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Dienstag, 23. April 2019

Der Erzbischof Erling Eidem

Erling Eidem kam am 23. Aril 1880 als Sohn eines Großhändlers in Göteborg zur Welt und besuchte erst die Universität Göteborg bevor er 1903 seine Studium an der Universität Lund fortsetzte um dort 1907 seine Kandidatur in Theologie, vier Jahre später seine Lizenz in Theologie und 1813 den ersten Doktorgrad zu erreichen. Im Jahr 1913 wurde Eidem Dozent an der Universität Lund und 1918 Assistent an der Universität Uppsala. Einige Jahre später erhielt Eidem die Kirchengemeinde Gårdstånga und wurde Professor in Exegenik an der Universität Lund. 1932 wurde Erling Eidem dann zum Erzbischof ernannt.

Als Erzbischof nahm Erling Eidem eine gewisse Sonderstellung ein, denn er vertrat die klassische Richtung der Kirche, kam jedoch in seinen Werken der modernen Richtung entgegen und lehrte dabei eine sehr subjektive Gottesbetrachtung, was sich sehr deutlich in seinem Buch Den lidande Guden zeigte, das geradezu ein Klassiker der Religionsauffassung wurde, da Eidem die Frage der Moral ins Zentrum setzte, und dabei auch die Mystik der Religion benutzte. Mit 50 Jahren gab Eidem seine Aufgabe als Erzbischof ab und war damit der erste Erzbischof Schwedens, der seit der Reformation sein Amt nicht bis zum Lebensende ausfüllte.

Erling Eidem war aber auch noch in einem anderen Punkt nicht in voller Linie konsequent, denn er war Vertreter der nationalistischen Bewegung Schwedens und wollte die konservativen Werte und Traditionen stützen, bekämpfte jedoch den Nationalismus und die Judenverfolgung in Deutschland, wobei er in diesem Punkt nicht nur die protestantische Kirche wegen ihrer Passivität kritisierte, sonder versuchte am 2. Mai 1934 auch Hitler persönlich umzustimmen, was er hinterher als Desaster bezeichnete. Die Berichtserstattung Eidems, die dieser auf der Rückreise verfasste, wurde in Schweden erst 1976 veröffentlicht, obwohl er in diesem Bericht Adolf Hitler als Person sehr klar schilderte.


23. April 1800: Carl Israel Hallman und die schwedische Opéra Comique
23. April 1803: Der Priester und Schriftsteller Gustaf Henrik Mellin
23. April 1847: Erik Gustaf Geijer, der nationalistische Dichter Schwedens
23. April 1879: Der schwedische Schriftsteller Ane Randel
23. April 1889: Die schwedische Prinzessin Eugénie
23. April 1889: Die Entstehung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens
23. April 1906: Der religiöse Dichter Anders Frostenson
23. April 1938: Anna Maria Roos, vom Schulbuch zum Drama und zum Kinderbuch
23. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
23. April 1942: Das nordische Folkbåt (Volksboot) läuft vom Stapel
23. April 1947: Christer Pettersson wird wegen Olof Palme Mord festgenommen
23. April 1967: Musik, Vergnügen und Essen im Stockholmer Nalen
23. April 1995: Das Statarmuseum in Torup bei Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. April 2019

Die Balletttänzerin Elsa-Marianne von Rosen

Elsa-Marianne von Rosen kam am 21. April 1924 als Tochter des Künstlers Reinhold von Rosen in Stockholm zur Welt, wuchs jedoch überwiegend im Sörmland auf. Ihre Karriere als Balletttänzerin begann im Grunde sehr spät, denn erst als 13-jährige, als sie wieder von ihren Eltern zu ihrer Großmutter nach Stockholm zog, begann sie eine Ausbildung als Tänzerin. Von Rosen setzte ab dieser Zeit alles in den Balletttanz und schon zwei Jahre später wurde sie erstmals, wegen ihres Könnens, von den Dagens Nyheter in einem Artikel genannt. Nach mehreren Jahren an Privatausbildung perfektionierte sich von Rosen dann mit Hilfe von Harald Lander, dem damaligen Ballettdirektor des Königlichen Theaters in Kopenhagen.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt als Tänzerin hatte Elsa-Marianne von Rosen im Jahr 1941 im Konzerthaus in Stockholm, was auch der Beginn ihrer Karriere wurde, denn 1943 erhielt sie das Angebot im Varieté "National Scala" in Kopenhagen zu tanzen, was ihr wiederum dazu verhalf Gastschülerin in der Ballettschule des Königlichen Theaters zu werden und Kontakte mit der internationalen Tanzwelt zu knüpfen. Als von Rosen dann nach Stockholm zurückkam, wurde ihre die Position der Primadonna im Oscarsteatern angeboten, das um diese Zeit einige Ballettabende auf den Spielplan setzte, ansonsten aber die Ballettgruppe auf internationale Tourneen schickte.

Bekannt wurde Elsa-Marianne von Rosen im Jahr 1950, als sie in der Königlichen Oper in Stockholm als Fröken Julie auf die Bühne trat, ein Stück mit dem sich die Künstlerin persönlich identifizierte. Bis heute gilt Elsa-Marianne von Rosen, die am 7. September 2014 in Kopenhagen starb, als die beste Julie aller Zeiten. Um die gleiche Zeit begann von Rosen auch als Choreographin zu arbeiten und gründete mit ihrem Ehemann das Skandinaviska Beletten. Von 1970 bis 1976 war von Rosen Ballettchef beim Stora Teatern in Göteborg und von 1980 bis 1987 beim Malmöbaletten. Obwohl von Rosen nach einer Operation nicht mehr sprechen konnte, wirkte sie noch im Jahr 2012 beim Dokumentarfilm Ballerina mit, mit dem Maja Friis das Leben der Künstlerin verfilmte.


21. April 1644: Der schwedische Befehlshaber Torsten Stålhandske
21. April 1816: Der Kriegsherr Johan af Puke
21. April 1849: Hedemora in Dalarna bekommt eine Feuerwehr
21. April 1612: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden
21. April 1909: Die Saluhallen (Markthalle) in Lund
21. April 1912: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
21. April 1917: Streik und Revolution in Schweden
21. April 1948: Klasse Möllberg, der Liebling schwedischer Kinder
21. April 1996: Der Cedergrenska Turm in Danderyd 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 13. April 2019

Der schwedische Regisseur Ruben Östlund

Ruben Östlund kam am 13. April 1974 auf Styrsö, einer Insel vor Göteborg, zur Welt und kam durch ein anderes Hobby zum Film, nämlich den alpinen Skilauf. Dieses Interesse führte dazu, dass er erst seine Freunde filmte, und zwischen 1994 und 1998 kürzere Filme darüber drehte und dabei die Regie führte, sowohl in Europa, als auch in Nordamerika. Im Jahr 1998 schrieb sich Östlund dann im Studienfach Regie an der Filmhochschule in Göteborg ein und begann nach dem Abschluss seines dreijährigen Studiums an seinem ersten Kinofilm zu arbeiten.

Im Jahr 2004 präsentierte Ruben Östlund dann seinen ersten Langfilm mit dem Titel Gitarrmongot, der bei der Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen wurde, da das Thema über Jugendliche auch Gewalt beinhaltete und das Drehbuch sehr wenig mit dem herkömmlichen schwedischen Film zu tun hatte. Die Kritiker gaben Gitarrmongot das Prädikat als schlechtesten und als besten modernen Film Schwedens, was allerdings Östlund dazu verhalf in aller Munde zu sein und für den Filmreis des Nordischen Rates nominiert zu werden.

Anschließend ließ sich die Karriere Östlunds nicht mehr aufhalten, denn jeder seiner vier folgenden Kinofilme wurde in Cannes gezeigt, erntete, außerhalb Cannes, Aufmerksam und Preise, wobei der fünfte Film Östlunds, The Square, in Cannes auch eine goldene Palme erhielt, als erster schwedischer Film nach einer Pause von 66 Jahren. Der satirische Film ist, nach Östlund selbst, der beste Film, den er je drehte, auch wenn die Moralstudie etwas gewöhnungsbedürftig ist, da der Regisseur seine eigene Weise des Filmens benutzt und bisweilen zu sehr langen Szenen neigt. Die Idee, sich von anderen Regisseuren Schwedens abzusetzen, zahlt sich jedoch aus, denn jedes Werk Östlunds wird mit Preisen überhäuft, und jeder Film bricht mit den Bergmann-Imitationen, die immer noch in den Köpfen vieler schwedischer Filmer kreist.


13. April 1597: Der Reichsadmiral Klas Fleming
13. April 1714: Großbrand in Västerås
13. April 1812: Der letzte Reichstag in Örebro
13. April 1872: Der samische Künstler Nils Nilsson Skum
13. April 1876: Are Waerland, ein schwedischer Gesundheitsapostel
13. April 1888: Die Schriftstellerin Fredrika Wilhelmina Carstens
13. April 1909: Henrik Thore Cedergren und das erste Telefon Schwedens
13. April 1930: Die schwedische Textilkünstlerin Agnes Branting

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. April 2019

Der Dirigent und Pianist Sixten Ehrling

Sixten Ehrling kam am 3. April 1918 als Sohn eines Gemüsehändlers in Malmö zur Welt und wurde von seinem Vater zur Musikliebe erzogen. Mit vier Jahren begann Ehrling erstmals Orgel zu spielen und wenig später erhielt er dann Klavierunterricht. Während der Musiker das Gymnasium besuchte, begann er auch bei Brita Hjort, einer der besten Klavierspielerinnen ihrer Zeit, Klavierunterricht zu erhalten, was Ehrling jedoch nicht zu schätzen schien, denn Probleme wollte er grundsätzlich selbst lösen und persönliche Kontakte verabscheute er, so dass der Künstler seinen Lehrern auch nie die geringste Dankbarkeit zeigte.

Nach Abschluss des Gymnasiums begann Sixten Ehrling 1936 an der Musikhochschule in Stockholm Orgel, Piano und Violine zu studieren. Bereits ab 1939 wurde Ehrling an der Stockholmer Oper Repetitor, 1940 beendete er sein Studium an der Musikhochschule und 1941 hatte er sein erstes Gastspiel als Dirigent am Dresdner Opernhaus, dessen Orchester von Karl Böhm geleitet wurde. In diesen Jahren arbeitete Ehrling bereits als Konzertdirigent bei den Göteborger Symphonikern und am Philharmonischen Orchester in Stockholm. Bereits 1946 war Ehrling so bekannt, dass er auch für Gastspiele in Paris und London engagiert wurde.

Sixten Ehrling, der am 13. Februar 2005 in New York starb, gilt noch heute als einer der größten Dirigenten Schwedens, auch wenn er von seinen Musikern, mangels seines Mitgefühls, gehasst wurde und daher auch gezwungen war 1963 ein Engagement als Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra zu akzeptieren, da schwedische Musiker nicht mehr mit ihm arbeiten wollten. Die großen Häuser Schwedens wollten Ehrlich jedoch zurückholen, was dazu führte, dass Ehrling von 1974 bis 1975 wieder bei den Göteborger Symphonikern arbeitete, anschließend jedoch vor allem an Häusern wie der Metropolitan in New York und der Wiener Staatsoper arbeitete. Auch wenn Sixten Ehrling auch in Schweden als musikalisches Genie gesehen wurde, so war er als Person bis zu seinem Tod nicht geschätzt, da es für ihn nur eine einzige Meinung gab, seine eigene.


3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
3. April 1756: Der schwedische Hofdichter Carl Gustaf af Leopold
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
3. April 1791: Die schwedische Hushållningssällskapet
3. April 1823: Erik Johan Stagnelius, der Aussenseiter unter den Dichtern
3. April 1868: Der schwedische Komponist Franz Berwald
3. April 1884: Der Maler und Schriftsteller Akke Kumlien

3. April 1918: Olof Palme stirbt durch die Kugel eines unbekannten Schützen
3. April 1921: Die schwedische Schriftstellerin Eva Neander 
3. April 1927: Maria Sandel, die erste Arbeiterschriftstellerin Schwedens
3. April 1945: Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen
3. April 1952: Albin Hagström und das schwedische Akkordeon 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. März 2019

Herman Lindholm, der Gründer des Vergnügungsparks Liseberg

Herman Lindholm kam am 17. März 1875 als Sohn eines Zimmermanns in Malmö zur Welt, besuchte dort drei Jahre lang die Volksschule, war zwischen 1887 und 1889 als Hirte und Laufbote beschäftigt und begann anschließend eine Lehre zum Möbelschreiner, die er 1985 abschloss. Nach Abschluss der Lehre wurde Lindholm Schreinergeselle in Stockholm und arbeitete anschließend in mehreren schwedischen Städten bis er 1899 letztendlich nach Göteborg kam und eine gewerkschaftliche und politische Karriere begann, und dies ohne über eine entsprechende Ausbildung zu verfügen.

Bereits 1900 wurde Herman Lindholm Ombudsman der Holzarbeitergewerkschaft und stieg schließlich bis zum Sprecher der Gewerkschaft auf. Auf Grund seiner Bedeutung für die Arbeiterbewegung Göteborgs wurde Lindholm 1906 auch als einziger Arbeiter in den Stadtrat Göteborgs gewählt. Über Jahre hinweg war Lindholm daher der einzige Stadtrat Göteborgs, der sich deutlich für die Arbeiter einsetzte, wobei der Politiker in der gesamten Zeit weiterhin aktiv in der Gewerkschaft blieb. In beiden Ämtern zeichnet er sich indes als Einzelkämpfer aus, der in jedem Punkt versuchte seinen eigenen Weg zu gehen, was sich auch darin ausdrückte, dass Lindholm sehr wenig von reinen repräsentativen Aufgaben hielt.

In ganz Schweden wurde Herman Lindholm für seinen Einsatz hinsichtlich der Jubiläumsausstellung des Jahres 1923 in Göteborg bekannt, die mit der Eröffnung des Vergnügungsparks Liseberg verbunden war. Als Stadtrat setzte Lindholm dann durch, dass Liseberg auch nach Ende der Ausstellung erhalten blieb, was ursprünglich nicht vorgesehen war. Nur drei Jahre später gab Lindholm dann überraschend alle politischen Ämter ab, obwohl er die Wähler weiterhin hinter sich hatte. Neben seiner gewerkschaftlichen Tätigkeiten wurde Lindholm, der am 24. Dezember 1955 in Göteborg starb, nach Beendigung der politischen Karriere, Direktor des Vergnügungspark Liseberg, dem er den hohen Standard gab, der Liseberg letztendlich zum bedeutendsten Vergnügungspark des Nordens machte.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm
17. März 1719: Ulrika Eleonora wird Königin von Schweden
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
17. März 1814: Der schwedische Künstler Johan Peter Molin
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1862: Der Architekt und Bauherr Wilhelm Klemming
17. März 1866: Der schwedische Schauspielerin Augusta Lindberg
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
17. März 2008: Ein Doppelmord in Arboga 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 11. März 2019

Der Schauspieler und Theaterdirektor Knut Lindroth

Knut Lindroth kam am 11. März 1873 als Sohn eines Polsterers in einer sehr kulturinteressierten Familie in Stockholm zur Welt. Er hatte daher auch kein Problem dabei, nach Abschluss der Oberschule, 1891 die Schauspielschule des Dramaten zu besuchen. Auf Grund seiner hohen Begabung gab ihm Gustaf Fredrikson, der damalige Direktor des Dramaten, bereits nach einem Ausbildungsjahr die erste kleine Rolle im Theater und vermittelte ihn anschließend an den Theaterverein August Lindberg in Göteborg, wo Lindroth mit einer Christus-Rrolle unmittelbar seinen Durchbruch als Schauspieler hatte.

Als August Lindberg seine Aktivität in Göteborg nach einem Theaterbrand 1893 einstellen musste, ging Knut Lindroth an des Svenska Teatern in Helsingfors (Helsinki), wo er die kommenden sieben Jahre engagiert war und eine Hauptrolle nach der anderen spielte. Als Lindberg anschließend nach Schweden zurückkehrte, hatte er die Wahl zwischen den beiden Theaterdirektoren Albert Ranft und Hjalmar Selander. Lindberg wählte die reisende Theatergesellschaft Selanders, da er dort nicht nur in Stockholm auftreten musste und die Chance hatte sehr viele verschiedene Rollen zu spielen, insbesondere auch weniger klassische Rollen, die das damalige schwedische Theater dominierten.

Im Jahr 1905 gründete Knut Lindroth seine eigene reisende Theatergesellschaft, die im Gegensatz zu den meisten anderen Gesellschaften ein sehr breites Spektrum hatte und das Publikum bei jedem Stück herausforderte. Das Kennzeichen Lindroths war das Publikum einerseits sowohl mit klassischem Theater, also auch mit modernen englische,  deutschen, französischen und russischen Stücken zu konfrontieren und zudem nahezu von Abend zu Abend zwischen Romantik und Realismus zu wechseln, ohne auch nur ein einziges Mal in die reine Unterhaltung zu fallen. Knut Lindroth, der selbst bis zu seinem Tod am 7. Oktober 1957 auftrat, spielte auch in mehreren Kinofilmen, letztmals im Jahre 1950 im Spielfilm Rågens rike, in dem Lindroth einen Priester spielte.


11. März 1768: Der Reichsmarschall Samuel Åkerhielm
11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens
11. März 1849: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands
11. März 1884: Lewi Pethrus, eine bedeutender Führer der Pfingstbewegung
11. März 1894: Der schwedische Fußballklub GAIS
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden
11. März 1958: Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg
11. März 1960: Der schwedische Sänger Tommy Nilsson
11. März 1981: Die Öresundsvarvet in Landskrona

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Februar 2019

Der schwedische Künstler Tore Strindberg

Tore Strindberg kam am 19. Februar 1882 als Sohn eines Großhändlers in Stockholm zur Welt und studierte zwischen 1898 und 1902 bei Adolf Lindberg die Medaillengravur, so dass er bereits 1902, als er sich an der Kunstakademie einschrieb, eine erste künstlerische Ausbildung hatte. Bereits während seines dortigen Studiums nahm Strindberg daher an einigen Ausstellungen teil um sich einen Namen zu machen. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1907 machte Strindberg, wie nahezu jeder Künstler seiner Zeit, eine längere Studienreise, die ihn insbesondere auch nach Paris führte, das Zentrum europäischer Kunst dieser Epoche.

Als Tore Strindberg aus Frankreich zurückkehrte, erhielt er seinen ersten öffentlichen Auftrag und gestaltete die Altartafel der Engelbrekskyrkan in Stockholm. Neben seinen zahlreichen öffentlichen Skulpturen in Bronze und Holz beteiligte sich Strindberg an zahlreichen internationalen Ausstellungen, unter anderem in Kopenhagen, Venedig, Wien und anderen Städten mehr, was ihm mehrere Preise und ein bedeutendes Stipendium einbrachten. Als seine skulpturalen Meisterwerke gelten der Brunnen „Die fünf Kontinente“ in Göteborg und die Skulptur Krokus in Stockholm, die beide im klassischen Stil geschaffen wurden.

Auch wenn Tore Strindberg rund 90 Medaillen und Plaketten schuf, unter anderem für die Olympischen Spiele, aber auch in Erinnerung an Selma Lagerlöf, Anna Retzius und andere Persönlichkeiten Schwedens, ist diese Seite seines künstlerischen Schaffens weniger bekannt als selbst seine Grabmonumente, unter denen insbesondere das Monument in Erinnerung an die Teilnehmer der Polarexpedition des Forschers Salomon August Andrée, bei der er nicht zur klassischen Skulptur griff, sondern seiner Kunst den Symbolismus beifügte. Werke des Künstlers, der am 6. Februar 1968 in Stockholm starb, sind auch in allen bedeutenden Museen Schwedens zu finden.


19. Februar 1719: Georg Heinrich von Görtz wird hingerichtet
19. Februar 1733: Der schwedische Botaniker Daniel Solander
19. Februar 1734: Nils Philip Gyldenstolpe in adeligem Kreis
19. Februar 1841: Elfrida Andrée und der frühe Feminismus Schwedens
19. Februar 1841: Die schwedische Schriftstellerin Ulrika Widström 
19. Februar 1859: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
19. Februar 1865: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
19. Februar 1930: Kjell Espmark, ein Leben für eine unsterbliche Literatur
19. Februar 1978: Arvid Olson und die Filmanimation in Schweden
19. Februar 1989: Der Globen in Stockholm
19. Februar 1990: Ingvar Carlsson wird dreimal schwedischer Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 16. Februar 2019

Die Schriftstellerin Eva von Zweigbergk

Eva von Zweigbergk kam am 16. Februar 1906 als Tochter eines Chefredakteurs und einer Journalistin als Eva Alkman in Göteborg zur Welt und begann nach einer kürzeren Ausbildung an der Kunsthochschule Valand und einem Studium in Kunstgeschichte und Englisch an der Universität Uppsala 1929 bei den Dagens Nyheter zu arbeiten, der Zeitung, der sie bis 1969 treu bleiben sollte. Von Zweigbergk arbeitete die ersten Jahre insbesondere als Kritikerin von Kinder- und Jugendbüchern, schrieb über Kunstgeschichte und arbeitete zudem als Übersetzerin, bevor sie in den 40er Jahren selbst die ersten Kinderbücher veröffentlichte.

Die ersten Jahre ihres Berufslebens waren für Eva von Zweigbergk auch von privaten Problemen begleitet, da sie sich in der Ehe mit Einar Malm nicht zufrieden fühlte und ihr Liebhaber Vilhelm Moberg lediglich eine stabile Affäre suchte, sich jedoch nicht von seiner Frau scheiden lassen wollte. Von Zweigbergk ließ sich nach der einjährigen Affäre jedoch scheiden und fand mit der nächsten Ehe mit einem Rechtsanwalt die Stabilität um sich auch für die Rechte der Frau im Journalismus einzusetzen, wobei die Journalistin 1937 auch Chefredakteur für die neu eingeführter Frauenseiten der Dagens Nyheter wurde.

Ab den 40er Jahren begann Eva von Zweigbergk auch mehr und mehr als Kulturjournalistin zu arbeiten und begann eigene Kinderbücher zu schreiben, angefangen von Bilderbüchern, die bekannte Illustratoren bebilderten, bis zu Anthologien und Jugendromanen. Die bedeutendste Leistung der Schriftstellerin wurde 1965 dann die erste Geschichte des Kinderbuches in Schweden, das die Zeitspanne von 1750 bis 1950 umfasste. Die Kinder- und Jugendbücher der Autorin zeigen auch deutlich den Übergang von den traditionellen Werken, die immer eine Art gesellschaftliche Lehre beinhalteten zur moderneren Literatur, da die Werke  von Zweigbergks in der Stadt, im Arbeitsleben und anderen Umgebungen spielen, die in der älteren Kinderliteratur Schwedens nicht beachtet wurden.  Eva von Zweigbergk starb am 15. Februar 1984 in Stockholm.


16. Februar 1758: Der Kriegsheld Georg Carl von Döbeln
16. Februar 1862: Die politisch satirische Zeitung Söndags-Nisse
16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär 
16. Februar 1880: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus aus Norrköping 
16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache
16. Februar 1944: Der Philosoph und Schriftsteller Hans Larsson
16. Februar 1945: Rudolf Värnlund, der unverstandene Arbeiterliterat 
16. Februar 1957: Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“
16. Februar 1962: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen
16. Februar 1967: Die schwedische Schriftstellerin Katarina von Bredow
16. Februar 1969: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten)
16. Februar 1981: Die schwedische Leichtathletin Sanna Kallur
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf 
16. Februar 1999: Björn Afzelius und politische Kritik

Copyright: Herbert Kårlin

Wörterbuch Deutsch-Schwedisch

Sonntag, 20. Januar 2019

Die Konzert- und Opernsängerin Birgit Finnilä

Birgit Finnilä kam am 20. Januar 1931 in Sibbarp im Halland auf einem Bauernhof zur Welt und zeigte als Kind wenig Interesse für die Schule, auch nicht für den Gesang, so dass es sehr lange dauerte bis jemand auf ihre Alt-Kontraalt-Stimme aufmerksam wurde. Relativ spät begann Finnilä daher bei Ingalill Lindén in Göteborg eine Gesangsausbildung, die sie dann an der Royal Academy of Music in Londen vervollständigte. Nach Beendigung der Ausbildung kehrte Finnilä nach Göteborg zurück und wurde dort vom Stora Teatern engagiert.

Zwischen 1963 und 1967 trat Birgit Finnilä dann in Göteborg vor allem als Konzertsängerin auf, wurde jedoch auch für Opernaufführungen engagiert. Im Jahr 1967 spielte die Sängerin in Orfeus und wurde von der Presse für ihre Leistungen außerordentlich gelobt, aber auch für ihre Interpretationen von Bach, Bruckner und Wagner, die damals in Mode waren. Auf diese Weise gelang es Finnilä unmittelbar von einer kleinen Bühne auf die Weltbühnen in Mailand, Paris und München zu gelangen und, unter anderem, mit Solti, Karajan und Barbirolli zu arbeiten. Nahezu über Nacht war Finnilä zu einer der gefragtesten Sängerinnen weltweit geworden.

Bereits 1968 ging Birgit Finnilä auf Welttournee und besuchte auch Australien, die USA und die damalige Sowjetunion. Im Gegensatz zu Sopransängerinnen, die insbesondere auf der Opernbühne Karriere machten, wurde Finnilä vor allem für Konzerte engagiert, da hier ihre Stimme weitaus mehr zum Tragen kam als in einer Oper. In diesem Zusammenhang wurde sie auch von mehreren Schallplattenfirmen für Konzertaufnahmen unter Vertrag genommen, unter anderem für Aufnahmen von Werken Schumanns, Bachs und Vivaldis, die ohne eine gute Alt-Stimme nicht zum Leben erweckt werden können.


20. Januar 1156: Bischof Henrik wird während eines Kreuzzugs getötet
20. Januar 1741: Der Botaniker Carl von Linné der Jüngere
20. Januar 1798: Maria Kristina Kiellström, bekannt als Ulla Winblad
20. Januar 1863: Der schwedische Architekt Ture Stenberg 
20. Januar 1864: Mathilda Malling, von avantgardistischer Literatur zum Liebesroman
20. Januar 1891: Ernst Rolf, Schauspieler, Sänger und König der Revue
20. Januar 1917: Der Künstler und Silberschmied Bertil Berggren Askenström

20. Januar 1918: Die Textilkünstlerin Ulla Schumacher Percy 
20. Januar 1949: Göran Persson an der Spitze der Macht 
20. Januar 1958: Weibliche Polizei in Schweden
20. Januar 1973: Alf Svensson, 31 Jahre lang Vorsitzender einer Partei

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. April 2018

Die Sportlerin und Sängerin Inga Gentzel

Inga Gentzel kam am 24. April 1908 als Tochter eines Kantors in Stockholm zur Welt und entdeckte den Leistungssport relativ spät, denn erst mit 18 Jahren nahm sie erstmals an einer Ausscheidung teil, die Neulinge zu sportlichen Aktivitäten bringen sollte. Gentzel lief dabei barfuß zum Sieg. Nur wenig später schloss sich die junge Frau dem Sportklub Djurgården IF an, der das Talent der Sprinterin unmittelbar erkannte und Gentzel zu den nahestehenden Internationalen weiblichen Sportspielen des Jahres 1926 in Göteborg anmeldete. Gentzel wählte eine Distanz von 1000 Metern und landete nicht nur auf dem zweiten Platz, sondern meisterte dabei einen neuen schwedischen Rekord.

Nahezu über Nacht war Inga Gentzel damit zu einem Spitzensportler aufgestiegen. Zwei Jahre später nahm die Sportlerin dann an der Olympiade in Amsterdam teil, erhielt beim 800-Meter-Lauf eine Bronzemedaille und stellte bei der gleichen Distanz auch den Weltrekord auf. Gentzel war damit die erste Schwedin, die in dieser Sparte einen Weltrekord aufstellen konnte. Insgesamt wurde Gentzel fünf Mal schwedische Meisterin im 800-Meter-Lauf eine einmal im 200-Meter-Lauf. Die Karriere der Sportlerin sollte jedoch Mitte der 30er Jahr nach einer Sportverletzung plötzlich enden.

Inga Gentzel, die am 1. Januar 1991 in Nyköping starb, gab jedoch nach Abschluss der Karriere den Sport jedoch nicht ganz auf, sondern nahm weiterhin an Orientierungs-Ausscheidungen teil und war in ihrem Sportklub aktiv. In diesen Jahren begann Gentzel jedoch eine zweite Karriere, denn zum einen trat sie als Sängerin der Gruppe Trio Rita auf, zum anderen gab sie Klavierunterricht, was ihr den Beinamen „die singende Sportlerin“ brachte. Als Läuferin hatte Inga Gentzel eine sehr eigene Technik, denn sie legte alles in den anfänglichen Spurt und lag daher zu Beginn immer in Führung, denn sie wusste, dass sie nicht die Ausdauer anderer Sportlerinnen hatte, die erst beim Schlussspurt beschleunigten.


24. April 1642: Samuel Columbus und das biblische Epos Schwedens
24. April 1771: Reichsmarschall Claes Adolph Fleming
24. April 1794: Axel von Fersen der Ältere in der Opposition
24. April 1830: Die schwedische Prinzessin Eugénie
24. April 1865: Die Künstlerin Anna Wengberg
24. April 1896: Örebro wird internationale Handelsstadt
24. April 1901: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
24. April 1917: Die Hungerdemonstration in Stockholm
24. April 1940: Die schwedische Künstlerin Fanny Brate
24. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
24. April 1957: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
24. April 1961: Das Kriegsschiff Vasa wird in Stockholm geborgen
24. April 1964: Die Torslandaverken in Göteborg
24. April 1975: Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm
24. April 1979: Die schwedische Sängerin Marie Picasso
24. April 2000: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. April 2018

Der schwedische Künstler Olof Sager-Nelson

Olof Sager-Nelson kam am 13. September 1868 als Sohn eines Landwirts in By im Värmland zur Welt, wurde jedoch von seiner Großmutter und Tante väterlicherseits erzogen, da die Mutter starb als Sager-Nelson gerade einmal vier Jahre alt war und der Vater wenig später nach Amerika auswanderte, da er sonst wegen Veruntreuung vor Gericht gestanden hätte. Obwohl Sager-Nelson nur vier Jahre lang die Oberschule besucht hatte, schrieb er sich 1885 an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg ein um Ingenieur zu werden. Zwei Jahre später stelle Sager-Nelson jedoch fest, dass er das Studium kaum schaffen werde und wandte sich daher der Kunst zu.

Von 1888 bis 1890 studiert Olof Sager-Nelson dann an der Kunsthochschule Valand bei Bruno Liljefors das Malen und kam, dank des Künstlers Carl Larsson, mit dem Kunstmäzenen Pontus Fürstenberg in Kontakt, der sich entschied den angehenden Künstler finanziell zu unterstützen. Fürstenberg finanzierte Sager-Nelson im Jahr 1893 auch eine Studienreise nach Paris, wo Sager-Nelson Künstler wie Edouard Manet oder auch Gaugin traf, die ihn bei seinen späteren Werken stark inspirierten. Noch bedeutender war dann jedoch das Zusammentreffen mit den finnischen Symbolisten, die sich zu jener Zeit in Paris niedergelassen hatten.

Zurück in Schweden entstanden dann die bedeutendsten Werke des Künstlers, die  Sager-Nelson selbst so beschrieb, dass er nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Personen darstelle, sondern auch die Seele und das Gefühl der abgebildeten Personen, was sich, unter anderem, auch dadurch ausdrückte, dass der Künstler alle Gesichter in einem grün-gelben Ton malte. Als Olof Sager-Nelson 1895 erneut für einige Tage nach Paris ging, brach dort die vermutlich seit langem ruhende Tuberkulose aus, die ihn letztendlich in ein Sanatorium in Algerien brachte, wo er am 11. Aril 1896 im Alter von nur 27 Jahren starb, in einem Hotel, das den symbolischen Namen Terminus hatte. Werke des Künstlers findet man im Nationalmuseum in Stockholm und im Göteborger Kunstmuseum.


11. April 1810: König Karl XIII. genehmigt den Bau des Göta Kanals
11. April 1833: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
11. April 1837: Der schwedische Kampf gegen den Alkohol
11. April 1860: Ferdinand Boberg, Architekt und Designer
11. April 1882: Ragnar Ring, ein Militär wird Regisseur und Schriftsteller
11. April 1899: Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen
11. April 1940: Schweden rüstet sich gegen Deutschland
11. April 1955: Die schwedische Sängerin Lena Andersson
11. April 1973: Szenen einer Ehe, ein Film von Ingmar Bergman
11. April 1977: Die schwedische Sängerin Sara Löfgren
11. April 1990: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
 
Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 6. April 2018

Die Schriftstellerin Viveca Lärn

Viveca Lärn kam am 6. April 1944 als Tochter eines Journalisten und Zeichners in Göteborg zur Welt und begann nach Abschluss des Gymnasiums als Journalistin für die Göteborgs-Posten, die Göteborgs-Tidningen und das Aftonbladet zu arbeiten, obwohl das Ziel Lärns von Kindheit an war Schriftstellerin zu werden. Auch wenn Lärn ihr erstes Kinderbuch Stoppa pressarna! bereits 1975 veröffentlichte, sollte sie erst ab 1983 hauptberuflich Schriftstellerin werden, wobei ihr erster großer Erfolg die Kinderbuchsuchserie über Mimmi und ihre Freunde war.

Ab den 90er Jahren wandte sich Viveca Lärn von Kinderbüchern ab und begann Romane für Erwachsene zu schreiben, die sehr oft mit schwedischen Traditionen verknüpft und innerhalb der Fernsehserie Saltön verfilmt wurden. In diesen Jahren schrieb Lärn auch mehrere Liedertexte, arbeitete für das Theater und für das Fernsehen. In diesem Zusammenhang schrieb die Schriftstellerin auch den Julkalender des Jahres 1994. Neben diesen Aktivitäten schrieb Lärn, als Nachfolgerin von Hagge Geigert, auch weiterhin Chroniken für die Göteborgs-Posten, die zum Teil auch in Buchform veröffentlicht wurden.

Im Jahr 1912 begann Viveca Sten eine neue Romanserie, die von einigen Mietern in Göteborg handelt, und dabei mehr ungewöhnliche Ereignisse dieser Mieter zeigt und stark um das herkömmliche Denken der Bevölkerung Göteborgs kreist. Im Jahr 2016 schrieb die Autorin dann den letzten Roman der Serie Saltön. Die Romane Viveca Lärns kreisen insbesondere, in leicht humoristischer Weise, um Ereignisse in Göteborg und den Schären vor der westschwedischen Stadt, ohne allerdings wirklich in die Tiefe zu gehen, auch wenn die Schriftstellerin für ihre Werke mehrere Preise erhalten hat und 1998 zur Göteborgerin des Jahres ernannt wurde.


6. April 1664: Arvid Horn, der heimliche Regent Schwedens
6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
6. April 1864: Die Stadt Ronneby brennt ab und ändert den Stadtplan
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark 
6. April 1950: Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager
6. April 1962: Eva Mobergs Buch Kvinnor och Människor
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens

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Freitag, 23. März 2018

Der schwedische Künstler Carl Gustaf Qvarnström

Carl Gustaf Qvarnström kam am 23. März 1810 als Sohn eines Kammerdieners in Stockholm zur Welt und schrieb sich bereits im Alter von elf Jahren am Grundstudium an der Kunstakademie ein, wo er ein Jahr später seine erste Auszeichnung erhielt. Qvarnström wurde mit 14 Jahren von bedeutenden Kreisen unterstützt, da er einige Portraits von Mitgliedern des Königshauses vorgelegt hatte. Der Künster setzte seine Studien an der Kunstakademie bei Gustaf Erik Hasselgren und Fredric Westin fort, bis 1829 Johan Niclas Byström aus Italien zurückkehrte. Unter Byström ging Qvarnström dann von der Malerei fast vollständig zur Skulptur über.

Als Carl Gustaf Qvarnström 1836 das große Reisestipendium der Kunstakademie erhielt, verbrachte er erst einige Monate in Paris, brach dann jedoch nach Rom auf, wo er er bis 1842 niederließ. In Rom beschäftigte sich Qvarnström nicht nur mit den dortigen Kunststrichtungen, sondern er hatte auch den Auftrag vier Skulpturen und fünf Reliefs für das nördliche Gewölbe des Schlosses in Stockholm zu schaffen, die er jedoch erst nach seiner Rückkehr nach Stockholm im Jahr 1842 fertigstellte. Unmittelbar bei seiner Rückkehr wurde Qvarnström in die Kunstakademie aufgenommen, ein Jahr später dort zum Vizeprofessor ernannt und erhielt 1852 eine feste Professur.

Während der Schaffensphase von Carl Gustaf Qvarnström kam es in Schweden, beeinflusst vom Festland, auch zu einer neuen Kunstrichtung, denn während der Künstler, auch nach seiner Rückkehr aus Rom, noch der klassischen Einstellung folgte und die sechs Skulpturen über der Frontseite der Göteborger Börse nach griechischem Vorbild malte, gehörte er zu jenen Künstlern, die ab etwa 1850 auch dazu übergingen Wissenschaftler und Politiker in Form von Skulpturen zu verewigen, was bis dahin undenkbar war, da vorher nur Könige auf diese Weise verewigt werden durften. Qvarnström schuf zwischen 1850 und 1865 Skulpturen von Jöns Jakob Berzelius, Carl von Linné, Engelbrekt Engelbrektsson und anderen mehr. Werke von Carl Gustaf Qvarnström, der am 5. März 1876 in Stockholm starb, findet man sowohl im Nationalmuseum als auch im Kunstmuseum Göteborg.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23: März 1854: Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman
23. März 1904: Der pazifistische Baptist Helge Åkeson
23. März 1929: Die finnlandschwedische Künstlerin Eva Acke
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

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Samstag, 10. März 2018

Der Glaskünstler Simon Gate

Simon Gate wurde am 10. März 1883 als Sohn eines Landwirts in Södra Fågelås geboren und besuchte von 1902 bis 1905 die höhere kunstindustrielle Schule in Stockholm, um jedoch an anschließend noch ein vierjähriges Studium an der Kunsthochschule zu absolvieren. Nach Abschluss seines Studiums im Jahre 1909 arbeitete Gate insbesondere als Porträtmalerei und Buchillustrator. Erst als Gate 1916 von der Glashütte Orrefors angestellt wurde um künstlerisches Glas zu schaffen, sollte der Künstler dann tatsächlich seinen Weg finden.

Bei Orrefors hatte Simon Grate den Auftrag den Gläsern eine künstlerische Form zu geben, wobei Orrefors diesen Schritt auch gut vorbereitet hatte, denn bereits im kommenden Jahr sollte bei der Nordiska Kompaniet (NK) eine Ausstellung mit den neuen Produkten erfolgen, auch wenn Grate bis dahin nur eine kleine Kollektion seiner Gläser hatte und die meisten seiner Pläne nur als Skizzen vorlagen. Für diese erste Kollektion hatte Grate, gemeinsam mit dem Glasbläsermeister Knut Bergqvist, eine neue Technik entwickelt bei der verschiedenfarbige Glasschichten sich überlagerten und zudem verschiedene Figuren im geblasenen Glas integriert wurden. Diese Gläser wurden von Orrefors als Graalgläser vermarktet und werden heute von Sammlern geradezu zu Phantasiepreisen erworben.

In den 20er Jahren kam dann die Glanzzeit Simon Grates, als er, gemeinsam mit Edward Hald, die Glasgravur bei Orrefors einführte, was mit gewissen Problemen verbunden war, da man die Graveure erst ausbilden musste um künstlerische Werke zu schaffen, wobei die sehr dünnwandigen Gläser der Zeit nur durch eine hochqualitative Gravur ihren Wert erhielten. Bereits bei der Stockholmausstellung des Jahres 1930 sieht man dann die dritte Phase des Künstlers, der nun zu dickwandigem Glas greift, das auch die Glasskulptur ermöglicht, wobei Grate in diesem Jahrzehnt auch zahlreiche Monumentalwerke aus Glas herstellte, unter anderem für das Konzerthaus in Göteborg. Simon Grate, der am 11. Mai 1945 in Hälleberga starb, gilt als jener Glaskünstler, der die Glashütte Orrefors zu seiner  ersten Glanzperiode brachte.


10. März 1383: Der schwedische Erzbischof Birger Gregersson
10. März 1222: Johan Sverkersson, der letzte König eines Geschlechtes
10. März 1724: Urban Hjärne und die schwedischen Hexenprozesse
10. März 1776: Der schwedische Kaufmann Niclas Sahlgren
10. März 1880: Thekla Knös und der literarische Salon Knös in Uppsala
10. März 1911: Olof Lagercrantz, ein umstrittener Schriftsteller Schwedens
10. März 1911: Olof Lagercrantz, der umstrittenste Literaturkritiker Schwedens
10. März 1920: Hjalmar Branting verändert Schweden
10. März 1940: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel
10. März 1976: Astrid Lindgren und der Widerstand gegen sie Steuern
10. März 1997: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
10. März 2002: Erik Lönnroth revolutioniert das geschichtliche Denken
10. März 2013: Die unsichtbare schwedische Prinzessin Lilian May 

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Mittwoch, 7. März 2018

Der Künstler und Karikaturist Gunnar Wallin

Gunnar Wallin kam am 7. März 1896 als Sohn eines Zollbeamten in Göteborg zur Welt und entschied sich nach seinem Abitur im Jahr 1913 Schauspieler zu werden. Noch während er mit der Theatergesellschaft Hjalmar Selander im Nya teatern in Göteborg auftrat, begann Wallin jedoch auch eine Ausbildung als Zeichner an der Kunsthochschule Valand, die er 1918 abschloss um sich anschließend während einer Studienreise durch Deutschland, England, Frankreich und Spanien im Selbststudium in diesem Bereich zu verbessern. In dieser Zeit wurden auch seine ersten Zeichnungen in der Göteborgs Morgonpost veröffentlicht.

Nach seiner Rückkehr im Jahr 1919 wurde Gunnar Wallin von der Göteborgs-Tidningen als Karikaturist und Kolumnist angestellt. Bereits in sehr wenigen Jahre gelang es dem Künstler einen sehr persönlichen Stil zu finden, der noch dazu verstärkt wurde, dass er jede seiner Geschichten mit dem kleinen Hund JäJä beendete, der einen Kommentar zur Bildgeschichte abgab. Neben seiner Tätigkeit in der Göteborgs-Tidningen, die bis 1954 fortsetzte, zeichnete Wallin auch für ironischen Witzblätter Söndags-Nisse, Strix und Lutfisken und veröffentlichte mehrere Bücher mit seinen Serien, wobei er während dieser Zeit zu mehreren, unterschiedlichen Signaturen griff.

Neben seiner Arbeit als Karikaturist und Serienzeichner realisierte Gunnar Wallin, der am 11. November 1975 in Göteborg starb, auch mehrere öffentliche Werke, unter anderem im Vergnügungspark Liseberg, und er nahm an zahlreichen Ausstellungen, die humoristische Beiträge akzeptierten, teil. Im Jahr 1933 war Wallin auch die treibende Person für die Gründung des Göteborger Künstlerklubs, dessen Sekretär er dann während der folgenden 16 Jahre blieb. In den Jahren 1940 und 1941 war Wallin zudem Redakteur der Künstlerzeitschrift Paletten, die der Künstlerklub herausgab.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie
7. März 1897: Der schwedische Sportklub Hammarby IF
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
7. März 1910: Die Bergbahn in Åre, Bergbanan
7. März 1910: Das Rathaus in Borås 
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden

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