Sonntag, 16. Oktober 2011

Erste schwedische Antarktisexpedition

Am 16. Oktober 1901 hob das Forschungsschiff Antarctic im Göteborger Hafen die Anker um zur ersten schwedischen Antarktisexpedition aufzubrechen, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Otto Nordenskjöld lag und trotz mehrerer großer Probleme und dem Verlust des Schiffes ein glückliches Ende nahm. Die Mannschaft der Antarctic machte bedeutenden wissenschaftlichen Entdeckungen und kam am 10. Januar 1904 mit umfangreichem Material wieder in Stockholm an.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Schweden als Nation, die einen außerordentlichen Ruf als Wissenschaftsnation hatte und bereits im vorhergehenden Jahrhundert hatte Adolf Erik Nordenskiölds die Nordostpassage entdeckt, Teile der Arktis erforscht und auch eine Reise in die Antarktis geplant. Als dann Otto Nordenskjöld, ein Verwandter von Adolf Erik Nordenskiöld, 1899 den Plan hatte die Antarktis zu erforschen, so musste er jedoch die Reise privat finanzieren, da die Kungliga svenska vetenskapsakademin einen Antrag auf finanzielle Unterstützung ablehnte.

Otto Nordenskjöld kaufte für seine Reise in die Antarktis die Antarctic, die vorher von den Dänen zur Erforschung von Grönland benutzt worden war. Bis zum 12. Februar 1903 konnte die Forschergruppe zahlreiche Entdeckungen machen, die im Tagebuch von Otto Nordenskjöld festgehalten wurden. Am 12. Februar sank dann jedoch die Antarctic, rund 40 Kilometer vor dem erhofften Ziel an dem man hoffte, das Schiff reparieren zu können. Die Mannschaft konnte glücklicher Weise einen Großteil der Ausrüstung retten, musste jedoch auf unbegrenzte Zeit ein Lager aufschlagen und konnte erst am 10. November des gleichen Jahres mit einem argentinischen Suchfahrzeug wieder Richtung Heimat aufbrechen.

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Copyright: Herbert Kårlin

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