Montag, 15. August 2011

Sigtuna, die Dominikaner und die Mariakyrkan

Nach rund zehn Jahren Bauzeit konnte am 15. August 1247 das Dominikanerkloster zu Ehren Marias in Sigtuna eingeweiht werden. Der katholische Dominikanerorden, der erst 1215 im französischen Toulouse entstanden war, hatte sich 1237 in Sigtuna niedergelassen und sich entschlossen, dort sein erstes Kloster in Schweden zu gründen, von wo aus die Mönche anschließend den Katholizismus im ganzen Land verbreiten wollten.

Auch wenn man das Kloster im 16. Jahrhundert während der Reformation abgerissen wurde, so sorgte es im 13. Jahrhundert für einen bedeutenden Aufschwung der Stadt, die erst 50 Jahre vorher von einem Brand nahezu vollständig zerstört worden war. Der Aufschwung war jedoch nur von relativ kurzer Dauer, da bereits Ende des gleichen Jahrhunderts Stockholm und Uppsala in nächster Nähe entstanden und der Stadt Konkurrenz machten. Nachdem Gustav Vasa dann das Kloster abreißen ließ, ging die Glanzzeit Sigtunas endgültig zu Ende.

Wenige Jahre nach dem Klosterbau begannen die Dominikaner auch die Mariakyrkan Sigtunas zu bauen, die 1530 von Gustav Vasa verschont blieb und seit dieser Zeit zur Svenska Kyrkan gehört. Die Mariakyrkan (Marienkirche), die 1255 fertig gestellt wurde, ist das älteste Gebäude Sigtunas, das heute noch vorhanden ist. Die Kirche wurde letztmals zwischen 1904 und 1905 vollständig restauriert, eine Arbeit, bei der man auch die Kalkmalereien aus dem Mittelalter wieder freilegte und nach alten Aufzeichnungen ergänzte.

15. August 1794: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
15. August 1901: Der Vorname Estelle und Prinzessin Estelle von Schweden 

Copyright: Herbert Kårlin

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