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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Svensk Form um schwedisches Design bekannt zu machen

Bereits im Jahre 1845 hatte der schwedische Volksforscher und Künstler Nils Månsson Mandelgren eine Sonntagsschule gegründet in der Kunsthandwerker das Zeichnen als Grundlage für Design lernen konnten. Dieser Schule fügte Mandelgren am 6. Oktober 1845 den Verein Svenska Slöjdföreningen an, einen Verein, der heute unter dem Namen Svensk Form bekannt ist und im Auftrag der Regierung die Formgebung und das Design schwedischer Künstler und Kunsthandwerker national und international bekannt machen soll, insbesondere durch die Herausgabe der Zeitschrift Form, durch die Vergabe von Preisen und das Organisieren von Ausstellungen.

Nils Månsson Mandelgren hatte die Svensk Slöjdförening, die 1976 den Namen Svensk Form annahm, gegründet um das schwedische Kunsthandwerk gegen die steigende Industrialisierung zu verteidigen, die Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte und begann Massenproduktionen auf dem Markt zu verbreiten. Gleichzeitig wollte er einen Gegenpol zur wachsenden Anzahl an Handwerkern schaffen, die keiner Gilde angeschlossen waren und teilweise schlechte und billige Imitate anboten. Mit diesem Gedanken stand Mandelgren natürlich nicht allein da, denn auch die Tekniska Skolan, das heutige Konstfack in Stockholm, wurde in jenen Jahren aus dem gleichen Grund gegründet.

Aber auch wenn die Formgebung von Beginn an bedeutend für den heutigen Svensk Form war, so richtete sich dies bis Ende des 19. Jahrhunderts mehr auf Kunstgegenstände und erst ab 1896 wurde das Alltagsdesign, unter anderem Möbel, bedeutend, in einer Zeit, als auch Frauen der Zugang zu künstlerischen Ausbildungen möglich geworden war, die bis 1857 auch von jeder Ausbildung des Vereins ausgeschlossen waren. Der Verein Svensk Form, der sich heute vor allem durch Ausstellungen einen Namen macht, spielte während der ersten 100 Jahre seines Bestehens eine bedeutende Rolle in der Geschichte von schwedischem Design und Kunsthandwerk, denn der Vorläufer von Svensk Form war eine der treibenden Kräfte für sie Stockholmausstellung 1851, die Stockholmausstellung 1897, die 15 Jahre später organisiert wurde, sowie für die Stockholmausstellung 1930 und die Helsingborgausstellung 1955.


6. Oktober 1550: Karin Månsdotter, die erste bürgerliche Königin Schwedens
6. Oktober 1820: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein
6. Oktober 1821: Der schwedische Naturwissenschaftler Anders Jahan Retzius
6. Oktober 1869: Bo Bergman, zwischen Realismus und Belletristik
6. Oktober 1872: Der Sturz des Ministerpräsidenten Carl Gustaf Ekman
6. Oktober 1888: Der schwedische Künstler Einar Nerman 
6. Oktober 1942: Anna Wahlgren und die Bibel für Mütter
6. Oktober 1942: Anna Wahlgren und das Barnaboken
6. Oktober 1946: Per Albin Hansson, ein Antialkoholiker als Ministerpräsident
6. Oktober 1958: Die Mosebackes Monarchie wird ausgerufen

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 18. Juni 2011

Die Örebro-Ausstellung: Handwerk und Kleinindustrie

Am 18. Juni 1947 wurde die dritte - unter bisher sechs - Örebro-Ausstellungen von Prinz Bertil eröffnet. Anlass zu dieser Ausstellung war der 100. Geburtstag der Örebro Fabriks- och handverksförening, was auch erklärt, warum das Handwerk im Zentrum der Ausstellung stand. Auf 160.000 Quadratmetern fand man die Stände von 1280 Handwerkern und 15 kleineren Werkstätten. Die Ausstellung fand im Sveaparken, dem Idrottshuset und dem Eyravallen statt.

Von besonderer Bedeutung war eine historische Ausstellung über die Entwicklung des Handwerks und der Kleinindustrie in Örebro von seinem Beginn bis zum Ende des Skråväsen im Jahre 1846, einem Gildesystem, das in Schweden von Deutschland übernommen wurde und eine erbliche, handwerkliche Tätigkeit nur dem Bürgertum erlaubte. Auch wenn das Gildewesen die handwerkliche Aktivität sehr einschränkte, so führte es auch dazu, dass Handelszentren entstanden und organisierter internationaler Handel möglich wurde.

Die Örebro-Ausstellung 1947 war jedoch nicht nur eine Ausstellung, sondern bot seinen Besuchern mit einer Tanzbühne auch etwas Vergnügen. Während der zweimonatigen Ausstellung war es auch möglich im Restaurant Silverfågel, das sich im Ausstellungsgelände befand, ohne Probleme Alkohol zu trinken, was dazu führte, dass das Restaurant den Beinamen „Fyllekajan“ erhielt, ein Begriff, der auf den übermäßigen Alkoholgenuss hinwies.

18. Juni 1827: Der schwedischen Sängerprinz Gustaf Oscar
18. Juni 2003: Die verschwundene DC-3 und die Catalinaaffäre

Copyright: Herbert Kårlin