Montag, 8. April 2013

Die Karriere des schwedischen Schauspielers Oskar Textorius

Als Oskar Textorius am 8. April 1864 in einer kinderreichen Familie in Kristianstad zur Welt kam, dachte niemand, dass der Junge einst zu den bedeutendsten Schauspielern und Regisseuren Schwedens gehören sollte und selbst als Textorius nach nur wenigen Schuljahren nach Stockholm ging, gehörte das Schauspiel nicht in die Welt des späteren Künstlers, denn er begann in der schwedischen Hauptstadt eine Ausbildung als Hersteller von Farben. Erst nach dieser Ausbildung näherte sich Textorius der Welt der Bühne.

Seinen ersten Auftritt als Schauspieler hatte Oskar Textorius im Jahre 1887. Da er auf der Bühne überzeugte, wurde er in den kommenden Jahren von verschiedenen Theatergesellschaften engagiert und bis 1893 war Textorius daher nahezu ständig auf Tourneen durch Schweden. In diesem Jahr kam dann jedoch sein erstes festes Engagement am Folkteatern in Stockholm, wo er bis 1899 blieb. Von 1899 bis 1906 führte Textorius dann seine eigene Theatergesellschaft und spezialisierte sich auf die Operette, was dazu führte, dass seine Truppe ständig ausgebucht war. 1906 gab der Schauspieler seine Gesellschaft jedoch wieder auf um sich wieder mehr der Kunst auf der Bühne widmen zu können und arbeitete erneut für andere Theatergesellschaften Stockholms.

Der wahre Durchbruch kam für Oskar Textorius dann im Jahre 1911, als der Schauspieler vom Oscarsteatern engagiert wurde und dort der Operette zum Erfolg verhalf. Nach seinem siebenjährigen Engagement am Stockholmer Oscarsteatern standen Textorius die Bühnen Skandinaviens offen. Er arbeitete am Scakateatern in Kopenhagen und wurde 1918 künstlerischer Leiter des Stora Teatern in Göteborg. Mit seiner dritten Frau, der Schauspielerin Ester Pettersson unterbrach der Schauspieler dann jedoch dieses Karriere wieder um einige Jahre lang erneut mit einer eigenen Theatergruppe durch die Folksparks Schwedens zu ziehen. Erst 1937 kehrte er wieder als künstlerischer Leiter an das Stora Teatern zurück wo er bis zu seinem Tod ein Jahr später arbeitete. Auch wenn der Schauspieler am 20. April 1938 in Göteborg starb, so wurde seine Leiche anschließend in Stockholm beigesetzt.


8. April 1931: Erik Axel Karlfeldt: Mit Poesie zum Nobelpreis der Literatur
8. April 1956: M/S Gripsholm, von Schweden nach Amerika

Copyright: Herbert Kårlin

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