Dienstag, 4. Oktober 2011

Kanelbullens dag, der Tag der schwedischen Zimtschnecke

In Schweden findet man immer einen Grund irgendetwas zu feiern um sich damit den Alltag zu versüßen. Und nicht immer muss ein „Feiertag“ auch wirklich auf eine Tradition aufbauen. Im Zweifelsfalle kann auch eine Geschäftsidee oder eine staatliche Organisation einen neuen „Feiertag“ ins schwedische Leben bringen. Auch der Kanelbullens Dag, der Tag der schwedischen Zimtschnecke, hat seine Wurzeln nicht sehr weit in der Vergangenheit und nur das Backwerk selbst hat eine alteTradition.


Der Kanelbullens Dag wurde vom Hembakningsrådet zu seinem 40. Jubiläum zum 4. Oktober 1999 eingeführt und wird seither jedes Jahr am 4. Oktober gefeiert. Die Idee dabei war die Haushalte wieder mehr zum Selbstbacken zu bewegen, denn die Zimtschnecken dieses Tages sollen nach Möglichkeit im eigenen Haushalt gebacken werden und nicht in einer Bäckerei oder einem Supermarkt erworben werden.

Die Zimtschnecke oder Kanelbulle wurde deshalb vom Hembakningsrådet gewählt, weil es sich dabei um das ungekrönte Nationalgebäck Schwedens handelt, das jeder kennt. Auch wenn man nicht weiß wann die erste schwedische Zimtschnecke gebacken wurde, so hatte sie ihren Durchbruch Ende des 19. Jahrhunderts als Zucker für alle erschwinglich wurde und man endlich statt Sauerteigwaren endlich auch helles, süßes Gebäck backen konnte. Natürlich löste die Kanelbulle das Sauerteigbrot damals nicht vollständig ab, sondern wurde anfangs nur zu besonderen Ereignissen gebacken, nämlich an Feiertagen und Festtagen, auch wenn man heute die Kanelbullar das ganze Jahr über kaufen kann.

4. Oktober 1904: IFK Göteborg, eine Alternative für die Arbeiterschicht
4. Oktober 1953: Der schwedische Prinz Oscar (Bernadotte)

Copyright: Herbert Kårlin

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