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Montag, 25. April 2016

Der schwedische Künstler Arvid Knöppel

Arvid Knöppel kam am 25. April 1892 als Sohn eines Brauereibesitzers im nordschwedischen Luleå zur Welt, verbrachte jedoch seine Kindheit überwiegend in Växjö, wo er seinen Vater, einen begeisterten Jäger, sehr oft in die Wälder Smålands begleitete. Auf diese Weise kam Knöppel auch mit dem Künstler Bruno Liljefors, einem Freund des Vaters, in Berührung, der sich vor allem mit seinen Natur- und Tiermotiven einen Namen gemachte hatte. Der junge Knöppel war von diesem Mann so stark beeindruckt, dass er selbst Maler von Naturmotiven werden wollte.

Im Alter von 20 Jahren belegte Arvid Knöppel Abendkurse an der Althins Målarskola in Stockholm, bereitete sich auf diese Weise auf die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule vor und studierte dort von 1915 bis 1919 vor allem Skulptur. Dank eines Reisestipendiums für zwei Jahre konnte Knöppel anschließend seine Studien noch in Österreich, der Schweiz, Italien, und vor allem in München, ergänzen. Auch wenn sich Knöppel als sehr vielseitiger Künstler betätigte und öffentliche Bauten ausschmückte, an Portraitskulpturen arbeitete und auch Kunstwerke aus rostfreiem Stahl schuf, so entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Tierskulpteure Schwedens.

Bevor Arvid Knöppel eine Tierskulptur fertigstellte, verbrachte er unzählige Stunden im Wald um die entsprechenden Tiere zu beobachten und fertigte tausende von Zeichnungen an um jede Bewegung eines Tieres festhalten zu können. Erst als Knöppel sicher war die Bewegung eines Tieres geradezu fühlen zu können, begann er an der Skulptur zu arbeiten. Als der Künstler 1948 auch ein Grundstück in Tollesrud erwerben konnte, richtete er dort einen kleinen Tierpark ein, der ihm erlaubte einige Tiere permanent beobachten zu können. Während man seine Skulpturen in ganz Schweden finden kann, sind seine Arbeiten als Lithograph weitaus weniger bekannt, obwohl man gerade hier seine vorbereitende Arbeitsweise bei der Tierskulptur sehr deutlich erfassen kann.


25. April 1709: Der Architekt und Erfinder Carl Johan Cronstedt
25. April 1744: Anders Celsius und die Celsius-Skala
25. April 1750: Der schwedische Astronom Olof Hjorter
25. April 1887: Der schwedische Künstler Gösta Sandel
25. April 1926: Ellen Key und die kulturelle Frauenbewegung Schwedens
25. April 1926: Ellen Key und die befreite Arbeiterfrau
25. April 1945: Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA
25. April 1981: Anja Pärson, alpine Skiläuferin

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Mai 2015

Der schwedische Künstler Bruno Liljefors

Bruno Liljefors kam am 14. Mai 1860 als Sohn eines Händlers in Uppsala zur Welt und lernte ab seinem sechsten Lebensjahr von der Tochter eines Malermeisters Lesen, Malen und sie bot ihm eine grundlegende Bildung, die es ihm auch ermöglichte anschließend die Kathedralschule in Uppsala zu besuchen. In seiner Freizeit widmete sich Liljefors bereits um diese Zeit der Malerei, der Jagd und der Gymnastik, wobei der spätere Künstler vor allem beim Gerätesport ein Eliteniveau erreichte. Mit zwei seiner Brüder gründete Liljefors auch die Gymnastiktruppe Bröderna Manzondi, die in mehreren europäischen Ländern auf Tournee war.

Im Jahre 1879 begann Bruno Liljefors an der Kunstakademie in Stockholm Malerei zu studieren, allerdings mit wenig Enthusiasmus, da man dort um diese Zeit nur in antiker Malerei unterrichtet wurde. Liljefors blieb dennoch drei Jahre an der Akademie bevor er dem Beispiel Anders Zorns folgte und die Akademie unzufrieden hinter sich ließ. Liljefors ging zuerst nach Düsseldorf um dort Tiermalerei zu studieren, da ihn Tiere faszinierten und er in diesem Bereich auch seine Berufung als Maler sah. Allerdings folgte Liljefors nie der Linie der damaligen idyllischen Tiermalerei und wollte die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung darstellen in der jede Muskel des Körpers eine Rolle spielt.

Nach einigen Monaten in Deutschland folgte Bruno Liljefors seinen Freunden nach Rom und Paris, wobei sich der Künstler, der zur Gruppe der Opponenterna zählt, stark von den Künstler der Künstlerkolonie Grez-sur-Loing beeinflussen ließ, die sich vor allem der Malerei im Freien widmeten, was sich auch für die Tiermalereien Liljefors sehr vorteilhaft auswirkte. Zurück in Schweden zog es Bruno Liljefors bald auf die Schären vor Stockholm, wo er der Natur sehr nahe sein konnte und die Lebensweise und die Bewegungen der Seevögel studieren konnte. Liljefors, der am 18. Dezember 1939 in Stockholm starb, gilt heute noch als der Stillehrer der Vogelmalerei, die kein Künstler so beherrschte wie Liljefors.


14. Mai 1670: Pehr Lennartsson Ribbing widersetzt sich der königlichen Macht 
14. Mai 1912: August Strindberg, der schwedische Schrifststeller der Konflikte
14. Mai 1931: Todesschüsse in Ådalen ändern die Geschichte Schwedens
14. Mai 1959: Schweden führt die allgemeine Zusatzpension ATP ein
14. Mai 1981: Die Schwedische Zeichensprache wird offiziell anerkannt
14. Mai 2011: Birgitta Trotzig, Schuld und Befreiung im Glauben

Copyright: Herbert Kårlin

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