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Samstag, 12. November 2016

Der Geschichtswissenschaftler Karl Henrik Karlsson

Karl Henrik Karlsson kam am 12. November 1856 als Sohn eines Politikers in Dingtuna im Västmanland zur Welt und studierte nach seiner Hochschulreife in Västerås ab 1875 nordische Sprachen und Geschichte an der Universität Uppsala. 1890 beendete Karlsson sein Studium mit einer Disputation über des Recht der Könige als Richter zu wirken während des Mittelalters. Bereits fünf Jahre früher war Karlsson als Hilfskraft an der Königlichen Bibliothek angestellt worden, und 1908 wurde er dort Direktor der Abteilung für Handschriften. Karlsson gehörte zu den wenigen schwedischen Geschichtswissenschaftlern, die auch Zugang zu den Archiven im Vatikan hatten.

Bereits während seines Studiums hatte sich Karl Henrik Karlsson für Regionalsprachen, Forschung über Ortsnamen und eine kritische Geschichtsschreibung eingesetzt, die auf Dokumenten basiert, was in jener Epoche geradezu bahnbrechend war. Seine Interessen für die klassischen nordischen Sprachen und die Geschichte des Mittelalters verschmolzen geradezu, wobei Karlsson auch nicht zögerte anerkannte Wissenschaftler wegen ihrer unkritischen Forschung anzugreifen. Während seiner Zeit im Vatikan entdeckte der Wissenschaftler auch über 2000 Handschriften zur alten schwedischen Geschichte, die teilweise eine völlig neue Überlegung zur Entwicklung Schwedens lieferten, auch wenn sie stark katholisch gefärbt waren.

Karl Henrik Karlsson, der am 24. Mai 1909 in Stockholm starb, gilt als einer der bedeutendsten Erneuerer der Geschichtsforschung Schwedens, der nicht nur enorm viele Publikationen veröffentlichte, sondern diese auch in verständlicher Form bearbeitet. Als die größte Leistung Karlssons betrachtet man heute seine Arbeiten über die Genealogie des Mittelalters, die wegen seinem frühen und plötzlichen Tod leider nicht mit gleicher Qualität beendet wurden als von ihm begonnen. Bei seinem Tod hinterließ Karlsson eine große Menge an Notizen und Dokumenten, die erst nach seinem Tod geordnet werden konnten und auch veröffentlicht wurden. Noch heute greift die nordische Geschichtsforschung auf das Material von Karl Henrik Karlsson zurück.


12. November 1860: Ola Hansson, der schwedische Schriftsteller ohne Heimat
12. November 1866: Carl Wilhelm Wilhelmson, der Maler des Bohuslän
12. November 1869: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
12. November 1887: Elisabeth Bergstrand-Poulsen, Künstlerin und Schriftstellerin
12. November 1921: Lars Gyllensten, philosphische Gedanken zum Alltagsleben
12. November 1921: Lars Gyllensten, ein schwarzes Schaf der Svenska Akademien
12. November 1961: Ernst Thörnberg, der vergessene sozioökonomische Schriftsteller
12. November 1964: Der schwedische Ministerpräsident Rickard Sandler
12. November 1965: Filippa K wird zum Modeimperium in Schweden
12. November 1987: Cornelis Vreeswijk, eine musikalische schwedische Legende

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Juni 2016

Erik Wilhelm Dahlgren, Bibliothekar und Geograph

Erik Wilhelm Dahlgren kam am 7. Juni 1848 als Sohn eines Beamten in Stockholm zur Welt, besuchte das Gymnasium in Stockholm und studierte nach seiner Hochschulreife im Jahre 1867 an der Universität Uppsala um dort 1870 sein Kanzleiexamen abzulegen, die Voraussetzung für jede höhere Beamtenlaufbahn jener Zeit. Nach einer ausgedehnten Studienreise in mehrere Länder wurde Dahlgren erst an der Bibliothek der Wissenschaftsakademie, und später auch an der Königlichen Bibliothek als Assistent beschäftigt, was der Beginn seiner beruflichen Karriere war.

Bereits 1872 wurde Erik Wilhelm Dahlgren, neben seiner Aufgabe in der Königlichen Bibliothek und an der Wissenschaftsakademie auch eine Assistententätigkeit an der Svenska Akademien anvertraut, die vorher sein Vater innehatte. Sein Vater wiederum beauftrage ihn zusätzlich mit Übersetzungsarbeiten für die literarische Firma Nordstedt. 1878 wurde Dahlgren dann als ordentlicher und bezahlter Assistent der Königichen Bibliothek beschäftigt und war dort mit der ausländischen Abteilung betraut, einer Aufgabe, die er nur leisten konnte indem er bald darauf seine anderen Aufgaben aufgab. Sechs Jahre später war Dahlgren für den gesamten Bucheinkauf der königlichen Bibliothek verantwortlich, die höchst mögliche Aufgabe, die ein Bibliothekar um jene Zeit in Schweden erreichen konnte.

Neben seiner Arbeit als Bibliothekar fand Erik Wilhelm Dahlgren auch noch Zeit für eine eigene literarische Aktivität, auch wenn seine ersten veröffentlichten Arbeiten mehr im bibliographischen als im literarischen Bereich zu suchen waren. Das erste literarische Werk Dahlgrens war dann, in Zusammenarbeit mit Adolf Erik Nordenskiöld, die Beschreibung der Vega-Expedition, mit der ursprünglich August Strindberg beauftragt war, der sich jedoch bald nach der Auftragsvergabe davon zurückzog. Diese Arbeit führte dazu, dass sich Dahlgren mehr und mehr für geographische Beschreibungen und Romane interessierte und in diesem Bereich auch als regelmäßiger Schriftsteller tätig wurde.


7. Juni 1876: Josefina von Leuchtenberg wird Königin in Schweden
7. Juni 1905: Schweden und Norwegen gehen getrennte Wege
7. Juni 1907: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron
6. Juni 1973: Die schwedische Regierungsreform des Jahres 1974
7. Juni 1988: Die Ebbe Carlsson Affäre und der Tod von Olof Palme
7. Juni 1988: Die schwedische Politikerin Anna-Greta Leijon
7. Juni 2015: Das Naturreservat Fjällberget bei Leksand wird eingeweiht

Copyright: Herbert Kårlin