Mittwoch, 24. April 2013

Örebro wird internationale Handelsstadt

Seit dem 17. Jahrhundert war der internationale Handel in Schweden einigen wenigen Städten vorbehalten, die vor allem an der Küste lagen, da der Transport in jener Zeit überwiegend zur See erfolgte. Einige wenige Städte im Binnenland, die an wichtigen Flussläufen, später auch an Kanälen, lagen, erhielten jedoch ebenfalls das Recht internationalen Handel zu betreiben. Allerdings mussten dort wichtige wirtschaftliche Güter verladen werden, die dem König dienten.

Am 24. April 1896 wurde in diesem Rahmen auch Örebro zur sogenannten Stapelstad ernannt, was nicht nur bedeutete, dass Örebro internationalen Handel betreiben durfte, was insbesondere Eisen betraf, sondern dass dort auch eine Zollstelle eingerichtet wurde, die den Export und Import überwachte und dass entsprechende Hafenanlagen vorhanden sein mussten, Bedingungen, die Örebro damals auch erfüllte. Diese Ernennung führte natürlich mit sich, dass damit Örebro die wichtigste Handelsstadt der Region wurde und der Handel dort blühte.

Das Stapelstäder gingen im Grunde bis zur Regierung von Gustav II. Adolf zurück, der gegen 1610 neue Handelsregeln in Schweden einführte und mit Zöllen seine Kriege finanzieren wollte. Ab dieser Zeit wurde der Handel selbst innerhalb Schwedens extrem beschränkt und der Export und Import durch die Einführung der Stapelstäder überwacht. Die Handelsfreiheit innerhalb Schwedens wurde erst 1864 wieder eingeführt. Örebro war die letzte Stadt Schwedens, die noch zur Stapelstad ernannt wurde, da sich bereits im folgenden Jahrhundert das Wirtschaftssystem auch in Schweden zu ändern begann.


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Copyright: Herbert Kårlin

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