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Samstag, 5. November 2016

Die Tösse Kirche in Åmål

Auch wenn man in und bei Åmål heute mehrere Kirchen finden kann, so nimmt die Tösse Kirche, genau genommen beide Tösse Kirchen, eine besondere Rolle in der Stadt ein. Die ältere Kirche wurde bereits im 13. Jahrhundert im romanischen Stil gebaut und erhielt ihr heutiges Aussehen weitgehend im Jahre 1741. Bereits 1812 ließ man dann jedoch diese Kirche verfallen und sie ging in Privateigentum über. Erst 1931 kam das Gebäude zurück zur Versammlung und 1961 wurde sie erneut eingeweiht um dort auch Gottesdienste feiern zu können. Ihre historische Bedeutung innerhalb Åmåls bekam die alte Tösse Kyrka allerdings dadurch nicht zurück.

Bevor die neue Tösse Kirche am 5. November 1848 eingeweiht werden konnte, wurde der Gottesdienst für die Kirchenversammlung in der nahen Tydje Kyrka abgehalten. Die neue Tösse Kyrka erhielt eine Basis aus Naturstein und wurde vom Architekten Carl Salin im neoklassischen Stil gebaut, im Grunde auch viel zu groß für die Kirchengemeinde, denn ganz Åmål hatte um jene Zeit nur etwas über 10.000 Einwohner und Tösse liegt rund einen Kilometer vom Zentrum entfernt und war im 19. Jahrhundert nur ein relativ kleines Kirchdorf. Während das Gesamtgebäude der Tösse Kirche seinen ursprünglichen Aspekt seit 1848 behalten hat, wurde der Innenraum bei späteren Renovierungsarbeiten zum Teil verändert und erhielt insbesondere eine völlig neue Farbgebung, die einen Bruch zur Neuklassik darstellt.

Den wahren Schatz der Tösse Kirche bilden der Taufstein und eine der Kirchenglocken, die beide noch von der mittelalterlichen Kirche stammen, wobei der Taufstein aus Speckstein doppelt interessant ist, den er entspricht der norwegischen Form und ist noch ein Zeichen der früheren engen kulturellen Verbundenheit dieser Gegend mit Norwegen. Die Kanzel der Kirche geht bis zum Jahr 1849 zurück und entspricht mit seinen vergoldeten Reliefs dem neoklassischen Stil der Kirche. Die alte Orgel des Jahres 1867 ist heute leider hinter der neuen Orgel versteckt und spielt, trotz ihrer historischen Bedeutung, keine größere Rolle mehr. Im älteren Teil des Friedhofs kann man auch noch ein geschmiedetes Grabkreuz entdecken das als Kulturerbe des Dalslands gilt.


5. November 1818: Esaias Tegnér, Aufstieg und Fall einer schwedischen Legende
5. November 1829: Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg
5. November 1879: Die Guttempler-Loge Schwedens wird in Göteborg gegründet
5. November 1919: Die schwedische Kinderhilfsorganisation Rädda Barnen
5. November 1921: Gustaf Fredrikson, vom Schauspieler zum Theaterdirektor
5. November 1932: Sonora, das schwedische Label für Schallplatten

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. April 2014

Königin Kristina verleiht Åmål die Stadtrechte

Im Jahre 1639 entschied sich die schwedische Regierung das gesamte Land zu inspizieren um an strategisch und wirtschaftlich interessanten Stellen neue Städte zu gründen und bereits vorhandene Städte auszubauen. In diesem Zusammenhang schlug Gabriel Oxenstierna auch vor eine neue Stadt im Värmland zu gründen. Als man jedoch feststellte, dass Karlstand zu nahe an der neuen Stadt liegen würde, entschied sich Oxenstierna dafür den Markplatz Åmål im Dalsland als zukünftige Stadt vorzuschlagen.


Als Königin Kristina dann am 1. April 1643 Åmål die Stadtrechte verlieh, so geschah dies aus zwei bedeutenden Gründen. Zum einen sollte Åmål, das nahe der norwegischen Grenze lag, der Verteidigung Schwedens dienen und zum anderen war dort der Verkehrsknotenpunkt für den Handel von Eisen, da man von hier aus eine direkte Wasserverbindung nach Göteborg hatte. Da die Pläne der Stadtgründung Åmåls in ganz Schweden spätestens ab 1640 verbreitet wurde, hatten sich 1643 bereits zahlreiche Kaufläute und Arbeiter dort niedergelassen, die vom Aufschwung des Ortes profitieren wollten.

Zu Beginn schien der Standort Åmål allerdings unter keinem sehr guten Stern zu stehen, denn schon im Gründungsjahr wurde die junge Stadt von den Dänen angegriffen, die zwei Jahre später dort einen bedeutenden Sieg verbuchen konnten bei dem die Stadt in Asche gelegt wurde. Der Wille aus Åmål eine funktionsfähige Stadt zu machen, war jedoch so groß, dass man dort bereits 1649 fünf Brauereien, zwei Ziegelhersteller, einen Holzhändler und zwei Schuhmacher fand, auch wenn die nahen Städte Karlstad und Vänersborg versuchten, zu ihrem eigenen Vorteil, den Ruf Åmåls zu zerstören.


1. April 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg
1. April 1841: Knut Michaelson, vom Industriedisponent zum Theater
1. April 1945: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan 
1. April 1953: Die erste männliche Krankenschwester Schwedens
1. April 1967: Sixen Sason und die Saab-Modelle 
1. April 1997: Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg