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Samstag, 3. März 2012

Die schwedische Kolonie ohne schwedische Führung

Am 3. März 1813 erhielt Schweden von den Briten die Kolonie Guadeloupe übertragen, die ihnen den Verlust ersetzen sollte, den sie erlitten hatten als sie zu den Feinden Napoleon I., nämlich England, übergelaufen waren und damit die Besitztümer in Frankreich verloren hatten. Guadeloupe war zu dieser Zeit gerade einmal drei Jahre von England okkupiert, ohne jedoch England bisher einen echten Gewinn erbracht zu haben.

Bevor jedoch die erste schwedische Expedition nach Guadeloupe aufbrechen konnte, kam es 1814 zum Frieden von Paris und die Insel sollte gegen eine Zahlung von 24 Millionen Francs an das schwedische Königshaus wieder an Frankreich zurückgegeben werden, was dem schwer verschuldeten Schweden sogar sehr gelegen kam. Auch wenn Guadeloupe 15 Monate lang offiziell in schwedischer Hand war, so hat in dieser Epoche nicht ein Schwede seinen Fuß auf die Besitzung gesetzt.

Da die Kolonie Guadeloupe dem König, und nach der Successionsordnung von 1810, jeweils all seinen Nachfolgern gehören sollte, das Geld jedoch zum Ausgleich des Staatshaushalts verwendet wurde, erhielt Karl XIV. Johan, der erste Bernadotte, eine jährliche Rente ausbezahlt, die Teil der Apanage war. Diese Regel bestand bis 1983, dem Zeitpunkt, als dieser Pensionsfond abgeschafft wurde. Zum Ausgleich des Verlustes wurde dann die allgemeine Apanage des schwedischen Königshauses erhöht und die Zahlung dieser Entschädigung erfolgte direkt aus Steuergeldern.

3. März 1940: Terroristisches Attentat in Schweden
3. März 2003: Kenneth Gustafsson, bekannt unter dem Namen Kenta 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 7. März 2011

Sklaverei in schwedischer Kolonie

Am 7. März 1785 nimmt Schweden unter Gustav III. die westindische Kolonie Saint-Berthélemy in Besitzt, die der König kurz vorher von Frankreich erworben hatte. Gustav III. wollte Schweden, nach dänischem Modell, in eine europäische Großmacht verwandeln, die sich auf den Besitz von eigenen Kolonien aufbauen sollte.

Im Herbst 1786 begann dann die Schwedische Westindien-Kompanie ihre Aktivitäten auf der Insel Saint Barthélemy bei der der König mit zehn Prozent der Aktien der größte Besitzer war und sich zusätzlich 25 Prozent des Gewinnes sicherte, trotz des geringeren Aktienkapitals.

Am 31. Oktober des gleichen Jahres erhielt die Schwedische Westindien-Kompanie ihre Privilegien, die Schweden rund 100 Jahre lang zu bedeutenden Einnahmen verhalfen. In Paragraph 14 konnte man lesen: „Die Kompanie hat das Recht Sklavenhandel in Angola und der Küste Afrikas zu betreiben, da dies dort erlaubt ist.“

Auf Grund der schlechten Finanzlage Schwedens unter König Oscar II. wurde 1878 Saint-Barthélemy allerdings wieder an Frankreich verkauft. Bis 2007 gehörte die Insel dann zum Überseedepartement Guadeloupe und wurde schließlich nach einer Volksumfrage selbständig. Nach dem Vertrag von Lissabon bleibt die Insel jedoch weiterhin Teil der Europäischen Union.

7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden

Copyright: Herbert Kårlin