Dienstag, 2. Februar 2016

Der schwedische Sprachwissenschaftler Johannes Schefferus

Johannes Schefferus kam am 2. Februar 1621 als Sohn eines Kaufmanns im französischen Straßburg zur Welt und besuchte dort ab 1627 das Gymnasium, wo er auch dem deutschen Geschichtswissenschaftler Johan Henrik Boeclerus wegen seiner hohen Intelligenz auffiel. Im Jahre 1637 schrieb sich Schefferus an der Universität Straßburg ein, unterbrach dann jedoch bereit nach zwei Jahren sein Studium um eine ausgedehnte Studienreise nach Holland und in die Schweiz zu unternehmen. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1643 setzte er auf unregelmäßige Weise seine Studien in Straßburg fort und veröffentlicht De varietate navium, sein erstes sprachwissenschaftliches Werk.

Im Jahre 1648 setzte sich Königin Kristina persönlich dafür ein dass Johannes Schefferus nach Schweden zurückkehrte und ernannte ihn erst zum Professor in Staatswissenschaft, später auch in Jura. Während seiner Zeit als Professor in Staatswissenschaft setzte sich Schefferus insbesondere dafür ein dass alle Staatsbeamten ein klassische Sprachbildung erhielten und sich mit der klassischen Literatur auseinandersetzten. 1677 gab Schefferus dann jedoch seine Tätigkeit als Professor auf um Bibliothekar an der Universität Uppsala zu werden.

Während Johannes Schefferus als Professor für eine Vielzahl an Ausgaben römischer Autoren zuständig war, wollte er als Bibliothekar vor allem den Bestand an Büchern und Handschriften erhalten und die Sammlungen ausdehnen, was sich jedoch als Unmöglichkeit zeigte, da er kein Kapital für diese Zwecke erhielt. Da die Räume der Bibliothek so schlecht zu lüften waren dass die Bücher langsam zerstört wurden, ließ Schefferius gegen 1654 bereits aus eigener Tasche eine Bibliothek bauen, die heute als das Museum Schefferianum bekannt ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

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