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Mittwoch, 24. April 2019

Die Künstlerin Eva Gunilla Ljungdahl

Eva Gunilla Ljungdahl wurde am 24. April 1946 als Tochter eines Agronomen in Sundsvall geboren und studierte nach ihrer Hochschulreife erst einmal Russisch, Französisch und Englisch, legte das Examen als Magister an, um anschließend als Reiseleiterin, Flugbegleiterin und Lehrerin zu arbeiten. Erst 1981, als sie bereits 35 Jahre alt war, besuchte Ljungdahl dann die Malerschule Idun Lovén, der sie ein zweijähriges Kunststudium in Birkagården zufügte um in dieser Zeit, neben der Malerei, auch Graphik und Skulptur zu lernen.

Unmittelbar nach Abschluss des Kunststudiums im Jahre 1984 machte sich Eva Gunilla Ljungdahl als Künstlerin selbständig und konnte sich auch von der Kunst ernähren. Viele ihrer Motive holt die Künstlerin aus der Natur der Toscana, der Provence, der Landschaft Ölands und dem nördlichen Schweden, wobei Ljungdahl nur wenige der Landschaftsgemälde vor Ort verwirklicht, sonder der größte Teil der Arbeit in ihrem Atelier stattfindet. Die Werke Ljungdahls kann man in ganz Schweden finden, wobei man dabei erstaunt sein wird mit wie vielen verschiedenen Techniken die Künstlerin vertraut ist, die immer wieder nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten sucht.

Auch wenn Eva Gunilla Ljungdahl überwiegend mit Öl und Aquarell arbeitet, so verwirklichte sie auch zahlreiche Lithographien bei denen das technische Können eines Künstlers ebenso gefordert ist wie das künstlerische Sehen. Während der letzten Jahre entstanden auch mehrere digitale Graphiken, bei denen Ljungdahl Collagen erstellt, die die Grenze zwischen rein künstlerischem Schaffen und digitaler Technik sind. Besonders beeindruckend sind indes ihre Landschaftsmalereien der Lofoten, da sie hier Licht, Landschaft und Nebel vereint und ihre Werke dabei der Fotokunst sehr nahe kommen.


24. April 1642: Samuel Columbus und das biblische Epos Schwedens
24. April 1771: Reichsmarschall Claes Adolph Fleming
24. April 1794: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
24. April 1830: Die schwedische Prinzessin Eugénie
24. April 1865: Die Künstlerin Anna Wengberg
24. April 1896: Örebro wird internationale Handelsstadt
24. April 1901: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
24. April 1908: Die Sportlerin und Sängerin Inga Gentzel
24. April 1917: Die Hungerdemonstration in Stockholm
24. April 1940: Die schwedische Künstlerin Fanny Brate
24. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
24. April 1957: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
24. April 1961: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen
24. April 1964: Die Torslandaverken in Göteborg
24. April 1975: Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm
24. April 1979: Die schwedische Sängerin Marie Picasso
24. April 2000: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 22. April 2019

Der schwedische Künstler Stig Alyhr

Stig Alyhr kam am 22. April 1919 als Sohn eines Kaufmanns in Visby auf Gotland zur Welt und zeigte bereits als Jugendlicher sein Interesse für die Kunstmalerei und die Musik. Ab 1941 lernte Alyhr beim Künstler Edward Berggren in Stockholm das Zeichnen und Malen und zwischen 1944 und 1946 studierte dann der angehende Künstler bei Isaak Grünewald. Bereits im folgenden Jahr nahm Alyhr dann an einer Sammelausstellung im Rathaus in Visby teil und 1950 war der Künstler so bekannt, dass er seine erste Einzelausstellung in der schwedischen Hautstadt hatte.

In den kommenden Jahren unternahm Stig Alyhr zahlreiche Reisen ins europäische Ausland und dabei eine Vorliebe für Ibiza und Korsika zeigte, wobei er die Reisen in der Regel durch Ausstellungen finanzierte. Wenn sich Alyhr in Schweden aufhielt, so verbrachte er diese Zeit meist in seinem Haus auf Fårö, wo er vor allem Landschaften malte, während er bei seinen Reisen, neben Landschaften, auch sehr viele Porträts verwirklichte. Während der 70er und 80er Jahre hatte Alyhr zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, der Heimat seiner zweiten Frau. Im Jahr 1887 endete seine künstlerische Aktivität allerdings auch in Deutschland, bei einem Fahrstuhlunfall in Dortmund.

Stig Alyhr, der am 3. November 1995 auf Fårö starb, war im Grunde ein nordischer Kolorist, der sich jedoch nicht entscheiden konnte, ob er mehr zu den Expressionisten oder zu den Impressionisten gehören wollte, und daher eine Kunst schuf, die genau zwischen den beiden Kunstrichtungen liegt, auch wenn er während der letzten seiner Schaffenszeit mehr zu den Expressionisten gerechnet werden muss. Alyhr gehörte auch zu jenen Künstlern, die sich nicht auf eine Technik festlegten, denn auch wenn die meisten seiner Werke Ölgemälde sind, so war er auch ein ausgezeichneter Graphiker und beherrschte den Kohlestift ebenso wie die Aquarellfarbe oder Tempera.


22. April 1672: Georg Stiernhielm, der Vater der schwedischen Skalden
22. April 1672: Georg Stiernhielm, der Vater der schwedischen Skalden
22. April 1796: Bernhard von Beskow die die konservative Literatur Schwedens
22. April 1820: Der Schriftsteller Otto von Feilitzen
22. April 1822: Der schwedische Künstler Bengt Nordenberg
22. April 1872: Henning Berger und der desillusionierte Auswandererroman
22. April 1894: Der schwedische Künstler Bror Hjorth
22. April 1919: Der Schriftsteller Torsten Ehrenmark
22. April 1929: Funktionalismus im Stockholmer Kaufhaus NK
22. April 1935: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
22. April 1964: Karl Gerhard, der König der schwedischen Revue
22. April 2003: Maria Wine, die schwedische Poetin der Liebesgedichte

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. April 2019

Die Künstlerin und Regisseurin Fia-Stina Sandlund

Fia-Stina Sandlund kam am 4. April 1973 in einer liberalen, links orientierten Familie zur Welt und verbrachte ihre Kindheit in Linköping, einem Ort der Bürgerschicht in der die ganze Familie, die in Hippiekleidung unterwegs war, geradezu einen schreienden Kontrast bildete und Fia-Stina auch kaum akzeptiert wurde. Diese Situation änderte sich erst als Sandlund 1998 ein Studium an er Fotohochschule in Göteborg begann, das sie dann ab dem Jahr 2000 mit einem Studium am Konstfack in Stockholm ergänzte, wobei Sandlund von Beginn an vor allem eine Neigung zur Performance, Installationen und zum Filmen zeigte.

Bekannt wurde Fia-Stina Sandlund bereits 2001, als sie gemeinsam mit Joanna Rytel während der „Fräulein Schweden Gala“ die Bühne stürmte und die beiden Frauen eine Banderole mit der Aufschrift „Alter-Männer-Schleim“ hochhielten. Dabei ist Sandlund nicht einmal Feministin, sondern Künstlerin, die die Welt zum Nachdenken bringen will, damit in allen Bereichen des Lebens die Gleichstellung von Personen erreicht wird. In diesem Sinn sieht Sandlund auch die Grenzen der Kunst fließend, wenngleich sie bei allen ihren Werken Wert auf eine politische Botschaft legt, die man in der aktuellen Gesellschaft nur als radikal bezeichnen kann.

Die bisher bedeutendste Arbeit Fia-Stina Sandlunds ist die feministische Film-Trilogie Fröken Julie, bei der sie die frauenfeindlichen Meinungen August Strindbergs zerlegt und die Machtstrukturen der Gesellschaft zeigt. Sandlund, die zwischen 2007 und 2015 an diesen Kinofilmen arbeitete, schreibt mit diesem Film eine moderne Geschichte, die bei den meisten Betrachtern ein Unwohlsein hinterlässt, da Sandlund eine mögliche Gesellschaft zeigt, die jedoch erfordert, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Mut dazu findet in das kalte Wasser zu springen um Vorurteile zu überwinden. Fia-Stina Sandlund provoziert in der Kunst, in der Literatur und im Film, auch wenn sie weiß, dass sie damit nicht als Gesellschaftskritikerin gesehen wird, sondern als radikale Feministin, denn noch immer ist die Männergesellschaft nicht Vergangenheit.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar
4. April 1764: Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson
4. April 1773: Der Schauspieler und Sänger Carl Magnus Craelius
4. April 1812: Joseph Magnus Stäck, Künstler und Kunstprofessor
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
4. April 1895: Der Operakällaren in Stockholm
4. April 1904: Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt
4. April 1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. März 2019

Der Historienmaler Carl Stefan Bennet

Carl Stefan Bennet kam am 26. Mai 1800 als Sohn eines Hofmarschalls in Lyngby zur Welt und entschied sich im Alter von 17 Jahren für eine militärische Karriere. Nach einem Jahr an der Kriegsakademie wurde Bennet Fähnrich in der Svea Leibgarde und 1825 erreichte er dort den Rang eines Leutnants. Sein Interesse für Kunst kam für Bennet mit einem längeren Aufenthalt in Rom und Neapel von 1829 bis 1932,  wo er in den Kreisen um die Skulpteure Bertel Thorvaldsen und Bengt Erland Fogelberg umging und mit den Landschaftsmalerein von Joseph Vernet Bekanntschaft machte.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden begann sich Carl Stefan Bennet mehr und mehr für die Malerei zu interessieren, auch wenn man bei seinen Gemälden aus dieser Zeit deutlich sieht, dass er in Italien nur eine minimale Ausbildung erworben und den Amateurstatus nicht überwunden hatte. Immerhin entstanden während der jährlich einige Wochen dauernden Militärübungen mehrere Zeichnungen zum militärischen Lagerleben, die Bennet als Lithographie veröffentlichte und damit ein Zeitdokument bilden. Bereits 1838 verließ Bennet dann als Kapitän die Armee um sich ganz der Kunst widmen zu können.

Nach seinem Abschied vom Militärdienst unternahm Carl Stefan Bennet, der am 27. März 1878 in Stockholm starb, Privatstudien in Malerei und begann vor allem italienische Landschaften und Stockholm zu malen, versuchte sich aber auch an Porträts, Tiermalereien und architektonischen Zeichnungen. Im Jahr 1844 wurde Bennet dann zum Hofmaler ernannt, obwohl seine Gemälde wenig Persönlichkeit ausdrückten und oft von Details überfüllt waren. Auch wenn die größte Sammlung der Werke Bennets in der Universitätsbibliothek in Uppsala zu finden sind, so ist der Künstler auch in der Nationalgalerie in Stockholm präsent.


27. März 1794: Die schwedisch-dänische Konvention von 1794
27. März 1805: Johan Murberg und der Erfolg der schwedischen Sprache
27. März 1868: Der Schriftsteller und Künstler Axel Emil Ebbe
27. März 1873: Der schwedisch-amerikanische Künstler David Edström
27. März 1904: Der erste Golfklub in Stockholm
27. März 1906: Der Energiekonzern E.ON in Schweden
27. März 1922: Die Öresundsvarvet in Landskrona geht in Konkurs
27. März 1940: Der schwedische Freiwilligen-Verband
27. März 1942: Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren
27. März 1966: Ragnar Josephson wird in Lund verewigt
27. März 1966: Ragnar Josephson, von der Poesie bis ins Dramaten
27. März 1989: Nordic Channel, der heutige Kanal 5 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. März 2019

Die Künstlerin und Schriftstellerin Lenke Rothman

Lenke Rothman kam am 26. März 1929, alternativ am 28. März 1929, im ungarischen Kiskunfélegyháza in einer jüdischen Handwerkerfamilie zur Welt und hatte lediglich bis 1944 eine halbwegs normale Kindheit, denn 1944 marschierten die Truppen Hitlers im Ort ein, verpflichtete den Vater zur Zwangsarbeit und schickten den Rest der Familie nach Auschwitz, wo nur die junge Frau und ihr jüngerer Bruder als arbeitsfähig eingestuft wurden und die Mutter mit den weiteren sechs Geschwistern direkt in die Gaskammer geschickt wurden. Kurz vor Kriegsende kam Rothman ins Lager nach Bergen-Belsen, wo sie an TBC erkrankte, aber das Glück hatte bei Kriegsende ins Krankenhaus nach Malmö transportiert zu werden.

Lenke Rothman-Arnér verbrachte dann sechs Jahre im Krankenhaus und in Sanatorien bis sie 1951 eine Ausbildung in Malerei am Konstfack in Stockholm beginnen konnte. Über Nelly Sachs lernte die Künstlerin den Schriftsteller Sivar Arnér kennen, den sie 1959, nach einer Scheidung von Herman Abrahamsson, heiratete, ein Jahr bevor sie Künstlerin ihre erste eigene Ausstellung in der Sturegalleriet hatte und sie sich einen Namen als Künstlerin schuf. Während sich Rothman-Arnér die ersten Jahre über nur dem Malen widmete, begann sie in den 70er Jahren immer mehr auf Collagen und Kunstwerke überzugehen, die verschiedene Kunstrichtungen und Materien verbanden.

In sehr vielen Kunstwerken Lenke Rothman-Arnérs, die am 27. November 2008 auf Lidingö starb, findet man auch traumatische Erinnerungen aus ihrer Jugend, die geprägt von der Verfolgung der Juden und Krankheit sind. Rothman-Arnér zeigte sich ab den 80er Jahren als sehr vielseitige Künstlerin, die neben beeindruckenden Collagen und Skulpturen schuf, einige Bücher schrieb und Filme verwirklichte, die immer eine Verbindung zwischen der persönlichen Vergangenheit und der Zukunft waren, die Schrecken und Licht miteinander verbinden. Noch 2018 konnte man Werke von Rothman-Arnérs im Sörmlands Museum in Nyköping entdecken.


26. März 1747: Elis Schröderheim im Dienste von Gustav III.
26. März 1822: Die missglückte Ehrung von Karl XIII.
26. März 1828: Elisabeth Olin, die erste Primadonna Schwedens
26. März 1888: Elsa Brändström, der „Sibirische Engel“ aus Schweden
26. März 1914: Åke Grönberg, Schauspieler, Sänger und Regisseur
26. März 1920: Die schwedische Studentenzeitung Lundagård
26. März 1940: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens
26. März 1948: Die Osterkrawalle des Jahres 1948 in Stockholm
26. März 1948: Jugendrevolte in Schweden
26. März 1963: Das Stadtviertel Krämaren wird die Galerie Krämaren
26. März 2015: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Tomas Tranströmer 

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 15. März 2019

Mollie Faustman, Künstlerin und Schriftstellerin

Mollie Faustman kam am 15. März 1883 als Tochter eines Ingenieurs und einer Lehrerin in Stockholm zur Welt und erhielt, da sie aus bürgerlichem Milieu kam, auch eine gute Ausbildung, auch wenn die Eltern sich lange gegen ihre Ambitionen Kunst zu studieren widersetzten. Dennoch gelang es Faustman sich 1905 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg einzuschreiben und dort bis 1908 Kunst zu studieren. Es folgte eine Studienreise nach Paris, wo die Künstlerin auch bei Matisse studierte. Auch wenn sich Faustman dem Expressionismus stark näherte, behielt sie in vielen Punkten die Romantik bei, die sie in Göteborg gelernt hatte.

Trotz Kunststudium gehörte Mollie Faustman nicht zu jenen Frauen, die sich auf einen einzigen Beruf festlegten, sondern auch eine Sicherheit im Beruf suchten. Aus diesem Grund begann sie noch während ihres Studiums auch eine Parallelkarriere als Schriftstellerin und Illustratorin. Bereits 191 erschien ihr Bilderbuch Malins midsommar, dem später zahlreiche weitere Jugendbücher und Kinderbücher folgen sollten, wobei Faustman hierbei die Neigung hatte vor allem Gesellschaftsprobleme ins Auge zu fassen, da sie den Leser nicht nur unterhalten wollte. Hinzu kamen journalistische Beiträge in den Zeitungen Dagens Nyheter und Idun, wo sich Faustman durch eine gezielte Ironie auszeichnete.

Dennoch bezeichnete sich Mollie Faustman in erster Linie als Künstlerin, die sich im Laufe der Zeit in eine frühe Modernistin verwandelte, auch wenn sie dabei ihre persönlichen Charakterzüge nie vergaß und die Neigung hatte oft Kinder mit auf ihren Gemälden unterzubringen. Faustman hatte sehr wenige Einzelausstellungen, sondern präsentierte ihre Werke überwiegend in Sammelausstellung, erst gemeinsam mit den Optimisterna, später den Independenterna und schließlich mit der Gruppe Färg och Form. Mollie Faustman, die am 4. Januar 1966 in Stockholm starb, hinterließ zahlreiche Landschaftsgemälde, die sie vor allem im Västergötland und im Hälsingland verwirklichte, wobei einige davon in den bedeutendsten Museen Schwedens zu finden sind.


15. März 1568: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
15. März 1568: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
15. März 1724: Anders af Botin und die Geschichtsschreibung Schwedens
15. März 1794: Die Schriftstellerin Anna Fredrika Ehrenborg
15. März 1795: Der königliche Leibarzt Abraham Bäck
15. März 1821: Abraham Niclas Edelcrantz, der Skalde des Königs Gustav III.
15. März 1850: Carl Bildt, Diplomat, Schriftsteller und Kammerherr
15. März 1907: Zarah Leander, eine Karriere in Deutschland
15. März 1931: Unterwegs auf dem Göta Kanal
15. März 1935: Johan Ramstedt, eine Notlösung als Ministerpräsident 
15. März 1938: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden
15. März 1981: Die schwedische Sängerin Veronica Maggio 
15. März 1999: Der erste Nachrichtenkanal Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 12. März 2019

Der Hofmaler Johan Pasch der Ältere

Johan Pasch, auch Johan Pasch der Ältere genannt, kam am 12. März 1706 als Sohn eines deutsch-schwedischen Hofmalers in Stockholm zur Welt und gehörte zu den ersten Schülern, die die neu gegründete Königliche Ritareakademien, eine Kunstschule im Schloss, besuchte. Nach Abschluss dieser Ausbildung machte Pasch sehr deutlich, dass er kein Handwerker, sondern ein freier Künstler sei. Pasch hatte bei seinem Vater zudem ein Malerlehre gemacht und nach der Akademie sowohl in Holland, als auch in Paris Malerei studiert und sich dort vor allem mit Rokoko zu beschäftigt, einem Stil, der damals völlig neu war. Nach seiner Rückkehr nach Schweden wurde Pasche als Schlossdekorateur angestellt und 1748 auch zum Hofmaler ernannt.

Ab 1732 arbeitete Johan Pasch unter Guillaume Thomas Taraval insbesondere an der Dekoration des Schlosses in Stockholm und war damit einer der ersten Künstler Schwedens, die dabei französische Blumenmuster und Ornamente im Rokokostil verwirklichten. Der nächste große Auftrag für Johan Pasch kam 1739, als er mit Maskerade-Gemälde des Tessinschen Palais beauftragt wurde, bei dem auf den Gemälden die Köpfe der Menschen durch Affenköpfe ersetzt wurden. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist heute der Regierungssitz des Regierungspräsidenten der Region Stockholm und gehrt dem schwedischen Staat, kann jedoch nicht besichtigt werden.

Johan Pasch, der am 16. Januar 1769 in Stockholm starb, hat indes nicht nur in Schlössern, der Schlosskirche und dem Tessinschen Palais seine Spuren hinterlassen, sondern er hinterließ auch einige sehr bedeutende Gemälde und er verwirklichte sechs Gobelins mit Darstellungen aus den Fabeln des französischen Schriftstellers Jean de La Fontaine. Sämtliche Werke Paschs sind sehr eng an die französische Kunstlinie der Epoche angelehnt, wobei man auch deutlich die Einflüsse seines Lehrers Taraval feststellen kann, dessen unvollendete Werke Johan Pasch nach dem Tode des Künstlers fertigstellte.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1610: Schweden nimmt die russische Hauptstadt Moskau ein
12. März 1689: Der Reichsrat Gustaf Kurck 
12. März 1781: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen
12. März 1864: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag
12. März 1890: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens
12. März 1899: Das Musik- und Theatermuseum in Stockholm
12. März 1912: Sixten Sason und die Saab-Modelle
12. März 1929: Der Sänger und Musiker Owe Thörnqvist
12. März 1932: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen
12. März 1955: Der schwedische Architekt Folke Zettervall
12. März 1995: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 9. März 2019

Der Künstler und Zeichner Jonas Åkerström

Jonas Åkerström kam am 9. März 1759 unter dem Namen Johan Jonsson als Sohn eines Landwirts in Åkre im Hälsingland zur Welt. Sehr früh hatte er eine Neigung zur Malerei, denn statt in der Landwirtschaft zu helfen, dekorierte er bereits als Kind die Häuser der Nachbarn. Der Vater schickte ihn, um ihn von der Kunst abzubringen in die Grundschule nach Hudiksvall, wenn auch nicht mit dem erhofften Erfolg. Schließlich vermittelte ihm der Vater eine fünfjährige Lehre beim Malermeister Paul Michelsson Hallberg. Als Geselle reiste Åkerström dann nach Stockholm um bei Olof Åkerberg und anschließend bei Anders Holm zu arbeiten, wo er sich deutlich als Maler von Blumenmotiven auszeichnete.

Im Jahr 1783 schrieb sich Jonas Åkerström an der Kunstakademie ein, wo Künstler wie Carl Gustaf Pilo und Johan Tobias Sergel sehr schnell sein Talent entdeckten und ihn vor allem im Dekormalen ausbildeten, was dazu führte, dass er mehrmals von Louis Jean Despez für das Malen von Opernkulissen beschäftigt wurde. Allerdings war dies nicht gerade der Traum Åkerströms, der weder Dekor, noch eine vergängliche Kunst schaffen wollte, sondern davon träumte historische Szenen zu malen. Seine Abschlussarbeit an der Kunstakademie im Jahr 1787 war entsprechend auch das Thema Meleager, eine Szene der griechischen Geschichte. Åkerström gewann damit zwar den ersten Preis, aber die Akademie hatte um diese Zeit zu wenig Kapital um dem Künstler eine Studienreise zu finanzieren.

Um Jonas Åkerström dennoch den Weg zum Geschichtsmaler und einer Studienreise nach Italien zu ermöglichten, kontaktierte Carl Fredrik Adelcrantz und einige andere seiner Freunde eine Einsammlung bei den Kunztmäzenen der Stadt, so dass der Künstler 1788 tatsächlich nach Rom aufbrechen konnte. Seine Studien in Rom waren vielversprechend und die Gemälde, die Åkerström zur Kunstakademie schickte, führten dazu, dass er 1794 als Mitglied in die Akademie gewählt wurde. Allerdings sollten sich die Träume Åkerströms nicht mehr erfüllen, denn er starb bereits am 24. November 1795 an einer Lungenentzündung in Rom, gerade einmal 36 Jahre alt.


9. März 1699: Der schwedische Rechtsgelehrte Lars Fleming
9. März 1735: Der Wissenschaftler Torbern Bergman
9. März 1846: Freiherr Johan Nordenfalk, Justizstaatsminister
9. März 1865: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
9. März 1910: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
9. März 1938: Barbro Margareta Svensson, alias Lill-Babs
9. März 1945: Schweden befreit Gefangene in Deutschland
9. März 1957: Die schwedische Sozialdemokratin Mona Sahlin
9. März 1975: Die schwedische Sängerin Lisa Miskovsky

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 8. März 2019

Der Künstler Carl August Fahlgren

Carl August Fahlgren wurde am 8. März 1819 in Norrtälje zur Welt und kam 1833, im Alter von 14 Jahren, nach Stockholm um dort als Verkäufer zu arbeiten. Im Jahr 1844 öffnete Fahlgren dann seinen eigenen Kolonialwarenhandel in der schwedischen Hauptstadt, den er anschließend rund 30 Jahre lang behalten sollte, bevor sich Fahlgren dazu entschied sich der Kunst zu widmen, die bis dahin nur sein Freizeitvergnügen war. Bereits als Fahlgren seinen Laden gründete, nahm er jedoch jeden Sonntag bei Andreas Fornander Unterricht in der künstlerischen Malerei und besuchte auch ein halbes Jahr lang die Einführungskurse der Kunstakademie.

In den ersten Jahren widmete sich Carl August Fahlgren vor allem dem Kopieren von Landschaftsmalereien, vermutlich um sich dadurch mit den Techniken der Malerei besser vertraut zu machen. Während Fahlgren Anfangs nur durch Schweden reiste, unternahm er 1854, gemeinsam mit Gustaf Carleman, eine etwas ausgedehntere Studienreise nach Dänemark, Deutschland und Frankreich, was mit Sicherheit einen großen Einfluss auf Fahlgren ausübte, denn auch Carleman malte vor allem Landschaften und natürlich Stockholm, allerdings mit dem Unterschied, dass sich Carleman auch sehr für die Fotografie interessierte.

Carl August Fahlgren, der 1866 in den Vorstand der Künstlerklubs gewählt wurde, verkaufte sein erstes Gemälde im Jahre 1857 an den Verein schwedischer Künstler, was den Künstler in seiner Tätigkeit bestätigte und dazu führte, dass Fahlgren im Laufe der Jahre knapp 600 Landschaftsgemälde malte, sehr oft Motive, die er in den Schären vor Stockholm fand. Trotz seiner einfühlsamen Gemälde gelang es Carl August Fahlgren, der am 2. Mai 1905 in Stockholm starb, nicht in die größeren Museen des Landes zu kommen, sondern seine Bilder sind über das ganze Land verbreitet, und nur ein einziges der Gemälde, findet man im Stockholmer Stadtmuseum.


Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Februar 2019

Der finnlandschwedische Künstler Hjalmar Grahn

Hjalmar Grahn kam am 20. Juli 1882 als Sohn eines Apothekers und Politikers im finnischen Kotka zur Welt. Grahn bereitete sich nach seiner Hochschulreife erst sieben Jahre lang auf das Lehramt vor, wechselte dann zum Ingenieurstudium, um sich letztendlich für die Kunst zu entscheiden und am Ateneum in Helsingfors (Helsinki) ein Kunststudium zu beginnen. Bereits nach einem Jahr am Ateneum ging Grahn an die Académie Colarossi in Paris um sich dort weitere zwei Jahre dem Kunststudium zu widmen. Nach seiner Rückkehr nach Finnland entschied sich Grahn 1913 nach Südamerika auszuwanderen, arbeite dort ein Jahr lang als Schafherde, verdiente anschließend sein Geld als Maler in Punta Arenas und ging 1917 schließlich nach Stockholm, wo er sich permanent niederließ.

In Stockholm begann Hjalmar Grahn vor allem die dunstige Atmosphäre der Stadt in den Morgenstunden und bei schlechtem Wetter einzufangen, was ihm 1918 bei einer ersten Ausstellung in der Galerie Ny Konst die Gunst der Kritiker brachte. Aber erst nach einigen weiteren Ausstellungen und seine Mitgliedschaft in der 1932 gegründeten Künstlervereinigung Färg och Form brachte Grahn dann wirklich den Durchbruch als Künstler, der in wenigen Jahren auch gelernt hatte die Farben bei der Gestaltung seiner Gemälde zur Perfektion zu meistern und einen persönlichen Stil zu entwickeln, der jenem der Koloristen sehr nahe kam.

Hjalmar Grahn wird heute als einer der bedeutendsten Stockholm-Schilderer betrachtet, auch wenn der Künstler, der vor allem mit Öl und Pastellfarbe arbeitete, auch Landschaften der Stockholmer Schären, Portraits und Stillleben malte. 1944 wurde Grahn als Mitglied in die Kunstakademie gewählt, was gewissermaßen auch mit einem Umbruch seines Schaffens verbunden wird, denn Grahn, der am 26. Februar 1949 in Stockholm starb, malte während der letzten drei Jahre seines Lebens insbesondere Naturimpressionen der Schären und Blumensteilleben. Seine Werke findet man in mehreren Museen Schwedens, unter anderem auch im Moderna Museet in Stockholm.<


26. Februar 1416: Christoph von Bayern wird König in Schweden
26. Februar 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa 
26. Februar 1658: Der Frieden von Roskilde und das heutige Schweden 
26. Februar 1729: Anders Chydenius, ein Kämpfer für die Freiheit
26. Februar 1739: Göran Josuæ Adelcrantz und der Fall eines Hofarchitekt 
26. Februar 1814: Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden
26. Februar 1861: Die schwedische Künstlerin Fanny Brate
26. Februar 1880: Karin Smirnoff, die unbekannte Tochter Strindbergs
26. Februar 1889: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
26. Februar 1940: Die Schriftstellerin Agneta Pleijel

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 25. Februar 2019

Johan Zacharias Blackstadius, Künstler und Graphiker

Johan Zacharias Blackstadius kam am 14. März 1816 als Sohn eines Seekapitäns in Falkenberg im Halland zur Welt und musste zwischen 1824 und 1829 seinem Vater mit auf die Reisen folgen. An jedem Hafen, an dem das Schiff dann einige Tage lang zum Laden oder Entladen lag, wurde der Junge an Land gesetzt um dort Privatunterricht zu erhalten. Im Alter von dreizehn Jahren kam Blackstadius dann bei einem Lithographen in die Lehre, der Blackstadius auch das Zeichnen beibrachte. Parallel zu dieser Ausbildung besuchte der Jugendliche auch Abendkurse an der Kunstakademie in Stockholm.

Nach seiner Ausbildung und einigen Reisen durch Schweden ging Johan Zacharias Blackstadius 1844 für fünf Jahre nach Finnland um dort als Porträtmaler und Maler von Altartafeln aktiv zu werden. Dank dieser Einkünfte konnte sich der Künstler anschließend eine längere Studienreise nach Paris, Florenz und Rom leisten, wo er sich insbesondere für Fresken interessierte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahr 1854 begann Blackstadius insbesondere Landkirchen zu restaurieren und die dortigen Fresken wieder herzustellen, was auch dazu führte, dass der Künstler bald einige Aufträge bekam die Kalkmalereien mittelalterlichen Kirchen zu restaurieren. Auch wenn Blackstadius damals viel Lob für seine Restaurationen bekam, so würde man diese heute meist als Stümperarbeit bezeichnen, da man um diese Zeit keinen großen Wert auf die Qualität und das Einhalten der ursprünglichen Techniken legte und Blackstadius einfach zur naiven Malerei griff.

Auch die Lithographie hatte Johan Zacharias Blackstadius nicht zur Seite gelegt, denn 1839 illustrierte der Künstler die Frithiofs saga des Dichters Esaias Tegnér und gegen 1870 wirkte er mit Bild und Text an der Wochenzeitung Ny Illustrerad Tidning mit, an der zahlreiche bedeutend Künstler und Schriftsteller Schwedens während des 35-jährigen Bestehens mitwirkten. Während die Leistung des Künstlers an der Restauration von Fresken sehr zweifelhaft ist, zeichnet sich Johan Zacharias Blackstadius, der am 25. Februar 1898 in Stockholm starb, besonders als Porträtist und Geschichtsmaler aus, wobei seine historischen Gemälde sehr stark vom damaligen Volksglauben geprägt sind, also auch in die Denkweise jener Zeit einführt.


25. Februar 1683: Der Erzbischof Jacob Benzelius
25. Februar 1834: Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen
25. Februar 1764: Carl Gustaf von Brinkman, der Dichter deutscher Seele
25. Februar 1882: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden
25. Februar 1931: Der schwedische Architekt Ove Hidemark
25. Februar 1952: Thomas Ledin, ein Musiker gegen Rassismus
25. Februar 1978: Acht Personen erfrieren im Jämtland
25. Februar 1986: Der schwedische Sänger Danny Saucedo 
25. Februar 1995: Flashback, von der Zeitschrift zum Forum 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 23. Februar 2019

Der Künstler Peter Adolf Hall

Peter Adolf Hall kam am 23. Februar 1739 als Sohn eines Händlers und Politikers in Borås zur Welt und erhielt daher eine entsprechend gute Bildung, die es ihm erlaubte ab 1753 an der Universität Uppsala Medizin und Naturwissenschaft zu studieren, zur Zeit, als Carl von Linné an dieser Fakultät unterrichtete. Bereits 1755 begab sich Hall dann auf eine vierjährige Studienreise, die ihn vor allem auch nach an die Universität Greifswald führte, wo er seine Kenntnisse in Medizin erweitern wollte. Allerdings entdeckte Hall dort die Musik und die Malerei, die ihn bald mehr faszinierten als die Medizin.

Als Peter Adolf Hall daher 1760 nach Schweden zurückkehrte, hatte er eine solide Ausbildung als Miniaturmaler erworben und erhielt, dank seiner guten Verbindungen, zahlreiche Aufträge Adelige zu malen, unter anderem auch das Portrait des Kronprinzen Gustav, das für seine Braut, Sofia Magdalena von Dänemark, bestimmt war. Trotz dieses Erfolgs entschied sich Hall 1766 nach Frankreich zu gehen, wo er auch Kontakte zu Alexander Roslin aufnahm, der ihn in die Pariser Gesellschaft einführte. Dass Hall dann in Paris unmittelbar Erfolg hatte, lag wiederum an seiner persönlichen Technik innerhalb der Miniaturmalerei, denn er führte in Frankreich in diesem Kunstbereich die freie Pinselführung ein, auch wenn dies nicht von allen französischen Künstlern positiv gesehen wurde.

Peter Adolf Hall sollte in Paris bleiben, dort heiraten und wurde nach bereits drei Jahren auch in der dortigen Kunstakademie aufgenommen. Der absolute Durchbruch kam für Hall im Jahr 1769, als er im Salon de Paris das Portrait des Dauphin Ludvig, dem späteren König Ludwig XVI., ausstellte. Nach dieser Ausstellung wurden Hall die beiden Ehrentitel peintre du Cabinet du Roi und peintre des Enfants de France verliehen. Hall malte in dieser Zeit jedes Jahr etwa 70 Gemälde und hatte ein bedeutendes Einkommen, was sich jedoch nach dem Sturm auf die Bastille änderte, denn 1791 musste er in aller Eile Frankreich verlassen, seine Familie zurücklassen und nach Belgien flüchten. Bereits am 15. Mai 1793 starb Hall dann in Liège.


23. Februar 1717: Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft
23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung
23. Februar 1868: Hjalmar Molin, Architekt und Künstler
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
23. Februar 1917: Helga Henschen, Schriftstellerin, Künstlerin und Illustratorin
23. Februar 1967: Das Schloss Skokloster wird Museum
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden
23. Februar 2012: Prinzessin Estelle kommt zur Welt 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Februar 2019

Der Künstler und Graphiker Max Walter Svanberg

Max Walter Svanberg kam am 21. Februar 1912 als Sohn eines Bäckers in ärmlichen Verhältnissen in Malmö zur Welt und wollte eigentlich mit 15 Jahren Violinbauer werden, da diese Instrumente an den Körper einer Frau erinnert. Svanberg fand zwar keine Lehre im Violinbau, aber er wurde im Reklamebüro des Malmöer Kinos Palladium angestellt, erst als Kraft für Alles, und ab 1931 dann als Reklamemaler, wobei er für diese Tätigkeit auch mehrere private Kunstschulen der Stadt besuchte. Svanberg entschied sich ein Jahr später Künstler zu werden und ging nach Stockholm, wurde jedoch von der Kunstakademie als Student abgelehnt.

Max Walter Svanberg entschied sich daher die Otto Sköld Künstlerschule in Stockholm zu besuchen, wo er jedoch wenig Inspiration fand, da der Künstler stark vom Kubismus und mehr dem Malen weiblicher Körper der Malmöer Schulen beeinflusst war als einem klassischen Kunstunterricht. 1934 kam dann jedoch die persönliche Katastrophe, denn Svanberg erkrankte an Polio und sowohl der linke Arm als auch das linke Bein erlahmten nahezu vollständig. Svanberg arbeitete jedoch weiter als Künstler und hatte in den Folgejahren auch einige Ausstellungen, ohne jedoch wirklich einen Durchbruch zu erleben.

Den ersten größeren Erfolg hatte Max Walter Svanberg dann jedoch 1945, als er seine Werke in der Gummesons Kunsthalle ausstellte, denn die Kritiker bezeichneten ihn als Bildpoeten, was die Werke des avantgardistischen Künstlers mit der Neigung zu surrealistischen und erotischen Frauenportraits sehr nahe kommt. Noch im gleichen Jahr gründete Svanberg auch, gemeinsam mit zwei anderen Künstlern, die Imaginisterna, die er jedoch 1952 wieder verließ. Vor allem die positive Einstellung des surrealistischen Poeten André Breton und dessen Unterstützung verhalten Svanberg in den 50er und 60er Jahren zu einer internationalen Anerkennung. Auf Grund der Polio-Erkrankung verlor Svanberg Ende der 70er Jahre die Fähigkeit zu malen und er widmete sich dann, bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1982, der künstlerischen Collage. Svanberg starb am 28. Mai 1994 in Malmö, hatte jedoch, seit dem Tod seiner Frau keinerlei künstlerische Arbeit mehr geleistet.


21. Februar 1527: Der schwedische Revolutionär Knut Mikaelsson
21. Februar 1745: Der schwedische Architekt Olof Tempelman
21. Februar 1808: Der Finnische Krieg beginnt 1808 in Abborrfors (Ahvenkoski)
21. Februar 1861: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen
21. Februar 1882: Der Schauspieler und Regisseur Ivar Kåge
21. Februar 1907: Der schwedische Ministerpräsident Erik Gustaf Boström
21. Februar 1934: Betzy Ählström, die erste Glaskünstlerin Schwedens
21. Februar 1950: Håkan Nesser, Kommissar Van Veeteren und Kommissar Barbarotti
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren
21. Februar 1976: Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. Februar 2019

Der schwedische Künstler Caleb Althin

Caleb Althin kam am 20. Februar 1866 als Sohn eines Priesters in Karlskrona zur Welt und studierte zwischen 1885 und 1894 Kunst an der Kunstakademie in Stockholm. Nach seinem Studium verbrachte Althin zwei Jahre auf einer Studienreise in Frankreich und in Deutschland bei der er seine künstlerischen Fähigkeiten noch weiter verbesserte und sich auf die Dekormalerei spezialisierte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete der Künstler insbesondere als Dekorationsmaler in einigen der bedeutendsten Kirchen Schwedens, unter anderem der Domkirche in Uppsala und der Sofiakirche in Stockholm.

Parallel zu dieser Tätigkeit gründete Caleb Althin jedoch auch eine Schule für künftige Maler, die Althins målarskola, wo der Künstler selbst im freien Zeichnen unterrichtete. In kurzer Zeit entwickelte sich diese Schule zur bekanntesten privaten Kunstschule Skandinaviens in der über mehrere Jahrzehnte hinweg Künstler auf die Prüfung der Kunstakademie vorbereitet wurden, insbesondere auch Frauen, die im allgemeinen nicht überall Zugang hatten. Bereits ein Jahr nach Gründung seiner Schule wurde Althin auch als Kunstlehrer an der Technischen Hochschule in Stockholm beschäftigt und an 1912 hatte er zudem eine Anstellung am heutigen Konstfack.

Caleb Althin gehört mit zu den vielseitigsten Künstlern seiner Zeit, denn neben Fresken und dekorativen Malereien in Kirchen, arbeitete er auch als Illustrator und als Plakatmaler, unter anderem für die Stora Bryggeriet, eine Großbrauerei, in Stockholm und er bewies auch mehrmals seine Fähigkeit im Kupferstich, wobei einige seiner graphischen Werke stark an den Jugendstil angelehnt sind. Da Althin mehrere Kunststile meisterte, wurde er zwar sehr viel und sehr gerne beschäftigt, aber er fand wenig Anerkennung bei den etablierten Künstlern seiner Zeit, die alle nur einen bestimmten Stil verfolgten und die Vielseitigkeit Althins mehr dem Handwerk zuordneten. Caleb Althin fand dennoch den Zugang zur Nationalgalerie in Stockholm.


20. Februar 1513: Johan II. von Schweden, König für vier Jahre
20. Februar 1636: Die Entwicklung der schwedischen Post
20. Februar 1636: Der Reichsrat Axel Oxenstierna af Södermöre
20. Februar 1816: Anders Jönsson und die schwedische Textilindustrie
20. Februar 1856: Carl David Skogman und wie Wirtschaftspolitik Schwedens
20. Februar 1866: Der schwedische Architekt Carl Westman
20. Februar 1903: Der schwedische Maler Gotthard Werner
20. Februar 1916: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
20. Februar 1917: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale
20. Februar 1955: Klas Östergren, das exzentrische literarische Genie
20. Februar 1988: Die schwedische Künstlerin Idun Lovén 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Februar 2019

Der schwedische Künstler Tore Strindberg

Tore Strindberg kam am 19. Februar 1882 als Sohn eines Großhändlers in Stockholm zur Welt und studierte zwischen 1898 und 1902 bei Adolf Lindberg die Medaillengravur, so dass er bereits 1902, als er sich an der Kunstakademie einschrieb, eine erste künstlerische Ausbildung hatte. Bereits während seines dortigen Studiums nahm Strindberg daher an einigen Ausstellungen teil um sich einen Namen zu machen. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1907 machte Strindberg, wie nahezu jeder Künstler seiner Zeit, eine längere Studienreise, die ihn insbesondere auch nach Paris führte, das Zentrum europäischer Kunst dieser Epoche.

Als Tore Strindberg aus Frankreich zurückkehrte, erhielt er seinen ersten öffentlichen Auftrag und gestaltete die Altartafel der Engelbrekskyrkan in Stockholm. Neben seinen zahlreichen öffentlichen Skulpturen in Bronze und Holz beteiligte sich Strindberg an zahlreichen internationalen Ausstellungen, unter anderem in Kopenhagen, Venedig, Wien und anderen Städten mehr, was ihm mehrere Preise und ein bedeutendes Stipendium einbrachten. Als seine skulpturalen Meisterwerke gelten der Brunnen „Die fünf Kontinente“ in Göteborg und die Skulptur Krokus in Stockholm, die beide im klassischen Stil geschaffen wurden.

Auch wenn Tore Strindberg rund 90 Medaillen und Plaketten schuf, unter anderem für die Olympischen Spiele, aber auch in Erinnerung an Selma Lagerlöf, Anna Retzius und andere Persönlichkeiten Schwedens, ist diese Seite seines künstlerischen Schaffens weniger bekannt als selbst seine Grabmonumente, unter denen insbesondere das Monument in Erinnerung an die Teilnehmer der Polarexpedition des Forschers Salomon August Andrée, bei der er nicht zur klassischen Skulptur griff, sondern seiner Kunst den Symbolismus beifügte. Werke des Künstlers, der am 6. Februar 1968 in Stockholm starb, sind auch in allen bedeutenden Museen Schwedens zu finden.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1841: Elfrida Andrée und der frühe Feminismus Schwedens
19. Februar 1841: Die schwedische Schriftstellerin Ulrika Widström 
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
19. Februar 1989: Der Globen in Stockholm
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin