Mittwoch, 31. August 2011

Kvarnholmen, die historische Mühle Tre Kronor in Nacka

Am 31. August 1897 nahm die Qvarnaktiebolaget Tre Kronor die Mühle Kvarnholmen in Nacka, wenige Kilometer vor Stockholm, in Betrieb. Die gleichnamige Insel erhielt ihren Namen in den 30er Jahren nach der Mühle, als die Post dort ein Postamt eröffnen wollte und dafür eine Adresse brauchte. Als die Bevölkerung aufgerufen wurde einen Namen für die Insel zu finden, kam es wie selbstverständlich zum Namen Kvarnholmen, dem Teil der Region von Stockholm, der sich nun zu einem neuen modernen Stadtteil entwickelt.

Die Idee zum Bau einer Mühle auf Kvarnholmen kam vom Mehlimporteur und Mehlgroßhändler Carl August Engström, der dort innerhalb eines Jahres eine Mühle von 84 Meter Länge und einer Höhe von 62 Metern bauen ließ. Der Transport von und nach Kvarnholmen musste per Boot erfolgen, da es keine andere Verbindung zum Festland gab. Bei einer Tageskapazität von 200.000 Kilogramm an Roggen- und Weizenmehl musste das eigens dafür gebaute Boot, das ebenfalls Tre Kronor getauft wurde, Tag und Nacht in Betrieb sein.

Das Unternehmen, das bereits einige Jahre später als Kollektiv geleitet wurde, entwickelte sich permanent weiter, wobei auf der Insel auch immer mehr Wohnungen für die Arbeiter entstanden. Die von der Firma beschäftigten Architekten bauten dort sogenannte Lamellenhäuser, die den Arbeitern Fenster auf zwei Seiten der Wohnungen boten und die alle über separates Bad und WC sowie einen Balkon verfügten und zu den modernsten Arbeiterwohnungen der Region Stockholm gehörten.

Als die Mühle auf Kvarnholmen im Jahre 1992 stillgelegt wurde, wurden die Gebäude von der Kooperative, die nach wie vor Eigentümer war, an verschiedene Unternehmen vermietet und auch eine Schule für mehrere hundert Schüler geschaffen. Nahezu 20 Jahre war Kvarnholmen daher ein kulturhistorisches Museum mit 100 Jahre alten Bauten. Gegenwärtig plant Nacka auf der Insel modernste Wohnungen mit bester Aussicht zu schaffen, die der Insel ein neues Aussehen verleihen wird.

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Copyright: Herbert Kårlin

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