Dienstag, 2. April 2013

Der schwedische Künstler Lars Lerin

Der am 2. April 1954 in Munkfors geborene Lars Lerin gehört heute zu den bedeutendsten Künstlern Schwedens, die, neben der Grafik, vor allem wegen ihrer Aquarelle bekannt wurden. Die Werke des Künstlers können das ganze Jahr über in der Lars Lerin Kunsthalle in Karlstad betrachtet werden, wo ihm ein Dauerplatz gewidmet ist. Seine Aquarellmalereien wurden bereits in den bedeutendsten Museen zahlreicher Länder ausgestellt, wobei der Künstler im gesamten nordischen Raum als einer der bedeutendsten Gegenwartskünstlern gilt.

Lars Lerin wuchs im nördlichen Värmland auf und studierte erst an der Gerlesborgsskolan Malerei, ein Studium, das er von 1980 bis 1984 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg fortsetzte. Der Künstler benutzt für seine Landschaftsbilder aus dem Värmland und den Lofoten sehr weiche und gefühlsbetonte Farben, die selbst einem Kahlschlag oder einem Betonbau noch Leben verleihen. Seine Motive reichen von verträumten Landschaften bis zu verlassen Dörfern und Mehrfamilienhäusern.

Wer nicht die Chance hat die Aquarelle Lars Lerins in einem Museum oder einer Kunsthalle zu betrachten, hat auch die Möglichkeit eines seiner über 50 von ihm geschriebenen und illustrierten Bücher zu kaufen, die nahezu ausschließlich in seinem eigenen Verlag Syntryck erschienen sind und zu den Gegenden und Landschaften führen, die der Künstler entdeckte. Die Filmerin Sara Broos drehte 2012 eine Dokumentation über Lars Lerin, die auch offen auf alle früheren Drogenprobleme des Künstlers eingeht und auch die Schwierigkeiten zeigt, auf die ein homosexueller Künstler noch in den 60er und 70er Jahre stieß.


2. April 1957: LIN, die schwedische Fluggesellschaft Linjeflyg 
2. April 1974: Håkan Hellström, Musik aus Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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