Montag, 7. September 2015

Märta Lindqvist, Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin

Märta Lindqvist wurde am 7. September 1888 als Tochter eines Musikdirektors in Stockholm geboren. Ihre Erziehung in einem gut bürgerlichen Haus auf Östermalm war stark von der Religion geprägt, was sich später auf ihr gesamtes Leben auswirken sollte. Nach ihrer Hochschulreife im Jahre 1907 begann Lindqvist als Lehrerin zu arbeiten, eine Arbeit, die sie ab 1908 mit einem Sprach- und Literaturstudium an der Universität Uppsala teilte. Fünf Jahre später schloss Lindqvist ihr Studium mit einem Magister in Philosophie ab. Ab 1916 begann Märta Lindqvist dann für das Svenska Dagbladet zu arbeiten, allerdings unter dem Pseudonum Quelqu'une, einem Namen, der sehr bald in ganz Schweden bekannt war.

Obwohl es eine Frau um diese Zeit sehr schwer hatte im Journalismus anerkannt zu werden, machte Märta Lindqvist beim Svenska Dagbladet schnell Karriere und erhielt zahlreiche Reportageaufträge, auch wenn das Hauptgebiet der Journalistin Mode, Tanz und vor allem Film waren, Themen, die sie auf eine leicht lesbare und etwas humoristische Weise bearbeitete. Nach einem Aufenthalt in den USA entstand dann 1924 auch das erste Buch Lindqvists mit dem Titel  Hos filmstjärnor i U.S.A. Snapshots från New York och Hollywood, dem mehre weitere Bücher folgen sollten, unter anderem ein Reportagebuch über Palästina, das 1931 erschien und noch heute einen Blick in das frühere Palästina erlaubt.

Da sich Märta Lindqvist nie verheiratete, war sie gezwungen sich selbst zu ernähren, konnte dadurch jedoch auch ihre Unabhängigkeit bewahren. Da der Journalismus und die Veröffentlichung einiger Bücher sie jedoch nicht ernähren konnten, betätigte sich Lindqvist auch sehr früh als Übersetzerin, wobei sie sich hierbei vor allem auf die englischsprachige Literatur spezialisierte. Allerdings wurde Lindqvist später auch häufig damit beauftragt Biographien bekannter Persönlichkeiten aus dem Französischen, dem Deutschen und dem Norwegischen zu übersetzen, die im Stil der Zeit eine gewisse Menge an Erotik enthielten und gegen die religiöse Vorstellung der Übersetzerin gingen. Ab Beginn der 30er Jahre wurde Lindkvist sehr häufig von Krankheiten heimgesucht, de auch dazu führten, dass sie am 3. April 1939 in Stockholm starb.


7. September 1450: Katarina Karlsdotter wird die Königin Schwedens
7. September 1520: Die Eroberung Stockholms durch Kristian II.
7. September 1620: Söderhamn wird zur Stadt erhoben
7. September 1631: Die Schlacht bei Breitenfeld und der schwedische Sieg
7. September 1661: Gunno Dahlstierna, Mundart in der schwedischen Literatur
7. September 1818: Karl XIV. Johan erhält die Krone Schwedens
7. September 1909: John Wigforss, vom Bohème-Revolutionär zum Konservatismus

Copyright: Herbert Kårlin

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