Donnerstag, 18. April 2013

Prinz Johan verzichtet zweimal auf die schwedische Krone

Als Prinz Johan am 18. April 1589 als zweiter Sohn des Königs Johan III. im Schloss in Uppsala geboren wurde, war er im Grunde nicht dazu bestimmt der nächste König Schwedens zu werden, auch wenn es das Schicksal anders wollte. Im Alter von einem Jahr wurde der Prinz zum Herzog von Finnland und zum Grafen von Åland und Bråborg ernannt. Als jedoch sein Vater zwei Jahre später starb, übernahm sein Halbbruder Sigismund die Macht, der jedoch kaum sieben Jahre später aus politischen Gründen abgesetzt wurde. In diesem Moment wurde Prinz Johan zum direkten Thronfolger.

Prinz Johan wurde jedoch in dieser Zeit, gemeinsam mit dem späteren König Gustav II. Adolf, von Herzog Karl erzogen. Als Sigismund im Jahre 1599 sein Amt verlor, sollte nun nach der Thronfolgeordnung der zehnjährige Johan die Macht übernehmen. Dieser verzichtete jedoch offiziell, aus welchen Gründen auch immer, auf die Krone, so dass sein Onkel Karl IX. an seiner Stelle gekrönt wurde. Im Gegenzug erhielt Prinz Johan mehrere bedeutende Herzogtümer, wobei er jedoch auch zeitweise an den Regierungsgeschäften teilnahm.

Als Karl IX. im Jahre 1611 starb, hatte Prinz Johan wieder eine wichtige Rolle in der Regierung, was ihm jedoch erneut nicht zur ihm zustehenden Krone verhalf, denn beim Reichstag in Nyköping wurde Gustav II. Adolf zum König ernannt und Prinz Johan musste zum wiederholten Male offiziell auf die Krone verzichten. Ein Jahr später heiratete Prinz Johan seine Cousine Maria Elisabet, aber da die Ehe sowohl kinderlos blieb als auch als sehr unglücklich galt, beschäftigte sich Prinz Johan mit der Entwicklung seiner Herzogtümer. In diesem Rahmen spielte er eine wichtige Rolle für Norrköping, Motala und Skövde, was er als König sicher nicht gemacht hätte.


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Copyright: Herbert Kårlin

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