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Donnerstag, 24. November 2011

Ulrika Eleonora wird nach dem Tod von Karl XII. Königin von Schweden

Am 24. November 1741 starb Ulrika Eleonora, die von 1718 bis 1720 Königin von Schweden war, an Pocken. Ulrika Eleonora folgte 1718 ihrem Bruder, Karl XII., auf den Thron, nachdem dieser bei einem Gefecht getötet worden war. Als Ulrika Eleonora den Thron bestieg, war sie seit drei Jahren mit Friedrich von Hessen-Kassel verheiratet, der nach ihrem mehr oder weniger erzwungenen Abdanken im Jahre 1720 zum König Schwedens wurde.

Bereits zu Beginn 1713 wollte der damalige König Karl XII. seine Schwester Ulrika Eleonora, die am 23. Januar 1688 geboren wurde, zur Regentin und Nachfolgerin machen, die ihn während seiner Abwesenheit grundsätzlich vertreten sollte. Arvid Horn, der bis dahin die heimliche Macht Schwedens hatte, arbeitete mit aller Kraft gegen diese Ernennung von Ulrika Eleonora und machte ihr, als er ihre Thronfolge 1918 nicht verhindern konnte, jede Art von Problemen, die ihr eine ausgewogene Regierung unmöglich machte und zu unzähligen internen Machtkämpfen führte.

Als ihr Bruder getötet wurde, ließ sich Ulrika Eleonora unmittelbar als Königin ausrufen indem sie sich auf ihr Erbrecht berief. Als sie dann im folgenden Jahr gekrönt wurde, war die Spalte zwischen ihr und dem Reichstag bereits so bedeutend, dass sie ihre politischen Änderungen, die sie anstrebte, nicht durchsetzen konnte und anerkennen musste, dass es kein Erbrecht im damaligen Königshaus gab. Auch ihr Wunsch mit ihrem Gemahl, nach englischem Muster, gemeinsam regieren zu können wurde kategorisch abgelehnt. In dieser Ausweglosigkeit und mit dem Risiko, dass einer ihrer Feinde zum König gewählt werden konnte, setzte sie am 29. Februar 1720 ihren Mann, Friedrich von Hessen-Kassel (Fredrik I.) als ihren Nachfolger ein und behielt nur noch das Recht den Thron beim Tode ihres Mannes wieder zu übernehmen. Auch wenn Ulrika Eleonora kaum eine Spur in der Entwicklung Schwedens hinterlassen hat, so hob sie 181 Personen in den Adelsstand, mehr als jeder andere Regent Schwedens.

24. November 1944: Die Fähre S/S Hansa wird in der Ostsee versenkt
24. November 1985: Das Lustige Haus in Gröna Lund brennt ab

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 3. Juni 2011

Der dritte Frieden von Stockholm

Am 3. Juni 1720 wurde in Stockholm der sogenannte dritte Frieden zwischen Schweden unter Friedrich I. und Dänemark unter Fredrik IV. geschlossen, der dann einen Monat später zusätzlich unter dem Namen Frieden von Fredriksborg im dänischen Schloss Fredriksborg bekräftet wurde und das Ende des Großen Nordischen Krieges (1700-1721) einleitete.

Der Große Nordische Krieg hatte seinen Ursprung darin, dass Dänemark seine Provinzen in Schweden, vor allem Skåne, zurückerobern, den Bund zwischen Schweden und Schleswig zerbrechen und die Vorherrschaft über den Ostseeraum wieder übernehmen wollte. Aus diesem Grunde hatte sich Dänemark unter Fredrik IV. mit August II. von Sachsen und Polen und mit Peter I. von Russland verbunden, die gemeinsam große Teile Schwedens einnahmen.

Der dritte Frieden von Stockholm hatte sowohl für Dänemark als auch für Schweden gewisse Vor- und Nachteile. Schweden verlor seine Zollfreiheit im Öresund, musste zusätzlich 600.000 Reichstaler an Dänemark bezahlen und verpflichtete sich in Zukunft nicht mehr den Herzog von Holstein zu unterstützen. Auf der anderen Seite verpflichtete sich Dänemark alle eroberten Gebiete wieder in den vorherigen Zustand zu versetzten, unter anderem Rügen, Stralsund, Wismar, Vorpommern und Marstrand. Außerdem verpflichtete sich Dänemark dazu Russland nicht mehr zu unterstützen und russischen Piraten das Anlegen in dänischen Häfen zu verbieten.

3. Juni 1954: Monica Törnell, vom Kinderstar zum Eurovision Song Contest
3. Juni 1990: Die schwedische Schauspielerin Aino Taube 


Copyright: Herbert Kårlin