Sonntag, 26. Juni 2011

Ingo (Ingemar Johansson) wird Weltmeister im Schwergewicht

Am 26. Juni 1959 (amerikanische Zeit) erreicht Ingo, der eigentlich Jens Ingemar Johansson hieß und am 22. September 1932 in Göteborg geboren wurde, den Höhepunkt seiner Karriere. Im Yankee Stadium in New York schlug er Floyd Patterson im Schwergewicht und wurde damit Boxweltmeister. In ganz Schweden ist Ingo, der am 30. Januar 2009 in Onsala starb, eine Legende, die selbst jene kennen, die sich nicht für den Boxkampf interessieren.

Die Karriere Ingos begann jedoch unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen, da er bei den Olympischen Spielen in Helsinki im Jahre 1952 disqualifiziert wurde, weil das IOK seine Technik als passives Boxen bezeichnete, eine Technik, die später Muhammad Ali weltweit bekannt machte. Auch wenn Ingos Karriere in diesem Jahr zu Ende schien, so machte Ingo nach diesem Vorfall sein Hobby zum Beruf, und 30 Jahre nach seinem Olympiasieg in Helsinki wurde ihm auch die verdiente Silbermedaille nachträglich verliehen.

Ingo war der erste Berufsboxer Schwedens, der Weltmeister wurde und blieb bis heute auch der einzige, der diese Leistung erbrachte. Sein Match in New York wurde von über drei Millionen Schweden in Live über Radio Luxemburg verfolgt, da Sveriges Radio aus moralischen Gründen keinen professionellen Boxkampf übertragen wollte. Als Ingo wenige Tage später auf dem Göteborger Flughafen Torslanda landete, warteten 2000 Fans auf dem Flugfeld auf ihren Weltmeister um ihm zu gratulieren. Im Ullevi warteten dann bereits 20.000 Göteborger auf ihren Helden.

26. Juni 1977: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
26. Juni 1987: Göteborger Humor in Film und Theater

Copyright: Herbert Kårlin

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