Dienstag, 23. April 2013

Die schwedische Prinzessin Eugénie

Prinzessin Eugénie, die eigentlich Eugenia hieß, sich aber nie so nannte, starb am 23. April 1889 in Stockholm, nur einen Tag vor ihrem 59. Geburtstag. Prinzessin Eugénie war die Tochter von König Oscar I. sowie der Königin Josefina von Leuchtenberg und führte ein relativ unscheinbares Leben, da sie sich sehr früh auf Gotland zurückzog und auch wegen ihren häufigen Krankheiten nur wenig am höfischen Leben beteiligte. Eugénie bevorzugte es unter dem Pseudonym E****** als Künstlerin und Komponistin zu arbeiten.

Da Prinzessin Eugénie nie heiratete, war sie 1858, als der Reichstag entschied dass alle unverheirateten Frauen auf Antrag für mündig erklärt werden konnten, eine der ersten schwedischen Frauen, die über ihr Leben selbst entscheiden konnten und dadurch ein relativ unabhängiges Leben führen konnte, etwas, das sie bereits als junges Mädchen anstrebte. Sie gehörte daher auch zu den ersten Frauen, die den entsprechenden Antrag stellten.

Prinzessin Eugénie, die eine Freundin der Schriftstellerin Lina Sandell war, war in vielen Hinsichten eine bemerkenswerte Frau, denn sie spendete nicht nur ein Vermögen für wohltätige Zwecke, sondern bildete 1882 den ersten Verein gegen wissenschaftliche Tierquälerei, sie bildete einen Nähverein auf Gotland, gründe das Eugeniahemmet für unheilbare Kinder in Stockholm  und hinterließ mit ihren Bildern ein eindrucksvolles Bild des Lebens am Hofe, da dieses Thema ihr Hauptmotiv war, das uns heute erlaubt einen Einblick in die sonst unbekannte Welt des Königshauses zu gewinnen.


23. April 1942: Das nordische Folkbåt (Volksboot) läuft vom Stapel
23. April 1967: Musik, Vergnügen und Essen in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

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