Dienstag, 4. September 2012

Das Blutbad von Ronneby

Am 4. September 1564 fand in Ronneby das sogenannte Blutbad von Ronneby statt, das geschichtlich größte Massaker während des Nordischen Siebenjahreskrieges. An diesem Tag drang das schwedische Heer mit 7900 Soldaten in Ronneby ein und tötete nahezu alle Bewohner des Ortes.  Nach späteren Aufzeichnungen sollten selbst kleine Kinder aufgespießt und Frauen, die kurz vor Geburt waren auf einem Scheiterhaufen verbrannt worden sein. Nur einige wenige Personen sollen dem Massaker entkommen sein. Die Stadt wurde nach der Eroberung von den Schweden abgebrannt.

Das Geschehen geht darauf zurück, dass der schwedische König Erik XIV. Blekinge, das damals noch zu Dänemark gehörte, als Pufferzone benutzen wollte und daher systematisch zerstörte. Während die meisten Orte der Region sofort kapitulierten sobald sie das schwedische Heer sahen, leistete Ronneby Widerstand, obwohl die Stadt wissen musste, dass sie dem schwedischen Heer nicht gewachsen war Vermutlich hofften sie auch nur die Stadt so lange verteidigen zu können bis die Dänen ankamen um den Feind zurückzuschlagen. Niemand kennt die Gedanken der Toten.

Erik XIV. schrieb nach der Tat, dass das Wasser des Flusses rot war durch das Blut der vielen Toten, was er positiv sah, denn für ihn war es besser ein zerstörtes Land Blekinge zu haben als ein feindliches Land. Die Tat wurde sowohl von den Dänen als auch den Schweden als besonders grausam dargestellt, da die Schweden damit den Kampfwillen der Schweden stärken wollten und sich als unbesiegbar hinstellen konnten. Die Dänen dagegen wollten die Grausamkeit der Schweden hervorheben, damit sich das Volk gegen ein so bestialisches Land zur Wehr setzt, da es Angst vor einer Eroberung hat.


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Copyright: Herbert Kårlin

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