Freitag, 5. August 2011

Victor Hasselblad und seine legendäre Kamera

Während am 5. August 1926 der bekannte schwedische Autor von Kriminalromanen, Per Wahlöö, geboren wurde, starb am 5. August 1978 Victor Hasselblad, der die nach ihm benannte Mittelformat-Kamera weltweit bekannt machte und neue Maßstäbe in der professionellen Fotografie setzte. Seine Kamera wurde von der schwedischen Verteidigung ebenso verwendet wie von der NASA bei den ersten Ausflügen auf dem Mond, da keine andere Kamera den hohen Anforderungen bei diesen Aufgaben gerecht werden konnte.

Ulf Celéns Victor Hasselblad vor dem Hasselblad Center in Göteborg

Victor Hasselblad, der am 8. März 1906 geboren worden war und seine Ausbildung unter anderem bei Kodak-Pathé in Paris, bei Zeiss Ikon in Dresden und Eastman Kodak in Rochester machte, begann seine Hasselblad-Kamera bei Vogelbobachtungen zu entwickeln, da er seine Bilder in besserer Qualität sehen wollte als zu jener Zeit möglich. Als er seine Gedanken und Ideen zu diesem neuen Kameratyp veröffentlichte, wurde er von der schwedischen Luftwaffe nahezu unmittelbar kontaktiert, die auf der Suche nach einer geeigneten Überwachungskamera war. Victor Hasselblad stellte daraufhin in einer Garage am Göteborger Järntorget die ersten dieser militärischen Kameras her. Nach dem Krieg konnten dann auch Berufsfotografen das Modell erwerben, was der Anfang zum Erfolg dieser professionellen Kameras war.

Gegen Ende seines Lebens gründeten dann Erna und Victor Hasselblad noch die Hasselblad-Stiftung, die seit 1980 an seinem Sitz in Göteborg den Hasselblad-Preis vergibt, der in der Welt der Photographie mit einem Nobelpreis verglichen wird. Außer der Ehre und einem bedeutenden Geldpreis veranstaltet das Hasselblad Center dann ebenfalls eine Ausstellung mi den wegweisendsten Fotos des Gewinners.

Das Hasselblad Center in Göteborg
5. August 1877: Gustav von Wasa, der Kronprinz ohne Thron
5. August 1964: Moa Martinson, die schwedische Autorin der Proletarier
2012: Hasselblad kehrt zurück nach Göteborg

Copyright: Herbert Kårlin

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