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Samstag, 13. August 2011

Lisa Nilsson, zwischen Jazz, Pop und schwedischer Volksmusik

Die schwedische Sängerin Lisa Nilsson wurde am 13. August 1970 in Tyresö bei Stockholm geboren und hatte ursprünglich keine Karriere als Sängerin geplant, sondern begann mit elf Jahren an der Tanzschule Lasse Kühlers, wählte im Gymnasium dann ebenfalls die Tanzausbildung und setzte schließlich mit einer professionellen Ausbildung an der Ballettakademie fort, deren Abschluss im Grunde eine sichere Zukunft als Tänzerin bietet. Aber schon als sie 17 Jahre alt war, kam Nilsson etwas auf Abwege, da sie 1987 den Talentwettbewerb Stjärnskott gewann und bereits ein Jahr später einige Fernsehauftritte und ein Schallplattenvertrag kamen.

Auch wenn Lisa Nilsson bereits vorher in der Gruppe Stage Four mitwirkte, kam der erste musikalische Erfolg erst 1989 mit dem der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest, dem Melodifestivalen, bei dem sie mit ihrem Beitrag Du auf dem vierten Platz landete. Der Durchbruch ließ jedoch trotz des ersten Erfolges auf sich warten, denn die englischen Lieder Nilssons im Stil von Who's That Boy waren zu unpersönlich. Erst als Lisa Nilsson 1991 die Plattenfirma, den Texter und den Komponisten wechselte und Himlen runt hörnet aufnahm, schlug die Sängerin ein und verkaufte 450.000 Alben in Schweden.

Da Lisa Nilsson jedoch in den Folgejahren ihren Musikstil immer wieder wechselte, konnte sie an ihren Erfolg ihres ersten schwedischen Album nicht mehr anknüpfen, denn man erwartete weder Jazz noch klassische Interpretationen von Nilsson, weswegen sie bei ihren Tourneen und Auftritten auch immer wieder gebeten wurde die bereits bekannten schwedischen Lieder zu singen. Ein Aufenthalt im Frühling 2004 in Brasilien führte Lisa Nilsson zur Musik des Landes aus den 60er und 70er Jahren, einer Schallplatte, die nahezu unbemerkt blieb. Im Jahre 2009 nahm Nilsson dann ein Samba-Album in Brasilien auf, das die Kritik nur sehr eingeschränkt lobte, da man noch immer die Lisa Nilsson mit Himlen runt hörnet suchte. Im Jahr 2012 stand die Sängerin dann mit einer Hauptrolle auf der Bühne des Stockholmer Stadttheaters und 2013 präsentierte sie ihre neue Single Var är du min vän beim Allsång på Skansen in Stockholm, die ihr kommendes Album einleitet.

13. August 1645: Der Frieden von Brömsebro unter Königin Kristina
13. August 1905: Norwegen entscheidet sich gegen eine Union mit Schweden 

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Kulturfestival 2013

Mittwoch, 15. Juni 2011

Gabriel Gustafsson Oxenstierna auf Tyresö Schloss

Am 15. Juni 1587 wurde Gabriel Gustafsson Oxenstierna af Eka och Lindö in Reval geboren, ein Mann, der vielleicht etwas weniger bekannt ist als sein Bruder, der Reichskanzler Axel Oxenstierna, der jedoch eine sehr wichtige Rolle in der schwedischen Geschichte zu Beginn des 17. Jahrhunderts spielte und am 27. November 1640 auf seinem Schloss Tyresö im Södermanland starb.

Gabriel Gustafsson Oxenstierna war dreimal verheiratet und diente unter drei verschiedenen schwedischen Königen. Ab 1604, als Oxenstierna bei König Karl IX. in Dienst trat, ging seine politische Karriere in schnellen Schritten voran. Bereits 1618 war er Stadthalter von Stockholm, dem Uppsala Län und dem Uppsala Schloss, wobei er unter König Gustav II. Adolf Schweden mehrmals in Dänemark, Deutschland, Holland und England repräsentierte.

Beim Tode Gustav II. Adolfs hatte Gabriel Gustafsson Oxenstierna bereits so viel Macht, dass er beim Reichstag Kristina von Schweden als künftige Königin Schwedens vorschlagen konnte. 1634 ernannte ihn Kristina dann zum Riksdrot, dem zweiten Mann des Landes, der Kristina beriet und in zahlreichen Fällen auch vertrat. Oxenstierna übernahm in dieser Zeit sehr viele Errungenschaften und Kenntnisse aus Deutschland, die er lediglich dem schwedischen System anpasste.


15. Juni 1744: Maria Kristina Kiellström, bekannt als Ulla Winblad
15. Juni 1981: Kodjo Akolor, Komiker wider seinen Willen

Copyright: Herbert Kårlin