Dienstag, 11. September 2012

Håkan Magnusson, ein gewählter König ohne Macht

Nach geschichtlichen Dokumenten starb Håkan Magnusson am 11. September 1380, ein König, der in Schweden gerade einmal eine Regierungszeit von zwei Jahren nachweisen kann. Allerdings ist nicht sicher, ob er nicht in Wirklichkeit die Macht in Schweden mit seinem Vater teilen musste, da Magnus Eriksson in dieser Zeit noch sehr aktiv in Schweden war, unabhängig davon, dass sein Sohn offiziell zum König gewählt worden war.

Die Macht des Königs Håkan Magnusson stand allerdings auf sehr wackeligen Beinen, so dass man seine Wahl eigentlich als Notlösung gesehen werden muss. Da Håkan Magnusson gleichzeitig König von Norwegen war, waren ihm die Belange Schwedens weitgehend unbekannt oder sie interessierten ihn nicht, denn dass er sich 1359 mit Margareta, der Tochter Valdemar Atterdags verlobt hatte, der Skåne im Jahre 1360 erobert hatte, war bereits ein grundlegendes Problem, zumal er die Verlobung im Laufe der Konflikte aufgelöst hatte und damit zeigte, dass er kein diplomatisches Gefühl hatte.

Aber Håkan Magnusson gelang es seine Probleme in Schweden noch zu vergrößern, denn er verlobte sich nahezu unmittelbar mit Elisabet von Holstein, die von Atterdag auf der Reise nach Schweden gefangen genommen wurde. Nach Friedensverhandlungen mit Dänemark musste er nun die neue Verlobung brechen und doch Margareta heiraten, eine Voraussetzung um Skåne zurück zu gewinnen. Diese Handlung brachte ihm die Feindschaft von Albrecht von Mecklenburg, der nun die Chance sah den schwedischen Thron zu erobern. Unterstützt wurde dieser von der Heiligen Birgitta, die ohnehin unzufrieden mit Håkan Magnusson und Magnus Eriksson war und einen absolut gläubigen Katholiken auf dem Thron sehen wollte. Das Ergebnis war, dass Håkan bereits 1364 zu Gunsten von Albrecht als König abgesetzt wurde.


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Copyright: Herbert Kårlin

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