Donnerstag, 11. Februar 2016

Der Beginn des Großen Nordischen Krieges

Am 11. Februar 1700 brach, völlig überraschend für König Karl XII., der Große Nordische Krieg aus, der dazu führen sollte, dass Schweden seine Großmachtstellung an Russland abgeben musste und Schweden endgültig nach Norden abgedrängt wurde. Dabei war dieser Krieg vorherzusehen, denn um diese Zeit wollten mehrere Länder die schwedische Macht brechen, was nur dadurch verzögert worden war, dass sich die Schweden feindlich gesinnten Länder nicht früher einigen konnten und das Militär Schwedens als sehr schlagkräftig galt.

Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten sich dann jedoch Friedrich IV. aus Dänemark, August II. aus Sachsen-Polen und Peter I. aus Russland zusammengeschlossen, auf Bestreben Dänemarks, das zum einen die beim Frieden in Roskilde verlorenen Gebiete zurückerobern wollte, zum anderen die Macht Schleswig-Holstein-Gottorps brechen wollte, einem der mächtigsten Verbündeten Schwedens. Die Alliierten Dänemarks waren gut gewählt, denn August II. strebte nach einer Vormacht Osteuropas und der Tsar Peter I. wollte die Ostsee erreichen und gleichzeitig die schwedische Zolldominanz auf dem Binnenmeer aufheben.

Den Großen Nordischen Krieg leitete August II. ein, als er im Februar 1700 Riga angriff. Auch wenn dieser Angriff von Erik Dahlbergh abgewehrt werden konnte, so griffen nun England, die Holländer und Hannover, auf schwedischer Seite, in den Krieg ein und zwangen Dänemark zu intensiven Verhandlungen mit den eigenen Verbündeten. Bereits im März 1700 zog Dänemark dann erfolgreich gegen Schleswig-Holstein-Gottorp und im August eroberte Peter I. das Ingermanland und belagerte Narva. Der Große Nordische Krieg, der über 21 Jahre dauern sollte, war damit, innerhalb nur weniger Monate, auf sehr breiter Front im Gange.

Copyright: Herbert Kårlin

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