Sonntag, 21. August 2011

Das Schloss Vadstena in Östergötland

Wenn man das heutige Schloss Vadstena in Östergötland besucht, so entdeckt man das Gebäude im selben Stil den es zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatte, obwohl große Teile des Schlosses erst am 21. August 1999 eingeweiht wurden, da man Mitte des 19. Jahrhunderts große Teile der Befestigung und einen Turm abriss um die heutigen Befestigungen des Hafens Vadstenas am Vättern zu bauen. Nach 140 Jahren Diskussion beschloss daher 1994 das schwedische Parlament dem Schloss Vadstena sein ursprüngliches Aussehen wiederzugeben.

Das Schloss in Vadstena, eine Verteidigungsanlage von Gustav Vasa

Die ursprüngliche Befestigung Vadstenas und der anschließende Bau des Schlosses unter Gustav Vasa war indes nicht gegen Feinde Schwedens gedacht, sondern als Schutz gegen die Bauerngruppen unter Nils Dacke, der den Bauernaufstand in Småland und Östragötland leitete, eine Gruppe Bauern, die gegen die Steuerpolitik und die Kirchenpolitik Gustav Vasas kämpften, da dies ihre Freiheit und ihre Existenz bedrohte. Dies erklärt auch, warum das Schloss Vadstene in weiten Teilen einer Festung gleicht und daher eine besondere Rolle unter den Vasa-Schlössern Schwedens einnimmt.

Unter der Leitung von Gustav Vasa entstand zwischen 1545 und 1555 erst eine Festung an der Stelle des Schlosses, dem mehrere Gebäude von Handwerkern weichen mussten. Erst als Gustav Vasas Sohn Magnus, der Herzog von Östergötland, das Gebäude als Fürstenwohnung nutzen wollte, wurde dann die Festung zwischen 1555 und 1563 in ein Schloss verwandelt. Während ein Teil des Schlosses heute besichtigt werden kann, findet man heute in der anderen Hälfte und im Wallbau das Landesarchiv von Östergötland und den größten Raum der Region für Messen, Feste und andere bedeutende Ereignisse Vadstenas.

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Copyright: Herbert Kårlin

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