Samstag, 22. Oktober 2011

Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik

Johannes Bureus, der am 22. Oktober 1652 in Bondkyrka starb, ist heute kaum noch jemandem ein Begriff, obwohl er der erste schwedische Sprachforscher war, dem man sehr viele Kenntnisse über die Runenkunde verdankt, der als der Vater der schwedischen Grammatik bezeichnet wird und der der erste Schwede war, der ein, leider unvollendetes, Wörterbuch der schwedischen Sprache verfasste.

Johannes Bureus war als Sprachwissenschaftler insbesondere an der historischen Entwicklung der schwedischen Sprache interessiert und reiste daher durch das Land um Runensteine abzuzeichnen und zu entschlüsseln und um nach alten Dokumenten zu suchen. Seine Arbeiten, die zum Teil jedoch verloren gingen, zeigen nicht nur die sprachliche Geschichte Schwedens auf, sondern er veröffentlichte auch Bücher über alte Sagen oder wie Könige ihr Land steuerten. Bureus verfasste im Jahre 1611 auch das erste schwedische Lesebuch, das ABC-boken.

Johannes Bureus gilt als der gelehrteste Mann Schwedens des 17. Jahrhunderts und wurde von Karl IX. als Lehrer für seinen Sohn Gustav II. Adolf ausgewählt, der ihn wiederum beauftragte auch die spätere Königin Kristina zu unterrichten. Bureus hatte, als erster Reichsarchivar, zu allen existierenden Aufzeichnungen Schwedens Zugang und war zudem der Korrektor der Bibel (Gustav Adolf Bibel) und der Augsburger Bekenntnisse. Johannes Bureus veranlasste auch die erste Zusammenstellung der archäologischen Funde Schwedens, was späteren Forschern erlaubte die schwedische Geschichte bis zu seinem Anfang aufzurollen.

22. Oktober 1592: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
22. Oktober 1896: Die Geschichte der Kekse aus Örebro

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

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