Sonntag, 12. Juni 2011

Schulessen in Schweden

Am 12. Juni 1946 beschloss das schwedische Parlament, dass alle Schulkinder Recht auf ein kostenloses Essen in der Schule haben. In ganz Europa gibt es ein solches Gesetz auf ein kostenloses Essen bis heute nur in Schweden und Finnland. Nach dem Schulgesetz von 2007 müssen die Gemeinden für die Kosten aufkommen, wobei sie jedoch nur in Grundschulen kostenloses Essen servieren müssen. Die Kosten für jedes Essen liegen im Durchschnitt bei 29 Kronen pro Schüler und Tag. Auf die Nahrungsmittel selbst entfallen dabei etwa elf Kronen.

Das Schulessen als solches geht in Schweden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Allerdings bekamen damals nur die ärmsten Kinder täglich Gröt och Mjölk (Grütze und Milch) serviert. Anfang des 20. Jahrhunderts gingen dann einzelne Gemeinden dazu über den Service auszudehnen und allen Kindern ein einfaches Mahl zu bieten. Am häufigsten war jedoch, dass die Kinder selbst ihre Brote und Milch mit in die Schule brachten und die Lehrer darauf achteten, dass auch alle Kinder etwas aßen.

Ab den 30er Jahren konnten Schulen, die den Kindern ein Essen anboten, staatliche Zuschüsse erhalten, was dazu führte, dass etwa 13 Prozent aller schwedischer Schulkindern ein Schulessen serviert wurde. Ab 1945 wurde dann über ein allgemeines kostenloses Schulessen diskutiert, wobei der Staat mit dem Schulessen die Kinder auch gleichzeitig an gute Tischsitten und ausgeglichenes Essen gewöhnen wollte. 1968 stellte der Staat dann seine Zuschüsse zum Schulessen ein und zwang die Gemeinden die Kosten für die Schulernährung zu übernehmen.

12. Juni 1550: Gustav Vasa gründet die Stadt Helsingfors (Helsinki)
12. Juni 1979: Robin Carlsson, bekannt unter dem Künstlernamen Robyn

Copyright: Herbert Kårlin

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