Donnerstag, 13. Dezember 2012

Schweden bekommt eine Sammelregierung (samlingsregering)

Schweden hatte im Laufe der Geschichte zweimal eine Samlingsregering, eine Sammelregierung, die sich aus der Mehrheit aller Parteien zusammensetzte und dadurch eine bessere Krisenbewältigung garantieren sollte. Die erste Sammelregierung, die sogenannte Lundeberg-Regierung entstand unter der norwegisch-schwedischen Krise im Jahre 1905 und die zweite Samlingsregering, die Hansson-Regierung, entstand am 13. Dezember 1939 als Folge des finnischen Winterkrieges.

Die Hansson-Regierung, die ihren Namen nach dem damaligen Ministerpräsidenten Per-Albin Hansson erhielt, vereinte die Sozialdemokraten, den Bauernverband (heute Zentrumspartei), die Volkspartei und die Rechten (heute Moderaten). Ausgeschlossen von der Regierung waren nur die beiden kleinen Parteien der Sozialisten und der Kommunisten, da diese der Sowjetunion nahe standen.

In der Tat wurde durch die Sammelregierung das Parlament außer Kraft gesetzt und die Regierung beschäftigte sich vor allem mit außenpolitischen Fragen des Landes. Die internen Probleme Schwedens wurden bis zum 31. Juli 1945, dem Ende der gemeinsamen Regierung, auf Eis gelegt. Ab 1941 gab dies der Regierung auch die Möglichkeit Zeitungen und Zeitschriften zu zensieren oder einzelne Auflagen zu beschlagnahmen. Von dieser Maßnahme war insbesondere die links gerichtete Presse wie die Norrskensflamman betroffen. Aber auch anderen Zeitschriften wurden regelmäßig beschlagnahmt wenn in ihnen die deutsche Politik kritisiert wurde, da dies als Gefahr für die innere Sicherheit Schwedens galt.


13. Dezember 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa
13. Dezember 1981: Anders Österling, der Landschaftsdichter Skånes 

Copyright: Herbert Kårlin

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