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Dienstag, 22. Januar 2019

Der Feldmarschall Johan August Sandels

Als Johan August Sandels am 22. Januar 1831 im Alter von 66 Jahren in Stockholm starb, ging er als der letzte Feldmarschall Schwedens in die Geschichte ein. Aber auch deshalb, weil er in einigen Gedichten des finnischen Nationaldichters Johan Ludvig Runeberg genannt wird und es seit 1971 sogar eine Biermarke in Finnland gibt, die vom Namen dieses Feldherrn inspiriert ist. Sandels ist es als einem der wenigen Feldherren Schwedens gelungen eine geschichtliche Brücke von knapp 200 Jahren zu schlagen, ohne indes eine führende Rolle in der Politik getragen zu haben.

Als Johan August Sandels am 31. August 1764 in einem Priestergeschlecht zur Welt kam und der spätere Feldherr ab 1776 auch noch Theologie an der Universität Uppsala studierte, wies nichts auf seine spätere militärische Karriere hin, auch wenn er bereits ein Jahr vorher, wie üblich in seinen Kreisen, Kadett der Artillerie geworden war. 1746 schrieb sich Sandels dann am Bergkollegium ein und begann eine Karriere in der Administration im Bergbau, wobei er insbesondere der Grube in Falun zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg verhalf. Der Umbruch kam für Sandels mit dem Finnischen Krieg von 1808 bis 1809.

Während des Ausbruchs des Finnischen Krieges war Johan August Sandels als Generalmajor in Stockholm stationiert und als Gustav IV. Adolf abgesetzt wurde, verlangte er, wenn auch erfolglos, eine Waffenruhe. Als die russische Armee über Kalix und Piteå bis nach Umeå vorgedrungen war und die Stadt erobert hatte, übernahm Sandels, nach Georg Carl von Döbeln, den Befehl über das schwedische Heer. Als es ihm nicht gelang Umeå vom Süden aus zurückzuerobern, nahm Sandels den Seeweg bis nördlich Umeås und konnte die Stadt auf diese Weise zurückerobern. Dieses Ereignis führte dazu, dass Russland bereit war Friedensverhandlungen einzuleiten und Sandels gelang es den schwedischen Teil des Reiches intakt zu halten.


22. Januar 1806: Der schwedische Politiker Ludvig Manderström
22. Januar 1849: August Strindberg, der schwedische Schrifststeller der Konflikte
22. Januar 1891: Ivar Anderson zwischen Politik und Pressegeschehen
22. Januar 1912: August Strindberg erhält den Anti-Nobelpreis 
22. Januar 1922: Elsa Andersson, die erste Fallschirmspringerin Schwedens 
22. Januar 1932: Birger Furugård, der schwedische Politiker mit Hakenkreuz
22. Januar 1971: Die schwedische Künstlerin Linnéa Jörpeland
22. Januar 1987: Die Journalistin und Schriftstellerin Barbro Alving 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 23. Januar 2018

Die Schlacht bei Schloss Lode

In der schwedischen Geschichte kann man von sehr vielen Schlachten lesen, die aus taktischen Gründen von der schwedischen Armee gewonnen wurden. Unter all diesen Gefechten ragt indes die Schlacht bei Schloss Lode heraus, auch wenn hierdurch der 25-jährige Krieg gegen Russland keine entscheidende Phase annahm, da Schweden um diese Zeit kein Geld für einen Krieg hatte und selbst Schloss Lode an deutsche Legosoldaten verpfänden werden musste, damit diese nicht zu Russland überliefen. Interessant ist dabei jedoch, dass Schweden bei Lode, trotz aller Probleme, die weit überlegene, russische Kavallerie besiegte.

Die Schweden, unter der Leitung von Clas Åkesson trafen am 23. Januar 1573 auf die russischen Stärken und ein Kampf zeigte sich unausweichlich, auch wenn Åkesson gerade einmal 700 Soldaten und eine kleine Kavallerie aus dem Baltikum befahl und die russische Seite daher bei weitem überlegen war. Åkesson wählte dennoch den Angriff statt einer Verteidigung, wobei es seiner Kavallerie gelang die Formation auf russischer Seite aufzureißen, auch wenn sich diese anschließen, auf Grund der russischen Übermacht, unmittelbar zurückziehen musste.

Åkesson entschied sich unmittelbar einen neuen Angriff mit seinem Heer zu starten, was auf der russischen Seite zu einem Überraschungseffekt führte und das schwedische Heer stärker erscheinen ließ als es tatsächlich war. Das Ergebnis war, dass 7000 russische Soldaten getötet wurden und sich der Rest der russische Truppe in aller Hast zurückzog und Clas Åkesson zudem 100 Pferde und mehrere Wagen mit russischer Kriegsbeute erobern konnte. Nach diesem Verlust erhielt Johan III. einen Brief des russischen Zaren mit einem Angebot zu Friedensverhandlungen. Da der schwedische König Zar Ivan IV. jedoch keinen Glauben schenkte, lehnte er das Angebot mit sehr harten Worten ab und der Krieg sollte sich noch jahrelang fortsetzen.


23. Januar: Frej und Freja, die nordischen Götter der Fruchtbarkeit
23. Januar 1688: Ulrika Eleonora wird nach dem Tod von Karl XII. Königin von Schweden
23. Januar 1785: Carl Adolph Agardh proklamiert die ökolische Forstwirtschaft
23. Januar 1801: Lars Johan Hierta, der Gründer des schwedischen Aftonbladets
23. Januar 1910: Der schwedische Gewerkschaftsbund Kommunal
23. Januar 1926: Das Elitegymnasium Sigtunaskolan
23. Januar 1934: Das Vermächtnis von Jeanette Bonnier
23. Januar 1941: Torsten Fogelqvist und die Begegnung mit der Arbeiterbewegung 
23. Januar 1985: Das Ende der Werft Uddevallavarvet und der Umbruch

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. April 2017

Der Priester und Schriftsteller Gustaf Henrik Mellin

Gustaf Henrik Mellin wurde am 23. April 1803 als Sohn eines Priesters in Revolax (Revonlahti), dem heutigen Finnland geboren, wobei die Familie jedoch auf Grund der russischen Überfälle sehr früh die Heimat verlassen musste und zeitweise getrennt war. Diese Erfahrungen führten zu einem lebenslangen Russenhass bei Mellin, was sich auch deutlich in seinen literarischen Werken ausdrückt. Da die Eltern Mellins zudem sehr früh starben, wurde er vom Priester Frans Michael Franzén in Kumla erzogen. 1821 schrieb sich Mellin an der Universität Uppsala ein um sich ebenfalls zum Priester auszubilden. Im Jahr 1829 wurde Mellin dann zum Priester geweiht und erhielt eine erste Anstellung in Stockholm.

Auch wenn Gustaf Henrik Mellin sein Leben lang als Priester arbeitete, so lagen seine Interessen mehr bei der Schriftstellerei und bereits vor der Priesterweihe hatte er die Novelle Blomman på Kinnekulle veröffentlicht. In den folgenden Jahren folgten zahlreiche weitere Novellen Mellins, wobei sich der Schriftsteller vor allem auf historische Werke spezialisierte. Seine Bücher waren so beliebt, dass sie in der Regel in mehreren Auflagen erschienen und diese teilweise auch ins Deutsche übersetzt wurden. Die Novellen illustrierte Mellin selbst, was ihm auch den Ruf brachte ein geschickter Künstler zu sein.

Die enorme Produktivität des Schriftstellers Gustaf Henrik Mellin, der zudem über jedes Thema schreiben konnte, hatte natürlich auch eine Schattenseite, denn die Werke waren zu schnell geschrieben und sind oberflächlich gehalten, zumal Quellenforschung nicht Mellins Stärke war. Eines der bedeutendsten Werke Gustaf Henrik Mellins, der am 2. August 1876 in Norra Vram starb, war indes ein Zukunftsroman, der heute in die Sparte Science Fiction passen würde, denn er beschreibt ein zukünftiges Schweden, das von Russland besetzt ist und damit eine Widerstandsbewegung schuf, die der Schriftsteller August Blanche anführt und dem es in Sweriges sista strid letztendlich gelingt die Russen wieder zu vertreiben.


23. April 1800: Carl Israel Hallman und die schwedische Opéra Comique
23. April 1847: Erik Gustaf Geijer, der nationalistische Dichter Schwedens
23. April 1889: Die schwedische Prinzessin Eugénie
23. April 1889: Die Entstehung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens
23. April 1906: Der religiöse Dichter Anders Frostenson
23. April 1938: Anna Maria Roos, vom Schulbuch zum Drama und zum Kinderbuch
23. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
23. April 1942: Das nordische Folkbåt (Volksboot) läuft vom Stapel
23. April 1947: Christer Pettersson wird wegen Olof Palme Mord festgenommen
23. April 1967: Musik, Vergnügen und Essen im Stockholmer Nalen
23. April 1995: Das Statarmuseum in Torup bei Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Der Reichsrat und Kanzleipräsident Karl Vilhelm von Düben

Trotz seiner Beziehungen, seinem hohen Stand und theoretischem Einfluss als Reichsrat und Kanzleipräsidenten spielte Karl Vilhelm von Düben als er am 29. Dezember 1790 in Stockholm starb, keine bedeutende Rolle in der schwedischen Politik. Die Ursache dafür kann man beim Günstling des Königs Gustav III. vor allem darin finden, dass von Düben jeden Konflikt scheute und durch Diplomatie seine hohe Stellung behalten wollte. Sobald eine kritische Situation auftauchte, die von Düben die Karriere kosten konnte, nahm er nur noch eine Gastrolle ein und ließ andere Politiker seiner Zeit handeln.

Carl Wilhelm von Düben war am 2. Februar 1724 als Sohn eines Reichsrates und Hofkanzlers zur Welt gekommen was ihm den Weg in die Politik öffnete. Mit Hilfe des Erzbischofs Jöns Steuchius, eines Verwandten, begann von Düben 1732 ein Studium an der Universität Uppsala, das er mit dem Kanzleiexamen abschloss. Nach seinem Studium wurde von Düben in der königlichen Kanzlei beschäftigt, was ihn, nach einem längeren Aufenthalt in Berlin, zum Kammerherren der Königin Lovisa Ulrika führte, die ihn später zum persönlichen Sekretär und schließlich zum Oberkammerherr ernannte. 1763 wurde von Düben als Diplomat an den russischen Hof gesandt und sechs Jahre später erhielt die Ernennung zum Hofkanzler und wurde schließlich Kanzleipräsident.

Die wichtigste politische Zeit Carl Wilhelm von Döbens fiel in die Zeit als er einer der engsten Vertrauten der Königin Lovisa Ulrika war, zumal er während des Krieges in Pommern ihre heimliche Korrespondenz erledigte und dabei auch die Politik des Hofes beeinflusste. Diese Rolle nahm ein internationales Niveau an als von Döben als Vertreter des königlichen Hofes nach Russland geschickt wurde, da er in diesen Jahren dem russischen Kaiser gegenüber einerseits die offiziellen Aufgaben Schwedens wahrnahm, als Vertrauter des Hofes jedoch auch inoffiziell agierte und sich damit den persönlichen Interessen des schwedischen Königshaus besonders widmete. Da es hierüber keinerlei Dokumente gibt, kann man die Rückschlüsse zu einigen Ereignissen nur aus verschiedenen geschichtlichen Zusammenhängen schließen.


29. Dezember 1776: Der schwedische Diplomat Gustaf af Wetterstedt
29. Dezember 1905: Der schwedische Erfinder Martin Wiberg
29. Dezember 1949: Die schwedische Künstlerin Hanna Pauli
29. Dezember 1980: Der schwedische Künstler Axel Nilsson
29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 11. Juli 2016

Das Verteidigungsmuseum auf Gotland

Am 11. Juli 2009 wurde in Tingstäde, das etwa 20 Kilometer von Visby entfernt liegt, das Verteidigungsmuseum Gotlands eingeweiht, ein Museum, das zum Netzwerk der staatlichen verteidigungshistorischen Museen gehört und die gesamt Geschichte der schwedischen Verteidigung von der Frühzeit bis heute erklärt und dabei geschichtliche Ausstellung und die Präsentation von kriegstechnischen Geräten und Fahrzeugen mischt um eine möglichst breite Gruppe an Personen anzuziehen. Heute empfängt das Gotlands Försvarsmuseum in Tingstäde rund 10.000 Besucher pro Jahr, etwa die Hälfte der Besucher, die die Festungsanlagen in Boden besuchen.

Das Verteidigungsmuseum auf Gotland wurde in der Festung Tingstäde eingerichtet, die noch kurz vor dem Ersten Weltkrieg fertiggestellt wurde und die wichtigste Verteidigungsanlage im Ostseeraum war. Noch heute kann man bei einem Besuch der Anlage sehen wie die Soldaten jener Zeit untergebracht waren und auf welche Weise sie Schweden verteidigen wollten. Das daneben liegende Kriegskrankenhaus Lärbo wurde gebaut als der Zweite Weltkrieg ausbrach und war um diese Zeit das modernste Kriegskrankenhaus Schwedens. Ein Jahr bevor das Krankenhaus im Jahre 1946 eingestellt wurde, zeigten sich hier auch die Gräueltaten Hitlers, denn hier kamen 500 Personen an, die die deutschen Konzentrationslager überlebt hatten, wobei jedoch 45 unter ihnen nicht überlebten und im dortigen Friedhof begraben liegen.

Das Verteidigungsmuseum Gotlands besteht im Grunde aus drei verschiedenen Museen, nämlich dem Kriegskrankenhaus, der Festung als solches und dem Museumsteil, in dem man, unter anderem, auch die Geschichte der russischen Okkupation Gotlands im Jahre 1809 und die Geschichte Gotlands während des Ersten Weltkriegs genauer entdecken kann. Da Gotland in der Verteidigung Schwedens schon immer eine besondere Position einnahm, verbindet sich im Museum auch die Verteidigungsgeschichte des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, was, auf Grund der russischen Bedrohung, auch heute wieder zu einem aktuellen Thema Schwedens wird.


11. Juli 1709: Johan Gottschalk Wallerius und die schwedische Landwirtschaft
11. Juli 1912: Die schwedische Schauspielerin Aino Taube
11. Juli 1927: Dénis Lindbohm und die Science Fiction Bewegung in Schweden
11. Juli 1942: Der Untergang der M/S Luleå
11. Juli 1974: Pär Lagerkvist und ein Leben ohne Gott
11. Juli 1974: Pär Lagerkvist, ein Kämpfer für die Freiheit
11. Juli 1979: Sigvard Nilsson-Thurneman, der Anführer der Salaligan

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 22. Februar 2016

Russische Bomben fallen auf Stockholm und Strängnäs

Am Abend des 22. Februar 1944 vernahmen die Bewohner in Stockholm und Strängnäs plötzlich lautes Fluggeräusch war, und wenig später fielen dann die ersten Bomben auf die nicht verdunkelten Städte. Wie sich später zeigte, hatten in dieser Nacht russische Bomber ihre Last nicht nur über Finnland abgeworfen, sondern auch über Schweden, wobei diese Last in Strängnäs sehr nahe der Kasernen abgeworfen wurde und in Stockholm mehrere Gebiete davon betroffen waren. Der Angriff kam ohne jede Vorwarnung und ohne dass Schweden offiziell in den Zweiten Weltkrieg eingetreten war.

Nach offiziellen Angaben war in dieser Nacht ein Luftangriff auf das finnische Åbo (Turku) geplant, wobei 220 russische Flugzeuge nach Finnland geschickt wurden und der massive Angriff Finnland zu einem Friedensvertrag mit der Sowjetunion zwingen sollte. Obwohl an diesem Tag ausgezeichnetes Flugwetter herrschte, hatten einige der Flugzeuge Schwierigkeit mit der Navigation und kehrten kurz nach dem Start wieder nach Leningrad zurück. Nach ebenfalls offiziellen Angaben hatten auch die anderen Bomber Schwierigkeiten ihre Route zu halten, was wiederum dazu führte, dass nicht nur Åbo, sondern mehrere Teile Finnlands, aber auch Åland und ein Teil Schwedens bombardiert wurden.

Bis heute ist nicht klar was die Ursache für die Bombardierung von Stockholm und von Strängnäs war und ob sie absichtlich oder versehentlich geschah. Die russische Seite behauptete in jedem Fall dass die mit kyrillischen Zeichen versehenen Bomben nicht aus Russland stammten, da nie ein russisches Flugzeug über Schweden war. Von schwedischer Seite gibt es bis heute mehrere Theorien, denn der Angriff kann auch eine Warnung gewesen sein um zu verhindern dass man von Stockholm aus deutsche Truppen nach Finnland reisen lässt, es war möglich dass man damit die Freilassung eines russischen Spions, der in Schweden gefangen genommen worden war, erwirkt werden sollte, und auch Navigationsprobleme können nicht ausgeschlossen, obwohl allen russischen Piloten bekannt war, dass in Finnland ein Verdunklungsgesetz bestand, Stockholm und Strängnäs jedoch voll beleuchtet waren.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 7. Dezember 2015

Lebenslängliche Haft für den Spion Stig Bergling

Am 7. Dezember 1979 wurde Stig Bergling, der als der bedeutendste Spions und Landesverräter Schwedens gilt, zu lebenslänglichem Gefängnis unter den härtesten Auflagen verurteilt, da man befürchtete, dass Bergling selbst vom Gefängnis aus noch Geheimnisse an den Feind verraten könne. Sämtliche Briefe des Spions wurden von der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo zensiert und jeder Besuch und jedes Telefongespräch konnten untersagt werden wenn diese auch nur das geringste Sicherheitsrisiko für Schweden ausmachen konnten.

Allerdings sollte Stig Bergling diese Gefängnisstrafe nicht in voller Höhe abdienen, da ihm eine geradezu spektakuläre Flucht gelang, nachdem sein Angebot gegen Raoul Wallenberg ausgetauscht zu werden daran scheiterte, dass die damalige Sowjetunion erklärte, dass Wallenberg 1947 im Gefängnis gestorben sei. Wann Bergling seine Flucht plante ist ungewiss, aber als er in das Gefängnis in Norrköping verlegt wurde, erhielt er die Genehmigung Besuch von seiner Jugendfreundin Elisabeth Sandberg zu erhalten. Die Besuche häuften sich und einen Tag nach dem Mord Olof Palmes durfte das Paar im Gefängnis heiraten, was auch dazu führte, dass Bergling seine Frau einige Male, wenn auch unter gewisser Überwachung, zu Hause besuchen durfte.

Mehrere Jahre lang plante das Paar die Flucht, die bei einem Freigang am 6. Oktober 1987 in die Tat umgesetzt wurde. Das Paar durfte die Nacht gemeinsam verbringen und die Sicherheitspolizei sollte lediglich den Eingang des Hauses vom Auto aus überwachen. Die Ehefrau Berglings hatte für diese Nacht drei Autos gemietet, die an unterschiedlichen Stellen der Stadt geparkt waren. Gegen Mitternacht verließ erst die verkleidete Ehefrau das Haus und wenig später kam Bergling, verkleidet als Jogger. Da in dieser Nacht der Nebel über der Stadt lag, bemerkte die Sicherheitspolizei die Flucht erst am folgenden Nachmittag, als das Paar bereits in der russischen Botschaft in Helsinki saß um in die Sowjetunion transportiert zu werden. Am 3. August 1994 kehrte das Paar aus Krankheitsgründen jedoch nach Schweden zurück und Bergling musste weitere drei Jahre im Gefängnis verbringen.


7. Dezember 1626: Kristina von Schweden, die widerspenstige Königin
7. Dezember 1812: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius
7. Dezember 1967: Der Vindelälven wird zum Naturschutzgebiet
7. Dezember 2004: Gudrun Schyman verlässt die Linken Schwedens
7. Dezember 2007: Die schwedische Sängerin Marie Picasso

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 14. August 2015

Der Frieden von Värälä beendet den schwedisch-russischen Krieg

Am 14. August 1790 wurde auf Schloss Värälä im südlichen Finnland der sogenannte Frieden von Värälä geschlossen, der den schwedisch-russischen Krieg beendete, und damit auch einen Schlussstrick zwischen den Streitigkeiten zwischen Gustav III. und seiner russischen Kusine Katarina II. beendete. Unterzeichnet wurde der Friedensvertrag allerdings im Schloss Tsarskoje Selo in Sankt Petersburg, und erst am 19. August von schwedischer Seite im Kriegslager in Värälä.

Gustav III. hatte am 2. Juli 1788 den Krieg gegen Russland begonnen, in der Hoffnung die früher von Schweden verlorenen Gebiete wieder zu erobern und Russland dazu zu zwingen sich nicht mehr in die internen Angelegenheiten Schwedens zu mischen, ein Wunsch, der jedoch beim Frieden von Värälä nicht vollständig in Erfüllung ging, da der Krieg unentschieden endete, nicht zuletzt deswegen, weil sich einige schwedischen Offiziere weigerten den Befehlen des schwedischen Königs zu gehorchen. Nach dem Friedensvertrag blieben die Grenzen erhalten, aber beide Seiten mussten sämtliche Gefangene bedingungslos freigeben und Schweden erhielt gewisse Handelsrechte verliehen.

Der Frieden von Värälä konnte jedoch von keiner der beiden Seiten als Erfolg betrachtet werden, denn nicht nur dass Schweden bei diesem Krieg etwa 50.000 Soldaten verloren hatte und Russland Probleme mit dem Nachschub bekam, sondern Russland hatte um diese Zeit weitaus größere Probleme als die Auseinandersetzungen mit Schweden. Seit 1787 war Russland im Krieg mit dem Osmanischen Reich, der sich 1790 alles andere als erfolgreich zeigte und ein Friedensvertrag mit Schweden daher dringend nötig war. Diese Situation führte auch dazu, dass sich Russland nach dem Friedensschluss nicht mehr in schwedische Angelegenheiten mischte, entsprechend dem Frieden in Nystad aus dem Jahre 1721.


14. August 1591: Anders Bure, der Vater der schwedischen Kartographie
14. August 1814: Die Union von Schweden und Norwegen
14. August 1847: Frans Michael Franzén, vom modernen Dichter zum Bischof
14. August 1847: Frans Michael Franzén, vom Skalde zum Bischof
14. August 1904: Erik Zetterström, bekannt als Kar de Mumma
14. August 1914: Stieg Trenter und der Kriminalroman mit Stockholmer Milieu
14. August 1914: Stieg Trenter und der Stockholmer Kriminalroman
14. August 1919: Der schwedische Künstler Gösta Sandels

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. August 2015

Der schwedische Reichsmarschall Jakob De la Gardie

Als Jakob De la Gardie am 12. August 1652 im Alter von 69 Jahren in Stockholm starb, ging er als einer der bedeutendsten Kriegsherren Schwedens in die Geschichte ein, obwohl seine Erfolge auf dem Feld zu zählen waren. Bedeutend für seinen Ruf war vor allem, dass er seit seinem Eintritt ins Militär höchstes Vertrauen genoss und Gustav II. Adolf ihn 1630 zu seinem Stellvertreter in allen Verteidigungsfragen gemacht hatte. Auch nach dem Tode des Königs hatte De la Gardie die Leitung des Kriegskollegiums und war damit eine der Personen, die die Vormundschaftsregierung für Königin Kristina hatten.

Jakob De la Gardie war am 20. Juni 1583 von einem aus Frankreich stammenden Vater in Reval, dem heutigen Tallin, zur Welt gekommen und war, nachdem sein Vater 1585 ertrunken war, von seiner Großmutter mütterlicherseits im heutigen Finnland erzogen worden. Schon als Kind war es für De la Gardie klar, dass er eine militärische Laufbahn ergreifen würde, vermutlich, weil er keinerlei anstrengender Arbeit nachgehen wollte, was sein finnischer Beinahme „der Faule“ aussagt. Das Soldatenleben schien für den Jugendlichen jedoch passend, denn bereits im Alter von 18 Jahren hatte er den Grad eines Oberst erreicht. Allerdings wurde er während seines ersten Kriegseinsatzes, der Verteidigung von Wolmar, dem Valmiera des heutigen Lettland, von den Polen gefangen genommen und erst 1606 wieder aus der Gefangenschaft entlassen.

Als Kriegsherr geriet Jakob de la Gardie anschließend in das Problem, dass Schweden und Polen gleichzeitig ihren Einfluss in Russland ausbauen wollten und Karl IX. De la Gardie mit seinen Truppen nach Russland schickte um zum einen die polnischen Angreifer in Schach zu halten, zum anderen darauf hinzuwirken, dass ein Schwede zum Zar ernannt wurde. De la Gardie gelang es zwar Moskau und Nowgorod einzunehmen, aber da er auf sehr viele Legosoldaten angewiesen war, die ihn in Russland bald im Stich ließen, musste er sich zurückziehen und 1610, bei der Schlacht bei Kluschino, musste der Befehlshaber De la Gardie letztendlich kapitulieren. In den Folgeahren war der Krieger dann mehr mit Planungsaufgaben betraut als auf dem Feld zu finden.


12. August 1323: Der Frieden in Nöteborg in der schwedischen Geschichte
12. August 1763: Olof von Dalin: Fortschrittliche Kritik und konservative Geschichte
12. August 1901: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
12. August 1920: Schwedische Luftfahrt und erste Luftftransporte
12. August 1925: Kerstin Thorvall und die sexuelle Revolution Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 11. Juli 2015

Der Untergang der M/S Luleå

Die M/S Luleå wurde am 17. Juni 1922 von den Götaverken in Göteborg zu Wasser gelassen und war nach der Endstation der Eisenbahnlinie für die Erzverladung getauft worden. Der Frachter sollte auch insbesondere zum Transports von Eisen und Erz angewandt werden, einer Aufgabe, der er nahezu 20 Jahr lang diente. Geliefert wurde die M/S Luleå am 23. September des gleichen Jahres an den schwedischen Industriekonzern Grängesbergsbolaget mit Hauptsitz in Stockholm. Der Konzern war bis 1958 auch der Haupteigner des heute staatlichen Bergbauunternehmens LKAB.

De Geschichte der M/S Luleå war von Beginn an mit gewissen Unglücken verbunden, denn nur ein Tag vor dem Stapellauf fiel ein Segelmacher vom Mast und verletzte sich schwer und bereits 1927 kollidierte der Frachter mit dem norwegischen Dampfer Queens County. In den Folgejahren kam es dann zu weiteren Kollisionen. Als die M/S Luleå 1940 von einer Reise nach Rio de Janeiro zurückkehrte, war sie eines der letzten Schiffe, die noch vor der Okkupation Norwegens schwedisches Wasser erreichten, damit jedoch innerhalb der sogenannten Skagerraksspärran eingeschlossen war.

Der Schicksalstag für die M/S Luleå kam dann am 11. Juli 1942, als das Schiff im Konvoi von 28 Fahrzeugen Eisenerz nach Deutschland transportieren sollte, denn plötzlich sah der Steuermann des Frachters ein Torpedo auf die M/S Luleå zukommen. Auch wenn das unmittelbar eingeleitete Ausweichmanöver nicht mehr glückte, so konnte der Steuermann noch vor der Explosion die Motoren stoppen. Auch wenn das Schiff innerhalb von nur zwei Minuten sank, so rettete die schnelle Entscheidung das Leben mehrerer Besatzungsmitglieder, die sonst von den Propellern des Schiffe in die Tiefe gezogen worden wären. Nach aller Wahrscheinlichkeit stammte das Torpedo vom russischen U-Boot S-7, das allerdings entkommen konnte. Nach dem Untergang der M/S Luleå wurde die schwedische Ostküste  vermint um Feinden den Zugang zu versagen.


11. Juli 1709: Johan Gottschalk Wallerius und die schwedische Landwirtschaft
11. Juli 1912: Die schwedische Schauspielerin Aino Taube
11. Juli 1927: Dénis Lindbohm und die Science Fiction Bewegung in Schweden
11. Juli 1974: Pär Lagerkvist und ein Leben ohne Gott
11. Juli 1974: Pär Lagerkvist, ein Kämpfer für die Freiheit
11. Juli 1979: Sigvard Nilsson-Thurneman, der Anführer der Salaligan

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. Juni 2015

Malcolm Sinclair und der schwedische Krieg mit Russland

Malcolm Sinclair wurde am 17. Juni 1739 auf seiner Rückreise vom Osmanischen Reich von zwei russischen Offizieren in Österreich ermordet, was sich bedeutend auf die schwedische Geschichte der kommenden Jahre auswirken sollte. Der Mord war in Österreich geplant gewesen um den Verdacht von Russland fernzuhalten und er sollte einem Raubmord ähneln. Problematisch war jedoch, dass Sinclair von einem französischen Kaufmann begleitet wurde, der nach der Rückkehr aus der kurzen russischen Gefangenschaft, das Geschehen in Schweden bekannt machte. Russland bezeichnete dies zwar als Lüge, aber zu vieles passte mit den Aussagen des Kaufmanns überein.

Über die frühen Jahre von Malcolm Sinclair ist nichts bekannt, außer das er schottischen Geschlechts war und ab dem 30-jährigen Krieg in schwedischem Dienst stand. Seine militärische Karriere schien indes kurz zu werden, denn bereits 1708 wurde er während des Nordischen Krieges von der russischen Armee gefangen genommen und erst 1722 wieder in die Heimat entlassen, unter der Voraussetzung, dass er in Schweden vor Gericht gestellt wird. Ob dies geschah, ist unbekannt, in jedem Fall wurde Sinclair nicht bestraft. Da Sinclair, der 1690 geboren wurde, sich als Krieger nicht sonderlich hervortat, wurde er zweimal als Sendbote nach Konstantinopel geschickt um dort Verbündete gegen Russland zu suchen, was ihm jedoch letztendlich zum Verhängnis wurde.

Seine zweite Reise ins Osmanische Reich war an Russland verraten worden und noch bevor seiner Abfahrt kursierte bereits sein Portrait bei den Feinden, die ihn zwar ständig unter Aufsicht hatten, jedoch mit dem Auftrag bei der Beseitigung des Feindes jede diplomatische Schwierigkeiten zu vermeiden. In Schweden schürte der Mord den bereits existierenden Hass gegen Russland und als Anders Odel dann noch eine Ode mit 95 Strophen zu Ehren von Malcolm Sinclair schrieb, erreichte die Kriegsstimmung ihren Höhepunkt, was dazu führte, dass 1741 der schwedische Feldzug gegen Russland begann. Allerdings sollte der Krieg die Großmacht Schwedens noch mehr schwächen, da das Land beim Frieden in Åbo ein weiteres Stück Finnlands an Russland abtreten musste.


17. Juni 1397: Erich von Pommern im Kampf gegen die Hanse
17. Juni 1682: Karl XII., der „Kriegskönig“ Schwedens
17. Juni 1707: Die Ramlösa Heilquelle bei Helsingborg
17. Juni 1707: Der deutsch-schwedische Arzt Johan Jacob Döbelius
17. Juni 1815: Thekla Knös und der literarische Salon Knös in Uppsala
17. Juni 1836: Clas Theodor Odhner und die schwedische Geschichte
17. Juni 1887: Der schwedische Künstler Hugo Birger
17. Juni 1895: Ruben Rausing, der Erfinde der Tetra Pak
17. Juni 1896: Rudolf Petersson und der berühmteste Rekrut Schwedens
17. Juni 2004: Sara Lidman, ein literarischer Kampf gegen den Kolonialismus

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 12. März 2015

Schweden nimmt die russische Hauptstadt Moskau ein

Als im Jahre 1598 der russische Zar Fjodor kinderlos starb und damit der russischen Thron leer stand, gab es mehrere Kandidaten, die alle der Überzeugung waren geeignete Nachfolger zu sein, ohne jedoch das Volk wirklich mehrheitlich auf seiner Seite zu haben. Während dieser internen Unruhen entschloss sich der schwedische König Karl IX. Wassili Schuiski  zu stützen, da dieser Schweden gegenüber freundlich gesinnt war, was jedoch Probleme mit den Polen verursachte, da diese Wladislaw Wasa bevorzugten, der von Schweden auf keinen Fall für gut geheißen wurde, nicht zuletzt wegen den Erfahrungen mit Sigismund, denn Wladislaw war dessen Sohn.

In der Zeit der Wirren, wie diese Epoche oft genannt wird, zeigte sich sehr schnell, dass die Entscheidung nur über Kämpfe erreicht werden konnte und in Russland brach ein Bürgerkrieg aus. Als Schuiski erkannte, dass er die Auseinandersetzungen nicht ohne fremde Hilfe gewinnen konnte, verhandelte er mit Karl IX., der ihm 1609 eine Armee von 5000 Soldaten zusagte, allerdings auf Kosten Russlands. Am 12. März 1610 gelang es dann Jakob De la Gardie in Moskau einzuziehen, der Stadt, die seit zwei Jahren von den Polen belagert worden war und bis dahin als uneinnehmbar galt.

Aber auch wenn dieser Sieg bedeutend schien und Schweden anschließend noch einige Kämpfe gewann, so kam es im Juni zur bekannten Schlacht bei Kluschino, bei der Jakob De la Gardie keine andere Wahl mehr hatte als zu kapitulieren oder seine Soldaten in den Tod zu scchicken. Auf diese Weise konnte der Heerführer De la Gardie Schweden auch die größten Probleme vermeiden, denn die Landesgrenzen wurden beibehalten und das schwedische Heer konnte geschlossen Russland verlassen, wenn auch nur unter der Zusage Schuiski bei seinen Forderungen des Thrones nicht mehr zu unterstützen.


12. März: Kronprinzessin Victoria hat Namenstag
12. März 1781: Eine schwedische Königin gibt drei Orten ihren Namen 
12. März 1864: Alice Tegnér und die Kinderlieder Schwedens 
12. März 1871: Oscar Hedström und die Erfolgsmotorräder der USA 
12. März 1882: Victoria, der verschobene schwedische Namenstag 
12. März 1890: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens 
12. März 1912: Sixten Sason und die Saab-Modelle 
12. März 1932: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord 
12. März 1945: Leif GW Persson, ein Kriminologe als Autor von Kriminalromanen 
12. März 1955: Der schwedische Architekt Folke Zettervall

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 21. Februar 2015

Der Finnische Krieg beginnt 1808 in Abborrfors (Ahvenkoski)

Zwichen 1743 und 1809 war der finnische Ort Abborrfors (Ahvenkoski) die Grenze zwischen Schweden und Russland, wobei die eine Seite des Flusses vom schwedischen und die andere von russischen Soldaten bewacht wurde. Die Grenze befand sich auf der Hälfte der Brücke zwischen den beiden Ländern, was jedoch Gustav IV. Adolf nicht davon abhielt zu fordern, dass diese Brücke in ganzer Länge die schwedischen Farben tragen müsse, eine Forderung, die er allerdings nicht durchsetzen konnte. Allerdings sollte die gleiche Brücke nur wenige Jahre später eine wichtige Rolle für die schwedische Geschichte spielen.

Am 21. Februar 1808 sollte nämlich die russische Armee, ohne jede Kriegserklärung, die Brücke in Abborrfors überschreiten und damit den Finnischen Krieg einleiten, was zwar von den Schweden vorausgesehen wurde, jedoch zu einem etwas späteren Zeitpunkt. Als Russland seinen Feldzug begann, hatten die Schweden daher nur die Möglichkeit sich erst zurückzuziehen und Verstärkung abzuwarten. Da Schweden um diese Zeit jedoch auch die dänische und die norwegische Grenze verteidigen musste, konnte der Krieg mit Russland, trotz der Zuversicht von Gustav IV. Adolf, nicht gewonnen werden.

Dieser Krieg und die Weigerung des Königs diesen durch ein Friedensabkommen zu beenden, sollte dazu führen, dass Schweden ganz Finnland, Åland und Teile Västerbottens sowie Lapplands an Russland abtreten musste und zum Großfürstentum Finnland wurde. Auch wenn einige Adelige bereits im Mai durch einen Putsch Gustav IV. Adolf abgesetzt hatten, so suchte man nach dem Krieg nach Sündenböcken und die Offiziere, die kapituliert hatten statt bis zum letzten Blutstropfen der Soldaten zu kämpfen, kamen nur mit knapper Not um eine entsprechende Bestrafung.


21. Februar 1745: Der schwedische Architekt Olof Tempelman 
21. Februar 1861: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen 
21. Februar 1907: Der schwedische Ministerpräsident Erik Gustaf Boström 
21. Februar 1950: Håkan Nesser, Kommissar Van Veeteren und Kommissar Barbarotti
21. Februar 1950: Håkan Nesser und Kommissar Van Veeteren
21. Februar 1976: Die ersten Paralympischen Winterspiele in Örnsköldsvik

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Sonntag, 25. Januar 2015

Das kurze Leben des Vasaprinzen Karl Filip

Da Prinz Karl Filip, auch Carl Philip geschrieben, bereits am 25. Januar 1622 im Alter von 21 Jahren in estländischen Narva starb, hatte er in der schwedischen Geschichte selbst nur eine geringe Bedeutung, aber trotz des jungen Alters trat er unter den verschiedensten historischen Umständen auf und ist der einzige schwedische Prinz, der als Kandidat zum Zar von Russland eine ernsthafte Chance hatte gewählt zu werden. Bereits 1611 war beim König Schwedens ein russischer Bote mit diesem Angebot angekommen, denn Novgorod, das damals unter schwedischer Herrschaft stand, hatte den jungen Prinzen als zukünftigen Zaren vorgeschlagen.

Karl Filip kam am 22. April 1601 im Schloss Reval im Estland als Sohn von Karl IX. und Kristina von Holstein-Gottorp zur Welt und war damit der jüngere Bruder des späteren Königs Gustav II. Adolf. Da Karl Filip nicht als Thronfolger vorgesehen war, erhielt er vom Vater die Herzogtümer Södermanland, Närke und Värmland, die ihm die Zukunft sichern sollten. Da Karl Filip jedoch nicht mündig war, wurde seine Mutter zum Vormund ernannt, die wenig Interesse an ihm zeigte, jedoch alles für den Thronerben Gustav II. Adolf tat, da dieser in ihren Augen einer der bedeutendsten Könige Schwedens werden sollte.

Letztendlich war es auch Kristina von Holstein-Gottorp die ihrem Sohn Karl Filip nicht als Zaren sehen wollte, denn dies hätte ihn auf die gleiche Stufe gesetzt wie den Erstgeborenen. Sie verhinderte daher auch einen Teil er Verhandlungen und machte ihrem jüngsten Sohn selbst die Herzogtümer streitig und wollte diese für Gustav II. Adolf zurückholen, denn immerhin handelte es sich dabei um bedeutende Industriegebiete, die die Staatskasse füllen konnten und für die kommenden Kriege von Interesse waren. Im September 1621 konnte sich Karl Filip noch über den schwedischen Sieg in Riga freuen, da dies seinen Ruf aufwertete, aber bereits wenig später erkrankte er, wurde zur Pflege nach Narva geschickt, und starb dort im folgenden Januar.


25. Januar 1757: Gustaf Engzell, der konservative Modernist der schwedischen Literatur 
25. Januar 1880: Torsten Fogelqvist und die Begegnung mit der Arbeiterbewegung 
25. Januar 1922: Die Volksbefragung kommt als politisches Instrument nach Schweden 
25. Januar 1931: Der schwedische Musiker Stikkan Anderson kommt zur Welt 
25. Januar 1946: Schweden liefert Kriegsflüchtlinge an die Sowjetunion aus
25. Januar 1956: Der berühmte Alkoholhändler Ivan Bratt stirbt in Bettna
25. Januar 1957: Skogsmulle bringt Kindern die Natur näher
25. Januar 1957: Die ersten Massenimpfungen gegen Polio in Schweden
25. Januar 1967: Das U-Boot HMS Sjöormen wird zu Wasser gelassen

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Donnerstag, 20. November 2014

Die Schlacht bei Narva und der schwedische Sieg

Die Schlacht bei Narva, die der damals 18-jährige Karl XII. persönlich anführte, war eine der ersten Schlachten des Großen Nordischen Krieges und brachte Schweden einen der bedeutendstn Siege in der schwedischen Geschichte, da die schwedische Armee am 20. November 1700 (schwedischer Kalender) eine dreifache russische Übermacht zur Flucht zwingen konnte, auch wenn der Sieg nicht beim Kampfgeist der Schweden zu suchen war, sondern mehr an der Tatsache, dass die Schweden einen Schneesturm im Rücken hatten der die russischen Belagerer direkt ins Gesicht traf und dadurch nahezu erblinden ließ.

Der Große Nordische Krieg war erst im Februar 1700 ausgebrochen, nachdem die Allianz von Sachsen, Pommern, Dänemark und Russland der Meinung war Schweden geradezu überrollen zu können, da der junge König als unerfahren galt und das Reich kaum über eine Verteidigung verfügte. Als daher Russland gegen das estländische Narva marschierte, schien der Sieg sicher. Allerdings gelang es in dieser Zeit Schweden bereits Dänemark zu besiegen und zu zwingen aus der Allianz auszusteigen und dem Kommandanten von Narva gelang es mit 1800 Soldaten die Stadt so lange zu verteidigen bis Karl XII. eingreifen konnte. Russland blieb nach dem Ausbruch des Schneesturms dann nur noch der Rückzug, da sonst die gesamte russische Arme vernichtet worden wäre.

Noch in der selben Nacht begannen die Verhandlungen zwischen der russischen und der schwedischen Führung, mit dem Ergebnis, dass die russische Armee sämtliche Waffen den Schweden übergeben mussten und die Befehlshaber als Gefangene nach Schweden transportiert wurden. Die Schlacht bei Narva verursachte 667 tote Schweden, aber über 12.000 tote Russen, was das Ende des Krieges mit Russland bedeutete. Im Anschluss daran hatte Karl XII. nur noch Sachsen und Polen als Feind, die nun den Kämpfen weniger siegessicher entgegen sahen. Im Mai des Folgejahres begann dann, nach der Winterpause, der schwedische Feldzug gegen Polen, der sehr viele Jahre in Anspruch nehmen sollte.


20. November 1858: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
20. November 1858: Selma Lagerlöf erhält den Nobelpreis der Literatur
20. November 1872: Lars Johan Hierta, der Gründer des schwedischen Aftonbladets
20. November 1918: Das Schicksal des Dampfers S/S Brahe
20. November 1918: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens
20. November 1933: Per Wästberg und die Dritte Welt
20. November 1937: Der Pilz (Svampen) am Stureplan in Stockholm
20. November 1949: Ulf Lundell, Musiker und Schriftsteller
20. November 1955: Are Waerland, der Gesundheitsphilosoph Schwedens

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Freitag, 19. September 2014

Der Landesverräter Göran Magnus Sprengtporten

Göran Magnus Sprengtporten starb am 19. September 1819 während eines Aufenthalts im russischen Sankt Petersburg und hatte keines seiner persönlichen Ziele erreicht, auch wenn er mehrere Male kurz vor der Erfüllung stand. Die Ursache seines Versagens lag indes an seiner Überzeugung von allen Seiten übergangen zu werden und er sich für weitaus wichtiger betrachtete als er in der Tat war. Diese Voraussetzung machte ihn überheblich und riskierte die Pläne seiner Arbeitgeber zu kompromittieren. Hinzu kam, dass Sprengtporten unter notorischem Geldmangel litt da er permanent über seinen Verhältnissen lebte.

Göran Magnus Sprengtporten, der am 16. August 1740 in Finnland zur Welt gekommen war, hatte bereits mit 12 Jahren seine militärische Laufbahn begonnen und arbeitete die ersten Jahre unter der Leitung von Augustin Ehrensvärd an den Verteidigungsanlagen Schwedens. Auf Grund seiner Leistungen und einer hohen Intelligenz stieg Sprengtporten sehr schnell im Rang, insbesondere als er sich 1771 als Vertreter der Hüte vehement für die Privilegien des Adels einsetzte. Ohne jeden Anlass hoffte Sprengtporten schließlich wenige Jahre später von Gustav III. als Gouverneur für Finnland eingesetzt zu werden, was ihm hohe Machtbefugnisse und ein hohes Einkommen garantiert hätte. Als Sprengtporten gegen 1781 jedoch einsehen musste, dass er nie eine Spitzenposition erringen würde, kam es zum Bruch mit Gustav III. und der eigenwillige Kriegsherr kehrte zurück zu seinen Gütern nach Finnland.

Dort begann Göran Magnus Sprengtporten dann seinen Plan zur Unabhängigkeit Finnlands zu schmieden und begann gegen den schwedischen König zu intrigieren. Letztendlich kam Sprengtporten dann jedoch zum Schluss, dass er die Unabhängigkeit Finnlands nur mit russischer Hilfe erreichen konnte. Russland hatte zwar schon lange ein Auge auf Finnland geworfen und wollte daher den militärischen Politiker auch gerne als Ratgeber haben, was allerdings nur dazu führte, dass die Regierung Russlands und Sprengporten immer offener anderer Wege gingen und dem schwedischen Feldherr zudem die Rückkehr nach Schweden unmöglich war. Erst 1808, als Schweden und Russland endgültig getrennte Wege gingen, wurde Sprengtporten dann von Russland zum Generalgouverneur Finnlands ernannt, aber bald stellte der Revolutionär fest, dass er in Finnland gehasst war und von Russland bei weitem nicht die erhofften Privilegien erhielt. Nur ein Jahr später zog sich dann der in Schweden als Verräter verurteilte Sprengtporten ganz zurück und gab alle seine Pläne auf.


19. September 1818: Jöns Ljungberg und der Rokokostil des Härjedalen
19. September 1862: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Lindman
19. September 1882: Mauritz Björck und 50 Jahre volkstümliche Erzählungen
19. September 1883: Hjalmar Bergman und die fiktive Stadt Wadköping
19. September 1883: Hjalmar Bergman, ein Leben im Zweifel und der Unsicherheit
19. September 1955: Carl Milles, einer der grössten Skulpteure Schwedens
19. September 1981: Die Grünen Schwedens (Miljöpartiet) werden gegründet
19. September 1984: Birgit Th. Sparre, die unbekannte Schriftstellerin

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Sonntag, 14. September 2014

Der Frieden von Altranstädt beendet zwei Kriege

Der Frieden von Altranstädt am 14. September 1706, einem Ort im heutigen Sachsen, war im Grunde nur ein Teilfrieden während des Großen Nordischen Krieges, hatte jedoch in gewissem Sinne eine besondere Bedeutung, denn er beendete den Krieg zwischen Schweden und Sachsen und jenen zwischen Schweden und Polen gleichzeitig und sicherte zudem den Protestanten in großen Teilen des heutigen Norddeutschland die Religionsfreiheit. Gleichzeitig führte dieser Friedensvertrag dazu, dass sich Karl XII. nur noch auf die Kämpfe mit Russland konzentrieren musste, auch wenn er in diesem Zusammenhang 1709 bei Poltava besiegt wurde.

Der Frieden von Altranstädt war für Karl XII. von größter Bedeutung, denn August der Starke war auf dem besten Wege sein Reich immer mehr in den Norden auszudehnen und hoffte dabei in Polen, das er um diese Zeit bereits weitgehend erobert hatte, eine Erbmonarchie zu schaffen. Im Friedensvertrag von Altranstädt musste August der Starke dann jedoch auf jeden Anspruch auf den polnischen Thron verzichten und sämtliche Gefangene befreien. Zumindest für drei Jahre war damit die Macht des Gegners gebrochen. Auch wenn August der Starke drei Jahre später erneut gegen Schweden in Krieg zog und auch die Krone Polens wieder errungen hatte, so gelang es ihm nach 1706 nicht mehr seine Macht auszubauen und Polen war, nicht zuletzt wegen dem russischen Einfluss, ebenfalls gespalten und seinem König nicht sehr freundlich gesinnt.

Für Schweden war der Friedensvertrag von Altrnstädt allerdings auch noch aus einem anderen Grunde von großem Interesse, denn August der Starke wurde dazu gezwungen alle schwedischen Landesverräter und Überläufer auszuliefert, insbesondere Johann Patkull, der als Untergrundkämpfer dafür eintrat dass sich Livland von Schweden trenne und der eine enge Zusammenarbeit mit den dänischen, polnischen und russischen Machthabern hatte. Patkull wurde von Karl XII. als einer der größten Feinde Schwedens betrachtet und nach seiner Auslieferung am 10. Oktober 1707 auf eine der grausamsten Weisen hingerichtet.


14. September 1730: Sophia Elisabet Brenner, Frauenliteratur im 17. Jahrhundert
14. September 1805: Hans Magnus Melin und die moderne Bibel Schwedens
14. September 1838: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee
14. September 1910: Lasse Dahlquist, vom Seemann zum Sänger
14. September 1913: Die schwedische Schauspielerin Annalisa Ericson
14. September 1933: Der Flugzeugträger HMS Gotland wird zu Wasser gelassen
14. September 1974: Die schwedische Stiftung Contra
14. September 2003: Referendum über den Euro in Schweden

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Donnerstag, 12. Juni 2014

Die Schlacht bei Porrassalmi und Gustav III.

Die Schlacht bei Porrassalmi, die am 12. Juni 1789 begann und bereits einen Tag später mit einem schwedischen Sieg endete, hatte im Grund keine geschichtliche Bedeutung, da sie zu keiner politischen Veränderung führte, aber sie ging dennoch in die Geschichte ein, weil, historisch gesehen, Jakob Karl Gripenberg mit nur 750 Soldaten die russische Übermacht von knapp 8000 Mann besiegte und damit Gustav III. eine Schmach ersparte, da dieser den schwedisch-russischen Krieg im Jahre 1788 angezettelt hatte und den Sieg dringend benötigte um die Macht behalten zu können.

Da Gustav III. um jene Zeit jede Gunst des Volkes verloren hatte, war er überzeugt durch einen Krieg mit Russland die 1721 und 1743 verlorenen Gebiete zurückerobern zu können und damit Schwedens Machtposition wieder zu stärken, Russland gleichzeitig von der schwedischen Politik fernhalten  zu können und zudem den Staatshaushalt zu sanieren. Seit Jahren hatte der König auf einen günstigen Moment gewartet, der 1788 dadurch eintrat, dass die Russen einen Krieg mit den Türken begonnen hatten, sich die Mehrheit der Soldaten also nicht an der schwedischen Grenze (im heutigen Finnland) aufhielten. Gustav III. war überzeugt die russische Armee nahezu überrumpeln zu können, was ohne den Einsatz von Gripenberg bei Porrassalmi jedoch eher zum Gegenteil geführt hätte.

Warum Schweden die Schlacht bei Porrassalmi tatsächlich gewann, ist bis heute nicht ganz klar, denn als sich am 12. Juni 1989 die Schweden noch auf die Schlacht vorbereiteten, gingen die Russen bereits zur Attacke über, denn um 8 Uhr abends griffen sie die schwedischen Stellungen an, gegen 23 Uhr musste Gripenberg den Rücktritt einleiten und um Mitternacht war der Feind mit seinen Kanonen an der Brücke, die den Schweden jeden weiteren Angriff unmöglich machte. Noch vor Ablauf von 24 Stunden zog sich dann jedoch die russische Armee zurück und ließ eine stark dezimiertes schwedische Truppe an der Brücke zurück. Nur Tage später kam es erneut zu einer Schlacht bei Porrasalmi, die jedoch erneut mit dem plötzlichen Rückzug er Russen endete.


12. Juni: Sankt Eskil, der Schutzheilige des Södermannlands
12. Juni 1550: Gustav Vasa gründet die Stadt Helsingfors (Helsinki) 
12. Juni 1912: Carl David af Wirsén und der Widerstand gegen moderne Literatur 
12. Juni 1916: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau 
12. Juni 1946: Schulessen in Schweden 
12. Juni 1947: Rose Lagercrantz und das kritische Jugendbuch Schwedens 
12. Juni 1979: Robin Carlsson, bekannt unter dem Künstlernamen Robyn

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Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Montag, 28. April 2014

Der Astronom Johan Oskar Backlund

Johan Oskar Backlund wurde am 28. April 1846 in Länghem im Västra Götaland geboren und studierte ab 1866 an der Universität Uppsala Philosophie und Astronomie. 1875, ein Jahr nach Abschluss seines Studiums, wurde Backlund Dozent in Astronomie in Uppsala und wenig später stellvertretender Astronom am Observatorium in Stockholm. Noch im gleichen Jahr wurde der Astronom dann jedoch als Observator ins russischen Dorpat berufen, eine Stelle, die er auf Grund der besseren Forschungsmöglichkeiten in Russland unmittelbar akzeptierte.

In Dorpat widmete sich Johan Oskar Backlund, der sich dort Oskar Andrejewitsch nannte, vor allem der theoretischen Astronomie und insbesondere den Beobachtungen und Beschreibungen des periodischen Kometen Encke, der 1796 erstmals entdeckt worden war. Allerdings konnte Backlund das eigentümliche Verhalten dieses Kometen nicht erklären und seine Berechnungen liessen vermuten, dass die verkürzte Umlaufzeit in Verbindung mit der Menge der Sonnenflecken stehe. Bis heute konnte man das Verhalten des Enckesche Kometen nicht vollständig erklären und muss daher auf Theorien zurückgreifen.

Die intensiven und herausragenden  theoretischen und praktischen Arbeiten von Oskar Backlund und seine erfolgreichen Bemühungen das Pulkowo-Observatorium zu einem der weltweit anerkannten Einrichtungen zu machen, führten auch dazu, dass der geborene Schwede in Russland zu einem der bedeutendsten Astronomen des Landes wurde und dort selbst in die Wissenschaftsakademie aufgenommen wurde. Backlund, der die letzten Jahre seines Lebens immer mehr mit administrativen Aufgaben des Observatoriums verbringen musste, kehrte nicht mehr nach Schweden zurück und starb am 29. August 1916 in Pulkowo. Der Astronom erhielt dort eine Beerdigung die jener eines Ministers ähnlich kam.


28. April 1868: Hjalmar Procopé, ein finnlandschwedischer Dichter
28. April 1938: Wasser und Brot in schwedischen Gefängnissen
28. April 1973: Siri Derkert, die Erneuerin der öffentlichen Kuns
28. April 2012: Das Naturreservat Slottsberget in Skärstad

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