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Mittwoch, 29. April 2015

Der Künstler Lorens Pasch der Jüngere

Als Lorens Pasch der Jünger am 29. April 1805 im Alter von 71 Jahren starb, hatte er in seiner Aufgabe als Professor und Direktor der Kunstakademie die Kunstentwicklung Schwedens, insbesondere der schwedischen Porträtmalerei, über Jahrzehnte hinweg deutlich geprägt, vielleicht weniger durch seine eigene Werke, jedoch durch seine Tätigkeit als anerkannter Lehrer und die Tatsache, dass ihn das Königshaus regelmäßig mit Portraits beauftragte. Pasch hinterließ bei seinem Tod über 250 Gemälde, die teilweise jedoch auch von seiner Schwester Ulrika Pasch bearbeitet oder fertiggestellt waren.

Lorens Pasch der Jüngere war am 6. Juni 1733 zur Welt gekommen und wurde ab den jüngsten Jahren von seinem Vater, der ebenfalls Künstler war, in der Malerei unterrichtet. Dennoch entschloss sich der Jugendliche dann erst die Laufbahn eines Priesters einzuschlagen. Pasch änderte seine Entscheidung jedoch sehr bald und ab 1752 studierte er bei Carl Gustaf Pilos in Kopenhagen Malerei. Sechs Jahre lang blieb der Künstler bei Pilos, der ihn nicht nur kostenlos unterrichtete, sondern ihm, ohne jede Bezahlung, auch Unterkunft und Nahrung bot. Nach diesen sechs Jahren bezahlte ihm sein Vater eine Studienreise nach Paris, wo Pasch weitere sieben Jahre an der Kunstakademie verbrachte. Nach einem Umweg über Deutschland und Holland kehrte der Künstler schließlich 1766 zurück nach Stockholm.

Zurück in der Heimat wurde Lorens Pasch dann von Jean Erik Rehn König Adolf Fredrik vorgestellt, der den Künstler unmittelbar mit seinem Portrait beauftragte, was Pasch jedoch nicht nur Rehn verdankte, sondern auch der Tatsache, dass sein ausgezeichneter Ruf als Porträtmaler weitaus früher in Stockholm angekommen war als der Künstler selbst. Die Ausführung dieses Gemäldes führte dazu, dass sich immer mehr Adelige an Pasch wandten und vom ihm porträtiert zu werden, zudem erlaubte ihm dies auch seinen Zugang zur Akademie.


29. April 1442: Krister Nilsson und die Kalmarer Union
29. April 1659: Sophia Elisabet Brenner, Frauenliteratur im 17. Jahrhundert
29. April 1659: Sophia Elisabet Brenner und die Frauenbewegung
29. April 1742: Der Bergwerksarzt Johan Moraeus
29. April 1812: Emilie Högqvist, ein kurzes Leben im Glanz
29. April 1913: Schwedischer Reißverschluss erobert die Welt

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. April 2015

Die schwedische Künstlerin Ulrika Pasch

Als Ulrika Pasch am 2. April 1796 in Stockholm starb, war sie die erste Frau Schwedens, die beruflich als künstlerische Malerin gearbeitet hatte und sie war gleichzeitig die erste Frau, die Mitglied der im Jahre 1773 gegründeten Kunstakademie war, da Ulla Adlerfelt, ebenfalls eine Künstlerin, nur im Vorläufer der Kunstakademie Mitglied war. Aber auch wenn Ulrika Pasch von der Kunst leben konnte, so war es ihr als Frau unmöglich, trotz mehrerer Anträge, eine Pension als Künstlerin zu erhalten, im Gegensatz zu ihrem Bruder.

Ulrika Pasch war am 10. Juli 1735 als Tochter des Malers Lorens Pasch des Älteren zur Welt gekommen und hatte daher von ihrem Vater in frühester Kindheit das Malen gelernt, gemeinsam mit ihrem Bruder Lorens und ihrer Schwester Hedvig Lovisa. Während jedoch ihr Bruder nach Paris geschickt wurde um dort Kunst zu studieren, so sollte sich Ulrika um ihren Vater kümmern und musste daher als Haushälterin arbeiten und konnte ihre künstlerische Aktivität nur in ihrer Freizeit ausüben. Ulrika Pasch malte nebenbei die Portraits schwedischer Regenten und kopierte die Werke anderer Künstler. Da ihre Werke sehr geschätzt wurden und Ulrika damit ihre Begabung zeigen konnte, kamen bald die Porträtaufträge aus dem weiten Bekanntenkreis.

Als Ulrika Paschs Bruder Lorens Pasch der Jüngere 1766 aus Paris zurückkehrte, entschieden sich die beiden Geschwister in einem gemeinsamen Atelier zu arbeiten und die Schwester Hedvig Lovisa schloss sich den beiden als Haushälterin an. Ulrika malte ab dieser Zeit nicht nur eigene Werke, sondern auch Details in den Gemälden des Bruders. Der Stil der beiden Geschwister kam sich so nahe, dass es bis heute nahezu unmöglich ist die Werke der beiden, ohne die entsprechende Signatur, unterscheiden zu können. Während Ulrika Pasch ihre ersten Portraits auch deswegen verkaufte, weil sie sehr billig war, wurde sie später auch häufig von den Mitgliedern des königlichen Hofes mit Portraits beauftragt. Drei ihrer Werke können heute im Nationalmuseum in Stockholm betrachtet werden.


2. April 1884: GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens 
2. April 1904: Karl Ragnar Gierow holt das europäische Theater nach Schweden 
2. April 1954: Der schwedische Künstler Lars Lerin
2. April 1954: LIN, die schwedische Fluggesellschaft Linjeflyg
2. April 1974: Håkan Hellström, Musik aus Schweden 
2. April 1995: Hannes Alfvén, ein Nobelpreisträger als Kernkraftgegner

Copyright: Herbert Kårlin

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