Montag, 3. Dezember 2012

Manne Siegbahn und der Nobelpreis in Physik

Der schwedische Physiker Manne Siegbahn wurde am 3. Dezember 1886 in Örebro geboren. Seine Laufbahn war exemplarisch für jemanden, dessen Passion die Physik ist, denn er studierte das Fach an der Universität in Lund und wurde dort nach seiner Disputation Dozent in Physik. Bereits 1915 erhielt er an der gleichen Universität eine Professur, die 1920 zu einer ordentlichen Professur wurde. Nur zwei Jahre später verließ Siegbahn Lund um eine Professur in Uppsala anzunehmen.

Manne Siegbahn hatte sich von 1908 bis 1912, als Assistent des Professors J. R. Rydberg, vor allem mit Problemen der Elektrizität und des Magnetismus beschäftigt. Als Siegbahn dann eine eigene Professur in Lund erhielt, konnte er sich seinen wahren Interessen zuwenden und begann über die Röntgenspektroskopie zu arbeiten. Seine Forschungsergebnisse fasste der Wissenschaftler 1923 in seinem Werk „Spektroskopie der Röntgenstrahlen“ zusammen.

Für diese Leistungen erhielt Manne Siegbahn im Jahre 1924 den Nobelpreis für Physik, den er allerdings erst ein Jahr später in Empfang nehmen konnte, da das Nobelkomitee im Jahre 1924 entschied, dass keiner der nominierten Kandidaten die von Alfred Nobel aufgestellten Kriterien erfüllte, auch Siegbahn nicht. Aber auch wenn die Preisvergabe an Siegbahn im Jahre 1924 daher etwas umstritten ist, so hätte er ihn mit Sicherheit für seine Leistungen in der Kernphysik erhalten, da er 1939 Direkter des Forschungslabors für Experimentelle Physik in Uppsala wurde und in dieser Eigenschaft eine weltweit führende Rolle in der Erforschung des Atomkerns und der radioaktiven Strahlungsprozesse einnahm.


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Copyright: Herbert Kårlin

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