Freitag, 1. März 2013

Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg

Als Tor Aulin am 1. März 1914 starb, war er einer der bekanntesten Dirigenten und Komponisten Schwedens, dessen Ruf weit über die Grenzen des Landes hinausreichte. Aulin hatte von 1877 bis 1883 in Stockholm und anschließend bis 1886 in Berlin Musik studiert bevor er Konzertmeister am Königlichen Theater in Stockholm wurde. Nach einer Tätigkeit als Dirigent des Stockholmer Konzertvereins, dessen Mitgründer er war, wurde Aulin 1909 Dirigent des Symphonieorchesters in Göteborg.

Der Musiker Tor Aulin war bereits zu Beginn seines Studiums in ganz Schweden bekannt geworden, da er 1887 das Aulin-Quartett gegründet hatte und damit dieser Musikkategorie zum höchsten Niveau verholfen hatte. Die Konzerte des Quartetts waren so bekannt, dass die Gruppe über mehrere Jahre hinweg Tourneen in Schweden veranstaltete, deren Konzerte grundsätzlich ausverkauft waren. Benötigte das Quartett zusätzlich einen Pianisten, so trat ein anderer sehr bekannter schwedischer Musiker mit auf, nämlich Vilhelm Stenhammar.

Tor Aulin, der auch eine große Anzahl an kleineren Werken für die Violine, sein Hauptinstrument, schrieb, eine Violinsonate, eine Orchestersuite und drei Violinkonzerte komponierte, war, wie zu jener Epoche üblich, jedoch auch als Pädagoge und Musiklehrer tätig. In seiner Eigenschaft als Musiklehrer hatte er einen Schüler, der weltweit bekannt wurde, wenn auch nicht als Musiker, denn es handelt sich um den Schriftsteller und Künstler August Strindberg.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung von Uppsala 
1. März 1638: Die erste schwedische Kolonie in Amerika

Copyright: Herbert Kårlin

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