Donnerstag, 25. Januar 2018

Der schwedische Mathematiker Helge von Koch

Helge von Koch kam am 25. Januar 1870 in Stockholm zur Welt und gehörte einem sehr alten livländischen Adelsgeschlecht an, dem zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten angehörten. Nach seiner Hochschulreife im Jahr 1887 schrieb sich von Koch an der Hochschule in Stockholm ein, um jedoch bereits nach einem Jahr an die Universität Uppsala zu wechseln, da Stockholm um diese Zeit noch keine Examen abnehmen durfte. Das Jahr in Stockholm war für den zukünftigen Mathematiker dennoch von großer Bedeutung, da er dort Schüler von Gösta Mittag-Leffler war.

Bereits 1892, im Alter von 22 Jahren, hatte Helge von Koch zwei Doktorarbeiten zur Mathematik abgegeben und seinen Doktortitel in Uppsala erhalten. Auf Grund seiner außerordentlichen Leistungen erhielt von Helge dann unmittelbar eine Dozentenstipendium für die Hochschule in Stockholm und 1905 wurde er an der KTH  in Stockholm zum Mathematikprofessor ernannt und trat damit die Nachfolge von Ivar Otto Bendixson an. Nur sechs Jahre später wechselte der Mathematiker dann jedoch zur Hochschule über um  die Stelle seines früheren Lehrers, Gösta Mittag-Leffler anzutreten.

Auch wenn der Mathematiker Helge von Koch heute vor allem mit der nach ihm benannten Koch-Kurve verbunden wird, so zeigte er sich während seiner wissenschaftlichen Aktivität sehr vielseitig und zeichnete sich durch sehr zahlreiche Veröffentlichungen aus. Von Koch erweiterte die Theorie der Primzahlen, arbeitete an unendlichen Matrizen, beschrieb das unendliche System der Differentialgleichungen und gehörte mit zu den Gründern der Funktionsanalyse. Auch seine Vorleistungen zur Quantenmechanik machen den Mathematiker, der am 11. März 1924 in Danderyd starb, in der Welt der Mathematik unsterblich.


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Copyright: Herbert Kårlin

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