlen des Jahres 1976 bei der entscheidenden Diskussion Olof Palme gegenüberstand, zeigte er sich als erbitterter Gegner der Kernkraft und forderte erst eine Lösung für die Endlagerung bevor man an den Bau von Kernkraftreaktoren denken sollte. Dies brachte zwar den bürgerlichen Block an die Regierungsmacht und machte Fälldin zum Ministerpräsidenten, aber es führte auch zu bürgerlichen Parteikämpfen, da die anderen Regierungsparteien Befürworter der Kernkraft waren. Das Ergebnis war, dass Thorbjörn Fälldin 1978 von seinem Amt als Ministerpräsident zurücktrat.

Dies war jedoch nicht das politische Ende von Thorbjörn Fälldin, denn bei den folgenden Wahlen gewann wieder der bürgerliche Block und der Politiker wurde erneut zum Ministerpräsidenten Schwedens. Nur zwei Jahre später brachten jedoch die Diskussionen um die Steuerpolitik des Landes der Regeirung ein Ende und als eine neue Koalitionsregierung gebildet wurde, war Fälldin zum dritten Mal Ministerpräsident, allerdings nur für ein Jahr, denn als 1982 die nächsten Parlamentswahlen durchgeführt wurden, kamen die Sozialdemokraten an die Macht. Fälldin versuchte 1985 eine Rückkehr  in die vorderste Linie der Politik und begann dafür eine Zusammenarbeit mit der damals sozialkonservativen KDS (Christdemokraten), was jedoch dazu führte, dass die Centerpartiet bei den Wählern geradezu abstürzte. Fälldin verlor dann auch seinen Posten als Vorsitzender der Partei und kehrte in die Landwirtschaft zurück, auch wenn er in den Folgejahren noch mehrere politische Aufgaben übertragen bekam.


24. April 1642: Samuel Columbus und das biblische Epos Schwedens 
24. April 1794: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition 
24. April 1830: Die schwedische Prinzessin Eugénie 
24. April 1896: Örebro wird internationale Handelsstadt
24. April 1901: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse 
24. April 1917: Die Hungerdemonstration in Stockholm
24. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin 
24. April 1961: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen 
24. April 1975: Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm 
24. April 1979: Die schwedische Sängerin Marie Picasso 
24. April 2000: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau

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In Scandic Hotels wohnen

Sonntag, 15. März 2015

Der schwedische Ministerpräsident Johan Olof Ramstedt

Als Johan Olof Ramstadt am 15. März 1935 starb, konnte er zwar auf ein sehr aktives politisches Leben zurückblicken, musste jedoch auch sein Scheitern als Ministerpräsident Schwedens sehen, ein Amt, das er nicht einmal vier Monate lang inne hatte. Wie mehrere Spitzenpolitiker jener Epoche stolperte auch Ramstedt über Probleme der schwedisch-norwegischen Union, da Schweden über die Union bestimmen wollte ohne die norwegische Einstellung zur Union ernsthaft zu beleuchten. Es war daher logisch, dass auch die Verhandlungen Ramstedts scheitern mussten.

Johan Olof Ramstedt kam am 7. November 1852 im sehr gehobenen Bürgerstand Stockholms zur Welt, machte 1869 seine Hochschulreife und studierte anschließend Jura an der Universität Uppsala, legte dort jedoch auch das Kanzleiexamen ab um in die staatliche Laufbahn eintreten zu können. Anschließend machte Ramstedt als Jurist Karriere und wurde 1896 zum Expeditionschef des Justizministeriums ernannt. Als Erik Gustaf Boström dann Ministerpräsident Schwedens wurde, ernannte dieser Ramstedt zum beratenden Staatsrat, was wiederum dazu führte, dass der Politiker zeitweise auch das Amt des Außenministers einnahm.

Als Boström dann jedoch 1905 auf Grund der unlösbaren Probleme mit der schwedisch-norwegischen Union von seinem Amt als Ministerpräsident zurücktrat, schien Johan Olof Ramstedt der einzige Politiker zu sein, der das Problem lösen konnte ohne dass Schweden das Gesicht verlor, denn Ramstedt hatte sehr gute Kontakte zu den führenden Politikern Norwegens und er er hatte ein gutes Verhältnis zum Kronprinzen, dem späteren Gustav V., auch wenn er die Meinung des Kronprinzen in den Unionsfragen nicht in voller Linie teilte. Der Plan Ramstedts die Union auf eine elegante Weise aufzulösen, scheiterte jedoch am geheimen Ausschuss, der vom ultrakonservativen Christian Lundeberg geleitet wurde und die Regierung zum Sturz brachte, mit der berechtigten Hoffnung anschließend selbst zum Ministerpräsidenten ernannt zu werden.


15. März 1568: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
15. März 1568: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
15. März 1724: Anders af Botin und die Geschichtsschreibung Schwedens
15. März 1821: Abraham Niclas Edelcrantz, der Skalde des Königs Gustav III.
15. März 1850: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
15. März 1907: Zarah Leander, eine Karriere in Deutschland
15. März 1931: Unterwegs auf dem Göta Kanal
15. März 1999: Der erste Nachrichtenkanal Schwedens

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Dienstag, 10. März 2015

Die unsichtbare schwedische Prinzessin Lilian May

Als Prinzessin Lilian am 10. März 2013 in Stockholm starb, war sie schwedische Prinzessin und Herzogin von Halland, was sich die Prinzessin als Kind kaum erträumen konnte, da sie am 30. August 1915 als Tochter eines Grubenarbeiters im englischen Wales geboren worden war und den simplen Namen Lilian May Davies trug. Mit 16 war die junge Frau nach London gegangen um als Fotomodell und Schauspielerin zu arbeiten. Auch wenn sie, auf Grund des Zweiten Weltkriegs, kaum Rollen bekam und sich nur dürftig über Wasser halten konnte, so lernte sie in dieser Zeit den Schauspieler Ivan Craig kennen, den sie noch heiratet kurz bevor dieser als Soldat nach Nordafrika geschickt wurde.

Während Ivan Craig von einem zum anderen Kriegsort kam und im Rang stieg, lernte Lilian May in der schwedischen Botschaft in London den dortigen Marine Attaché Prinz Bertil kennen. Wenig später waren die beiden bereits ein heimliches Paar. Nachdem Ivan Craig während seiner Einsätze ebenfalls eine andere Liebe gefunden hatte, kam es 1945 zur Scheidung des Ehepaares Davies-Craig, was jedoch die Hindernisse für eine Ehe zwischen Prinz Bertil und Lilian May nicht aus dem Wege schuf, denn als die einzige Person, die garantieren konnte,dass die Linie Bernadotte in Schweden an der Macht bleiben konnte, war für den Prinzen eine Ehe mit Lilian ausgeschlossen, zumindest bis der tatsächliche Kronprinz erwachsen war und Kinder bekam.

Dies sollte jedoch die Liebe von Lilian May zum Prinzen nicht stören, denn sie akzeptiere so lange wie nötig unsichtbar für das schwedische Königshaus zu sein und auf jeden öffentlichen Auftritt zu verzichten. Dem Königshaus war es sogar gelungen die Presse davon zu überzeugen keine Zeile über das Liebesverhältnis zu schreiben, obwohl das Paar abwechselnd gemeinsam in Stockholm, an der französischen Südküste und in London lebte. Lilian May wurde erstmals in einem offiziellen Zusammenhang an der Seite des Prinzen gesehen als Gustaf VI. Adolf 1973 beerdigt wurde. Erst 1976 durfte das Paar dann auch heiraten, denn Carl XVI. Gustaf hatte sich verheiratet und der Ehe offiziell zugestimmt. Am 7. Dezember 1976 stieg dann Lilian May dann zum Rang einer Prinzessin und einer Herzogin auf.


10. März 1222: Johan Sverkersson, der letzte König eines Geschlechtes 
10. März 1724: Urban Hjärne und die schwedischen Hexenprozesse 
10. März 1880: Thekla Knös und der literarische Salon Knös in Uppsala
10. März 1911: Olof Lagercrantz, ein umstrittener Schriftsteller Schwedens
10. März 1911: Olof Lagercrantz, der umstrittenste Literaturkritiker Schwedens
10. März 1920: Hjalmar Branting verändert Schweden 
10. März 1940: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel 
10. März 1976: Astrid Lindgren und der Widerstand gegen sie Steuern
10. März 1997: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt 
10. März 2002: Erik Lönnroth revolutioniert das geschichtliche Denken

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Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 9. März 2015

Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter

Als Fredrik Wilhelm von Otter am 9. März 1910 im Alter von 76 Jahren starb, hatte er eine bedeutende militärische Karriere hinter sich und stand als Ministerpräsident nahezu zwei Jahre lang an der politischen Spitze Schwedens. Da von Otter am 11. April 1833 als Sohn einer Oberleutnants geboren worden war, wies zwar alles auf die militärische Laufbahn hin, zumal ihn der Vater bereits als Zwölfjährigen in die Kriegsakademie in Karlberg geschickt hatte um ihm dort die schwedische Kriegsführung zu See beibringen zu lassen, aber der politische Aufstieg schien für den Jungen kaum möglich.

Mit 17 Jahren wurde Fredrik Wilhelm von Otter bereits zum zweiten Leutnant zur See ernannt und anschließend nahm er an mehreren Expeditionen teil, um sich jedoch 1857 von der britischen Marine werben zu lassen und dort am Krieg gegen China teilzunehmen, wofür er mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde. Drei Jahre später kam von Otter zurück nach Schweden um dort sehr schnell im Rang zu steigen und schon 1866 wurde er in Karlskrona zum Kapitän ernannt, was bedeutete, dass er, teilweise als Befehlshaber, an den wichtigsten wissenschaftlichen und militärischen Expeditionen jener Zeit teilnahm.

Fredrik Wilhelm von Otter begann seine politische Karriere erst sehr spät und wurde 1891 als Repräsentant für Blekinge in die erste Kammer des Reichstags gewählt. Auf Grund seiner konservativen Einstellung und dem gemäßigten Protektionismus, den von Otter vertrat, gelang es ihm auch in der Politik bald das Vertrauen des Königs zu erlangen und als er 1900 als Repräsentant für Karlskrona in die zweite Kammer des Reichstags gewählt wurde, war der Weg an die Spitze des Landes offen. Am 12. September des gleichen Jahres wurde von Otter zum Staatsminister Schwedens ernannt. In diesem Amt zeigte sich dann die militärische Vergangenheit von Otters, denn er führte eine neue Militärordnung ein nach der in der Infanterie Waffenübungen von acht Monaten und bei Spezialwaffen von zwölf Monaten vorgeschrieben wurden. Nicht einmal zwei Jahre nach seinem Amtsantritt musste von Otter die Führung Schwedens jedoch an Erik Gustaf Boström übergeben.


9. März 1865: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen 
9. März 1938: Barbro Margareta Svensson, alias Lill-Babs 
9. März 1945: Schweden befreit Gefangene in Deutschland
9. März 1957: Die schwedische Sozialdemokratin Mona Sahlin 
9. März 1975: Die schwedische Sängerin Lisa Miskovsky

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Montag, 23. Februar 2015

Prinzessin Estelle kommt zur Welt

Am 23. Februar 2012 wurde Prinzessin Estelle im Krankenhaus in Solna bei Stockholm als Tochter von Kronprinzessin Victoria und dessen Ehemann, Prinz Daniel, geboren und geriet damit an die zweite Stelle der aktuellen Successionsordnung, eine Stelle vor Prinz Carl Philip. Der offizielle Titel der Prinzessin lautet „Ihre Königliche Hoheit Estelle, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Östergötland“. Estelles erhielt die Vornamen Estelle Silvia Ewa Mary, wobei der Rufname Estelle auf die Ehefrau von Folke Bernadotte zurückgeht.

Die Geburt von Prinzessin Estelle, die von knapp 6000 Zeitungsartikeln begleitet war, wurde am 24. Februar traditionsgemäß von den Vertretern der Regierung bestätigt, darunter auch vom damaligen Ministerpräsident Fredrik Reinfeld. Bei dieser Gelegenheit wurde auch bekannt gegeben über welches Herzogtum Estelle verfügt und sie wurde mit dem Serafimerorden ausgezeichnet. Der Öffentlichkeit wurde Prinzessin Estelle erst am 30. April 2012 erstmals vorgestellt, während der Geburtstagsfeier des Königs Carl XVI. Gustaf.

Prinzessin Estelle wurde am 22. Mai 2012 von Erzbischof Anders Wejryd in der Schlosskirche in Stockholm getauft. Zu diesem Ereignis wurde traditionsgemäß das Taufbecken von Karl XI. verwendet. An diesem Tag wurden auch ihre Taufpaten bekannt gegeben, wobei es sich hierbei um den holländischen König Willem-Alexander, den norwegischen Kronprinzen Haakon, die dänische Kronprinzessin Mary, Prinz Carl Philip und ihre bürgerliche Tante Anna Westling Söderström handelt. Die gesamte Erziehung von Prinzessin Estelle richtet sich darauf aus, dass sie später einmal Königin Schwedens wird.


23. Februar 1717: Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft 
23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung 
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden

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Dienstag, 17. Februar 2015

Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot

Der nationalsozialistische schwedische Politiker Birger Furugård, der in Schweden die Ideen Adolf Hitlers verbreitete und bereits in den 20er Jahren eine enge Verbindung zu den damaligen nationaldemokratischen Politikern Deutschlands pflegte, wollte seinen Anhängern vor den Reichstagswahlen des Jahres 1932 eine besondere Attraktion bieten und in Stockholm Joseph Goebbels als auch Adolf Hitler als Redner präsentieren, die beide enge Verbindungen zu Schweden hatten und seiner Partei in Schweden zum endgültigen Durchbruch verhelfen sollten.

Aber auch wenn viele Schweden diesen Reden entgegensahen und die Mehrheit der Schweden Hitler wegen seines nationalistischen Denkens bewunderten, so lehnte Eric Hallgren, der damalige Polizeimeister Stockholms, am 17. Februar 1931 beide Redner ab, denn Furugård hatte formalistische Fehler bei er Antragsstellung begangen, denn der Schwede hatte einen pauschalen Antrag ohne die notwendigen persönlichen Daten zu Hitler und Goebbels gestellt. Niemand weiß, ob Hallgren dies als Amtsmann entschied oder als Vorwand nahm und zur Gruppe jener Schweden gehörte, die die Gefahr erkannt hatten, die Hitler um diese Zeit bereits bildete und daher die schwedische Bewegung Furugårds so klein wie möglich halten wollte, aber die Absage schwächte auf jeden Fall die Partei Furugårds.

Natürlich änderte dieses Redeverbot nicht die freundschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse zwischen Schweden und Deutschland, denn Goebbels hatte, als Propagandaminister, begonnen mehrere Büros in Schweden einzurichten und Hitler bereitete den massiven Import von schwedischem Eisenerz vor und hatte die Pläne in Schweden auch eine U-Boot-Flotte bauen zu lassen, was ihm in Deutschland durch den Vertrag von Versailles verboten war und ab 1935 tatsächlich in Schweden geschah, neben der Torpedoforschung, die bereits vorher eingeleitet worden war. Dieses freundschaftliche Verhältnis lässt sich auch durch Bildmaterial nachweisen, denn Gustav V. und Prinz Gustaf Adolf besuchten bei ihrer Reise nach Nice, beziehungsweise der Teilnahme an einem sportlichen Ereignis, noch im Jahre 1939 Hermann Göring.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun 
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender 
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes 
17. Februar 1893: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens 
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

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Dienstag, 10. Februar 2015

Karl Staaff tritt mit der liberalen Regierung zurück

Als im Jahre 1909 mit der Änderung des Wahlrechts der Weg in den Parlamentarismus geöffnet wurde, wurde die Zweite Kammer von liberalen und sozialdemokratischen Politikern übernommen, was der Beginn zu einem Kampf zwischen konservativen Kräften unter der Führung von Gustav V. und den Gruppen, die für ein Parlament eintraten, das sich aus allen Schichten, Frauen ausgenommen, zusammensetzte. Da jedoch die Erste Kammer noch immer eine geschlossene und konservative Gruppe war, konnte sich der König parlamentarischen Entscheidungen immer noch widersetzen.

Die Streitigkeiten erreichten 1914 ihren Höhepunkt als Gustav V. die Verteidigung des Landes stärken wollte, die liberale Regierung unter Karl Staaf jedoch die Ausgaben zur Verteidigung so weit wie möglich beschränken wollte. Als die üblichen Druckmittel der konservativen Kräfte kaum Erfolg zeigten, organisiert der König erst einen Bauernzug in Stockholm und anschließend die Sozialdemokraten, als Gegenpol, einen Arbeiterzug. Beim wachsendem nationalistischen Bewusstsein und einer steigenden Angst vor einer russischen Invasion, was bereits 1912 auch zur privaten Finanzierung eines Kreuzers geführt hatte, sah Gustav V. die Chance die Macht des Königs halten zu können und den Parlamentarismus zu verhindern.

Als daher Karl Staaff den König in die Enge drängen wollte, zeigte dieser sich plötzlich als Alleinherrscher des Landes und als oberster Befehlshaber. Gustav V. begann von seiner Armee, seiner Flotte und seinen persönlichen Entscheidungen zu reden, was zeigte, dass er nicht an Verhandlungen mit Staaff interessiert war, sondern diesen in jedem Punkt bekämpfen wollte. Das Ergebnis davon war, dass Staaff und seine Regierung am 10. Februar 1914 zurücktraten und den Rechten des Landes die Regierung übergaben. Aber auch wenn der König, Königin Victoria, Ernst Trygger und Sven Hedin sich nun als Sieger betrachteten, so sollte sich sehr schnell zeigen, dass nun zwar die Liberalen zurückgingen, die Sozialdemokraten jedoch an Macht gewannen, die Forderung nach allgemeinen Wahlen in beiden Kammern immer stärker wurde und die neue Regierung unter Hjalmar Hammarskjöld den Parlamentarismus nicht mehr aufhalten konnte und in ihren Entscheidungen ebenso beschränkt waren wie vorher Karl Staaff.


10. Februar 1050: Ingegerd Olofsdotter, eine russisch-orthodoxe Heilige aus Schweden
10. Februar 1306: Torgils Knutsson, der Gründer Viborgs 
10. Februar 1858: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes 
10. Februar 1881: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete

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Mittwoch, 4. Februar 2015

Die schwedische Partei Ny Demokrati (NyD)

Auch wenn man heute vor allem die Sverigedemokraterna in die rechte und fremdenfeindliche Ecke Schwedens stellt, so darf man in diesem Rahmen nicht die Partei Ny Demokrati vergessen, die am 4. Februar 1991 von Ian Wachtmeister und Bert Karlsson in Skara gegründet wurde und nicht nur, in großen Linien, die gleiche Politik verfolgte wie die Sverigedemokraterna, sondern von 1991 bis 1994 auch im Parlament vertreten war und kurze Zeit die ausschlaggebenden Stimmen zur Politik Schwedens hatte. Zum Unterschied der Sverigedemokraterna, die mit nationalistischen Parolen auftreten, bezeichnete sich die Ny Demokrati als die Partei der gesunden Vernunft.

Ian Wachtmeister und Bert Karlsson hatten, wie viele kleinere Parteien Schwedens, kein Gesamtprogramm und erreichten ihre Wähler vor allem mit populistischen Aussagen. Ny Demokrati forderte geringere Steuern, weniger öffentliche Angestellte, ein reduziertes Parlament und vor allem eine restriktive Flüchtlingspolitik, wobei in diesem Rahmen die Parolen der Partei immer fremdenfeindlicher wurden, was letztendlich dazu führte, dass die Mitgliederanzahl schrumpfte, Ny Demokrati die Wahlen im Jahre 1994 verlor und die Partei 2000 dann sogar den Konkurs anmelden musste.

Wie Meinungsumfragen des Jahres 1991 zeigen, baute der Erfolg der Partei zum einen auf ihre Volksnähe und ihre Kritik an den Machthabern, zum anderen darauf, dass immer mehr Schweden keine zusätzlichen Flüchtlinge mehr im Land haben wollten. Diese beiden Punkte reichten für die Partei um bei den Parlamentswahlen des Jahres1991 rund 6,7 Prozent der Stimmen zu erhalten. Wegen internen Parteistreitigkeiten verließ Ian Wachtmeister die Partei bereits 1994 wieder und Bert Karlsson, der heute sein Geld vor allem mit steuerlich finanzierten Flüchtlingsunterkünften verdient, verließ die Partei ein Jahr später, um jedoch sofort die lokale Partei Skara Framtid zu gründen, die mittlerweile ebenfalls wieder aufgelöst wurde.


4. Februar 1740: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
4. Februar 1862: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident 
4. Februar 1995: Maria Leissner und die Wendung der schwedischen Volkspartei 
4. Februar 2002: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron 
4. Februar 2009: Der Tag des Wolfes in Schweden 
4. Februar 2011: Lena Nyman und die sündige Filmwelt Schwedens

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Montag, 2. Februar 2015

Karin Söder, erste weibliche Vorsitzende einer schwedischen Partei

Karin Söder, geborene Bergenfur, musste am 2. Februar 1987 aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt als Vorsitzende der schwedischen Zentrumspartei (Centerpartiet) zurücktreten, ging jedoch dennoch in die politische Geschichte Schwedens ein, da sie nur zwei Jahre vorher die erste Frau des Landes geworden war, die den Vorsitz einer schwedischen Partei übernommen hatte, nachdem sie bereits vorher als erste Frau Schwedens zur Außenministerin ernannt worden war und später auch als Sozialministerin aktiv war.

Karin Söder war am 30. November 1928 in Frykerud im Värmland zur Welt gekommen und arbeitete nach ihrem Studium erst als Lehrerin, auch wenn sie sich sehr früh auf eine politische Karriere vorbereitet hatte, im Einklang mit den Ideen ihres Ehemanns und Generaldirektors Gunnar Söder, der sich stark für die Zentrumspartei einsetzte. Dennoch sollte Söder erst 1971, im Alter von 43 Jahren, erstmals in das schwedische Parlament gewählt werden, um dort jedoch sehr schnell aufzusteigen, denn bereits fünf Jahre später wurde die Politikerin bereits zur Außenministerin ernannt.

Als Karin Söder zur Parteivorsitzenden gewählt wurde, war die Zentrumspartei stark zersplittert und hatte auf Grund der Zusammenarbeit mit den Christdemokraten (Kristdemokraterna) 13 Plätze im Parlament verloren. Thorbjörn Fälldin, vorhergehender Vorsitzender der Partei, der den konservativen Flügel der Centerpartiet vertrat, wurde zum Rücktritt gezwungen um eine Erneuerung der Partei zu ermöglichen, unter der Führung von Karin Söder. Söder hatte sich um diese Zeit bereits durch zwei Aktionen deutlich hervorgehoben, denn sie galt als Befürworterin der Abrüstung und hatte sich stark gegen die in den USA geplante Neutronenbombe ausgesprochen und sie hatte es durchgesetzt, dass die staatlichen Alkoholverkaufsstellen Systembolaget am Samstag schließen mussten. Bevor Söder jedoch die Zentrumspartei wirklich erneuern konnte, musste sie wegen eines Gehirntumors von ihrem Amt zurücktreten. Karin Söder starb am 19. Dezember 2015 im Alter von 87 Jahren in Täby bei Stockholm.


2. Februar 1250: Erik Eriksson, der Lispelnde und Hinkende, wird König Schwedens 
2. Februar 1455: Johan II. von Schweden (König Hans), König für vier Jahre 
2. Februar 1854: August Bondeson, der Schriftsteller des schwedischen Volkes 
2. Februar 1911: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger 
2. Februar 1913: Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand
2. Februar 1948: Ture Sventon, der merkwürdigste Privatdetektiv Schwedens 
2. Februar 1983: Carolina Klüft gewinnt Gold beim Siebenkampf

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Montag, 19. Januar 2015

Die schwedische Prinzessin Birgitta von Hohenzollern

Birgitta von Hohenzollern, gleichzeitig Birgitta von Schweden, kam am 19. Januar 1937 auf dem königlichen Schloss Haga als Tochter des damaligen Prinzen Gustaf Adolf und Prinzessin Sibylla (Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha) zur Welt. Da Birgitta von Schweden als einzige von vier Töchtern nicht bürgerlich heiratete, ist sie auch die einzige unter den Vieren, die noch heute tatsächlich Prinzessin von Schweden ist und keinen Ehrentitel Prinzessin verliehen bekam.

Birgitta von Hohenzollern, die Schwester des aktuellen schwedischen Königs Carl XVI. Adolf, heiratete am 15. Dezember 1960 Prinzen Johann Georg von Hohenzollern-Sigmaringen, erst im Stockholmer Schloss und anschließend auch in der Rokokokirche des Schlosses Sigmaringen. Bei dieser Gelegenheit trat Birgitta von Hohenzollern auch zum katholischen Glauben über, was auch einer der Anlässe ist, warum sie bei der Successionsreform im Jahre 1980 nicht in die Liste der weiblichen Thronerben aufgenommen wurde. Allerdings legt die Prinzessin auch wenig Wert auf die in Schweden übliche Anrede als Adelige, sondern zieht die deutschen Bezeichnungen vor.

Prinzessin Birgitta von Hohenzollern hat, wie auch ihre Schwestern, in der schwedischen Politik nie eine Rolle gespielt und lebte die meiste Zeit ihres Lebens mit ihrem Ehemann in München. Auch wenn das Paar weiterhin auf dem Papier verheiratet ist, so lebt der Prinz weiterhin in München und die Prinzessin hat ihren Wohnsitz auf Mallorca, wo sie jedes Jahr weiterhin an der dort organisierten Luciafeier und den Feierlichkeiten zum schwedischen Nationaltag teilnimmt. Ihre privaten Interessen gelten insbesondere dem Golf, wobei sie auf Mallorca auch einen eigenen Wettbewerb gründete der ihren Namen trägt. Ihr zweites Interesse gehört wohltätigen Veranstaltungen.


19. Januar 1156: Bischof Henrik wird während eines Kreuzzugs getötet 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der romantische Skalde Schwedens 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte SkaldeSchwedens 
19. Januar 1826: Axel Rudolf Mauritz Wall und die Dagens Nyheter 
19. Januar 1909: Axel Petersson, bekannt als Döderhultarn
19. Januar 1943: Die HMS Älvsnabben auf großer Fahrt

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