Donnerstag, 26. April 2018

Der Kunsthandwerker Erik Fleming

Erik Fleming kam am 26. April 1894 als Sohn eines Direktors in Stockholm zur Welt und besuchte nach seiner Hochschulreife die Malerschule Caleb Althin in Stockholm, studierte 1915 für ein Jahr Maschinenbau in Berlin und anschließend zwei weitere Jahre Architektur in München, bevor er dann zurückkehrte nach Stockholm um seine künstlerische Ausbildung dort fortzusetzen. Im Jahr 1921 öffnete Fleming dann seine Silberschmiede „Atelier Borgila“ in der schwedischen Hautstadt, die er dann bis 1950 betrieb.

Bei seiner Arbeit als Silberschmied hatte Erik Fleming den großen Vorteil, im Gegensatz zu den meisten anderen Künstlern der Zeit, auf Grund seiner Maschinenbaustudiums, auch das Material Silber sehr gut zu kennen und damit höchste Qualität zu schaffen. Da um diese Zeit Silber meist auf industrielle Weise bearbeitet wurde, richtete sich Fleming auf Auftragsarbeit ein, die im Einklang mit dem Klassizismus der 20er Jahre stand, wobei er hierbei zehn Jahre später lediglich auf einen Teil der Ornamente verzichten musste. Der bedeutendste Auftrag Flemings war schließlich die Herstellung des staatlichen Hochzeitsgeschenks an Prinz Gustaf Adolf und Prinzessin Sibylla, ein Silberservice mit insgesamt 800 Teilen.

Erik Fleming, der am 14. November 1954 starb, verwirklichte auch sehr viel Kirchensilber jener Epoche und schuf die Embleme der schwedischen Armee. Nicht verwunderlich ist, dass Fleming bereits 1933 auch zum Hofsilberschmied ausgewählt wurde, was seinen Ruf als Künstler nur stärken konnte. Neben seiner Tätigkeit als Künstler wirkte Fleming auch als Lehrer im Kunsthandwerk, zwischen 1947 und seinem Tod sogar als Hauptlehrer für Metallarbeiten am Konstfack in Stockholm. Als Fleming sein Atelier 1950 an die Boliden AB verkaufte, wurde das Atelier in industrieller Form weitergeführt.


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Copyright: Herbert Kårlin

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