Freitag, 14. Oktober 2011

Lasse Dahlquist, vom Seemann zum Sänger

Am 14. Oktober 1979 starb der schwedische Sänger, Kompositeur und Schauspieler Lasse Dahlquist, eigentlich Lars Erik Dahlquist, auf der Schäreninsel Brännö, die nur wenige Kilometer vor der Küste Göteborgs liegt und mittlerweile jeden Sommer den Tanz auf der ”Brännö brygga” zu Weisen des Sängers veranstaltet. Diese Veranstaltungen sind so gefragt, dass Boote nur zu diesem Ereignis in See stechen und selbst Nicht-Tänzer der Umgebung mindestens einmal in ihrem Leben diese abendlichen Feste erleben wollen.

Lasse Dahlquist wird in seiner Geburtsstadt Göteborg, wo er auch einen großen Teil seines Lebens verbrachte, nahezu als Ikone gesehen, denn obwohl er als Sohn eines Kapitäns ebenfalls für die See bestimmt war, verbrachte er nur wenige Jahre auf dem Meer, denn 1926 begann ihr mit der Seefahrt und bereits 1931 begann er seine Lieder bei Columbia aufzunehmen und 1938 kam der Erfolg mit „Jolly Bob från Aberdeen“.

Lasse Dahlquist, der unermüdlich an seiner Karriere arbeitete schrieb während seines Lebens hunderte von Melodien und Lieder, die heute noch ein ständiges Repertoire aller Allsång-Veranstaltungen sind und nahm selbst über 500 Lieder auf Platte auf. Seine Filmkarriere begann er 1932 mit „Muntra musikanter“ von Weyler Hildebrand. Nebenbei arbeitete Lasse an Revuen und schrieb Filmmelodien. Nur zwei Jahre vor seinem Tod auf Brännö erhielt der Künstler noch den begehrten Evert Taube Preis verliehen. Lasse Dahlquist starb im Alter von 67 Jahren an Krebs. Seit 2010 wurde ihm auf unbestimmte Zeit eine musikalische Ausstellung im Göteborger Seefahrtmuseum gewidmet.

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Copyright: Herbert Kårlin

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