Freitag, 17. Juni 2011

Die Ramlösa Heilquelle bei Helsingborg

Am 17. Juni 1707 öffnete Johan Jacob Döbelius die Ramlösa Heilquelle im Südosten Helsingborgs, nachdem er das Wasser bereits in den Jahren 1701, 1705 und 1706 untersucht hatte und eine heilende Wirkung entdeckte. Sehr bald war die Ramlösa Heilquelle überall in Dänemark und Schweden bekannt und als dann im 19. Jahrhundert die königliche Familie und der Adel des Landes regelmäßige Besucher der Heilquelle wurden, war der Zustrom kaum noch aufzuhalten. Als man kurz vor der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert eine neue Quelle fand, die noch mehr Minerale enthielt, konnte das Ramlösa auch in Flaschen abgefüllt werden, was der Beginn des heutigen Unternehmens wurde.


Als die Quelle im Jahre 1801 seine königlichen Privilegien erhielt, durfte das Quellwasser auch verkauft werden, wobei es hier vier Preise gab, denn Arme bekamen es kostenlos, Priester und einige andere Gruppen konnten den Preis selbst festlegen, allgemeine Bürger bezahlten einen Taler und Reiche mussten zwei Taler und 24 Schillinge entrichten. Gleichzeitig mit dieser Entwicklung setzte auch eine starke Bautätigkeit um die Quelle ein, da Hotels, Wohnungen und selbst ein Lazarett nötig wurden. Eingebettet wurde die Gesamtanlage in einen Park, der mittlerweile, wie auch die Gebäude, unter Denkmalschutz stehen.

1973 wurde dann die Abfüllung der Flaschen nach Ättekulla verlegt und sämtliche Kuranlagen wurden geschlossen. Aber auch wenn das Gelände und die Gebäude heute nur noch von touristischem Interesse ist, so wird das Wasser der beiden ursprünglichen Quellen, die unterschiedliches Wasser liefern, weiterhin verkauft und getrunken. Das als natürliches Mineralwasser anerkannte Ramlöse, das man in verschiedenen Geschmacksrichtungen findet, wird mittlerweile allerdings vom dänischen Unternehmen Carlsberg vermarktet.

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Copyright: Herbert Kårlin

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