Dienstag, 23. Februar 2016

Das Schloss Skokloster wird Museum

Das Schloss Skokloster am Mälaren, zwischen Stockholm und Uppsala, wurde als Privatpalast auf einem Kloster aus dem 13. Jahrhundert  gebaut und gilt heute als das eindrucksvollste Barockkloster Schwedens. In der Tat handelt sich dabei um den größten je in Schweden gebauten privaten Palast während der schwedischen Epoche der Großmacht, auch wenn der Bauherr Carl Gustaf Wrangel noch vor der Fertigstellung des Schlosses starb und daher nie die volle Pracht sehen konnte. Wer heute das Schloss Skokloster betrachtet, versteht auch warum man für den Bau dieses Schlosses 30 Jahre benötigte.

Am 23. Februar 1967 kaufte der schwedische Staat das Skokloster mit rund 50.000 Einrichtungs- und Kunstgegenständen für den Preis von 25 Millionen Kronen, was heute über 200 Millionen Kronen entsprechen würde, und verwandelte das Schloss in ein Museum. Allerdings entfernte der letzte Privatbesitzer, die Familie von Essen, noch nahezu alle sehr wertvollen Gegenstände des Schlosses Skokloster, was der Besucher jedoch kaum bemerkt, da es so viel zu sehen gibt, dass dieser Verlust, von touristischer Warte, zu verschmerzen ist.

Nach dem Kauf des Skoklosters setzte eine enorme Restaurationsarbeit von zehn Jahren ein, die das Ziel hatte das Gebäude so lange wie möglich zu erhalten. Um Probleme mit modernem Baumaterial zu vermeiden, benutzte man ausschließlich Techniken und Material des 17. Jahrhunderts das möglichst jenem entsprach, das auch Wrangel beim Bau seines Schlosses benutzt hatte. Besucher des staatlichen Museum entdecken heute drei Waffensammlungen, Kunsthandwerk, Textilien, Keramik und andere historische Gegenstände, die die Privatbesitzer des Schlosses Skokloster zwischen 1550 und 1850 gesammelt hatten. Das Schloss ist zwischen Mai und September geöffnet, wobei die Grundausstellungen kostenlos besucht werden können.

Copyright: Herbert Kårlin

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