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Donnerstag, 10. Januar 2019

Der Schauspieler und Sänger Lasse Krantz

Lasse Krantz kam am 10. August 1903 von einem deutschen Vater und einer dänischen Mutter in Kristianstad zur Welt, verbrachte seine Kindheit und die Jugendjahre jedoch in Arvika im Värmland und entschied sich Anfang der 20er Jahre nach Stockholm zu gehen um im Unterhaltungsgeschäft seine Möglichkeiten zu erkunden. Seinen ersten Auftritt als Kabarettsänger hatte er dann im Arbeiterinstitut, gemeinsam mit Jan Claesson, Gustaf Fornander und Bertil Bondesson, von denen, neben Lasse Krantz, nur noch Jan Claesson später ebenfalls bekannt wurde.

Wenig später begann Lasse Krantz mit der Söderblom-Petterssonska Gesellschaft, war viel auf Tournee und kam auch zum Pallasteater in Stockholm, wo man seine Fähigkeit als Coupletsänger entdeckte, insbesondere seine Fähigkeit Frauen zu kopieren. Krantz spielte in den Folgejahren in Operetten und Revues, die ihn nicht nur durch Schweden führten, sondern auch nach Kopenhagen, dem Kulturzentrum Dänemarks. Als Krantz in den 40er Jahren bei Gösta Jonssons Revue im Folkan mitwirkte, war der Schauspieler und Sänger bereits in ganz Schweden bekannt.

Bei dieser Revue kam im Folkan machte sich Lasse Krantz dann unvergesslich, da seine Parodie von Greta Garbo als ein Meisterwerk des Kabaretts gesehen wurde. Vom Folkan wechselte Krantz zum Scalateatern um dort über 15 Jahre lang als einer der bedeutendsten Revuekünstler Schwedens zu wirken. Allerdings stand Krantz nicht nur mit Operetten und Revuen auf der Bühne, sondern er spielte zwischen 1931 und 1968 auch in insgesamt 28 Filmen, hatte zahlreiche Auftritte im Fernsehen und nahm rund 30 Schallplatten auf. Lasse Krantz starb am 10. Januar 1973 im Alter von 69 Jahren in Stockholm.


10. Januar 1765: Adolph Ribbing und der Mord an Gustav III.
10. Januar 1778: Carl von Linné, der Botaniker Schwedens
10. Januar 1790: Anders Abraham Grafström, der religiöse Skalde
10. Januar 1800: Lars Levi Læstadius, der Apostel der Samen
10. Januar 1839: Der schwedische Künstler Oscar Berg
10. Januar 1892: Der schwedische Skulpteur Carl Johan Dyfverman 
10. Januar 1904: Erste schwedische Antarktisexpedition
10. Januar 1916: Der schwedische Biochemiker Sune Bergström
10. Januar 1925: Der schwedische Schriftsteller Julius Regis 
10. Januar 2010: Ein Selbstmord nach dem Helénmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Die Schauspielerin und Komikerin Babben Larsson

Babben Larsson wurde am 29. Oktober 1956 unter dem Namen Barbro Larsson in Dalhem auf Gotland geboren und erinnert sich an eine wenig aufbauende Erziehung von Seiten ihrer Mutter, was sie dazu zwang sehr jung mit Ausreden sehr ideenreich zu sein. Im Jahre 1980 schloss Babben, wie sie in Schweden allgemein genannt wird, ihre Schauspielausbildung an der Theaterhochschule in Stockholm ab und kehrte nach Gotland zurück, wo sie ab 1983 im Gutekällaren in Visby erfolgreich Kabaretts inszenierte.

Während der 80er Jahre war Babben Larsson extrem aktiv als Schauspielerin, denn neben ihren Kabaretts auf Gotland, gründete sie dort, gemeinsam mit anderen, auch das Bryggeriteatern, arbeitete im Folkteatern in Göteborg und entwickelte sich zur Stand-Up-Komikerin. Schon 1988 war sie in diesem Bereich so bekannt, dass sie Unterricht im Dramatiska Institutet gab und als Komikerin zu zahlreichen Fernsehsendungen eingeladen wurde. Ende der 80er Jahre wurde die Komikerin auch mehrmals nach England und Irland eingeladen, da ihre Art von Humor auch dort den Geschmack des Publikums traf.

Ab 1998 machte Babben Larsson dann eine längere Pause als Stand-Up-Komikerin und begann vor allem Jazz zu singen, arbeitete als Conferencier und trat mit der Komikergruppe R.E.A. auf. Ihr Comeback im Stand-Up kam 2005 mit Gammal är Äldst im Intiman in Stockholm, dem eine längere Tournee durch Schweden folgte. Als Babben dann 2012 mit der Ein-Mann-Show Vad Hände? im Rival in Stockholm auftrat, wurde die Stand-Up-Künstlerin erneut als eine der größten Unterhalterinnen in diesem Bereich gefeiert. Babben gehört seit den 80er Jahren zu jenen Künstlern, die den schwedischen Humor am deutlichsten verbreiten und in diesem Bereich als Referenz gelten
.


29. Oktober 1642: Der Ort Järle bei Nora erhält die Stadtrechte
29. Oktober 1726: Daniel Melanderhjelm, Astronom und Mathematiker
29. Oktober 1908: Lorens Marmstedt, vom Filmkritiker zum Produzenten
29. Oktober 1950: König Gustav V., der älteste König Schwedens
29. Oktober 1971: Der schwedische Nobelpreisträger Arne Tiselius
29. Oktober 1998: Ein Fest in Göteborg wird zum Feuerinfierno
29. Oktober 2012: Cordelia Edvardson und das überlebte Auschwitz

Copyright: Herbert Kårlin