Mittwoch, 5. Oktober 2011

Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens

Der 5. Oktober 1997 war einer der bedeutendsten Tage in der Geschichte der Svenska Kyrkan, da an diesem Tag Christina Odenberg zum Bischof der Stiftung Lund geweiht wurde und damit die erste Frau Schwedens wurde, die dieses hohe Amt einnahm. Zehn Jahre lang übte Christina Odenberg ihr Amt aus, bevor sie dann in Pension ging und Schweden mit Antje Jackelén die dritte Bischöfin erhielt, die dann ebenfalls in Lund die Arbeit der Bischöfin Christina Odenbergs fortsetzte.

Die kirchliche Karriere von Christina Odenberg begann am 17. Dezember 1967, als sie mit 27 Jahren in der Storkyrkan in Stockholm zur Priesterin geweiht wurde. Von der konservativen Gruppe in der Svenska Kyrkan war die Bischöfin von Beginn an angefeindet, nicht nur, weil sie eine Frau war, sondern auch, weil sie am 27. Dezember 2001 die lesbische, eingetragene Partnerschaft zwischen Anna Karin Hammars und Ninna Edgardt Beckmans segnete und damit erstmals in der Svenska Kyrkan auch als kirchliches Oberhaupt die Homosexualität offiziell anerkannte.

Für die konservativen Priester in Skåne war dies eine der größten Sünden gegen Gott, weshalb sie in Skåne rund 500 Unterschriften von Geistlichen sammelten, die den Rücktritt der Bischöfin forderten. Chirstina Odenberg parierte den Schlag meisterhaft, indem sie bei einer Predigt darauf hinwies, dass die Mehrheit der Priester, die unterschrieben hatten, bereits pensioniert seien und dass diese der schwedischen Kirche Schaden zufügen, indem sie von der Kirche Verfolgten noch weiteren Schaden zufügen wollen und sie fragte diese konservativen Priester auch, ob es nicht sinnvoller sei ihre Kraft für die Verbreitung des Evangeliums zu verwenden statt Unterschriften zu sammeln.

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Copyright: Herbert Kårlin

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