Mittwoch, 30. März 2016

Axel Herrlin, Philosoph, Psychologe und Pädagoge

Axel Herrlin kam am 30. März 1870 als Sohn eines Priesters in Östra Vemmenhög zur Welt und studierte ab 1887 Philosophie an der Universität Lund. Nach einer Kandidatur und einem Lizenziat in Philosophie promovierte Herrlin 1892 im gleichen Bereich in Lund. Im gleichen Jahr wurde er als Dozent in Theoretischer Philosophie an der Universität Lund angestellt, um jedoch 1906 in gleicher Eigenschaft an die Hochschule in Göteborg zu wechseln. 1910 erhielt er vom Karolinska Institut die Ehrendoktorwürde in Medizin. Ein Jahr später wurde er zum Professor ernannt und 1912 wurde Herrlin der erste Professor für Psychologie und Pädagogik an der Universität Lund.

Axel Herrlin gilt als einer der Pioniere der modernen Philosophie in Lund und vertrat, im Gegensatz zu Lehre der Universität Uppsala, die Meinung dass Philosophie und Naturwissenschaft eng miteinander verknüpft seien. In seinen zahlreichen Schriften geht der Philosoph auch so weit die kulturelle Entwicklung im historischen Zusammenhang zur Philosophie zu erklären. Für Herrlin war keine wissenschaftliche Richtung von der Philosophie zu trennen, die, in seinen Augen, die Verbindung zwischen jedem Wissen und jeder Entwicklung ist. Auch als Herrlin Professor in Psychologie und Pädagogik war, bettete er diese Bereiche in der Philosophie ein.

Auch innerhalb der Psychologie war Alex Herrlin, der am 10. Oktober 1937 starb, ein Pionier, denn er war der erste Psychologe, der in Schweden die Forschungsmethoden der Experimentalpsychologie einführte und damit auch die Grenzbereiche der Psychologie wie Psychiatrie, Okkultismus und Spiritismus in seinen Forschungen und Schriften integrierte. Mit seinen Arbeiten über die Zuverlässigkeit und die Krankheiten der Seele griff Alex Herrlin auch in die Entwicklung des Strafrechts in Schweden ein, da er die Basis für die Bewertung der Zurechnungsfähigkeit eines Täters legte. Herrlin legte in Schweden auch die Basis für die psychologische Untersuchung für Piloten, aufbauend auf die Erkenntnisse anderer Länder.


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30. März 1798: Torsten Rudenschöld, der Gründer der schwedischen Volksschule
30. März 1808: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts
30. März 1858: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens
30. März 1920: Jan Olof Olsson, der historische Roman und Reiseschilderungen
30. März 1926: Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea
30. März 1933: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens
30. März 1944: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete
30. März 1976: Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

Copyright: Herbert Kårlin

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